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Hublitz zur WM nach „Down under“

Duderstädter beim Ironman in Australien Hublitz zur WM nach „Down under“

Der Duderstädter Daniel Hublitz hat die einmalige Chance, an der Ironman 70.3-Weltmeisterschaft am 4. September in Australien teilzunehmen. Und der 36-Jährige nutzt sie, am Sonnabend geht es los.

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Der Duderstädter Daniel Hublitz will sich bei der Ironman 70.3-Weltmeisterschaft in Australien in bester Verfassung präsentieren und seine Bestzeit unterbieten.

Quelle: Oliver Thiele

Duderstadt. An die Sunshine Coast Mooloolaba geht es für ihn und seine Freundin, die ihn bei diesem Abenteuer unterstützt. Von Frankfurt über Dubai geht es nach Brisbane, von dort weiter an den Bestimmungsort. „Wir werden 23 Stunden unterwegs sein“, erzählt Hublitz, der sich erst spät in Luxemburg für die WM qualifizierte, dabei von Verzichtserklärungen anderer Athleten profitierte, damit aber auch überhaupt kein Problem hat. „Ich habe immer gesagt, dass, wenn ich die Chance bekomme, an einer WM teilzunehmen, sie auch nutzen werde“, berichtete Hublitz, der als Marktmanager bei der Firma Otto Bock HealthCare arbeitet, bei seinem Arbeitgeber auf großes Verständnis trifft, sich bezüglich seiner Trainingsvorbereitung den einen oder anderen zeitlichen Freiraum nehmen durfte.

4:51 Stunden lautet seine Bestzeit über die Mitteldistanz, und die möchte er unterbieten: „Ich habe in der Trainingsvorbereitung noch eine Schippe draufgelegt, denn ich möchte mich schon gut präsentieren.“ Gemeinsam mit seinem Trainer Daniel Wienbreier (Wolfsburg) hat er sich vorbereitet, fühlt sich gut und freut sich auf das Abenteuer in „Down under“. Gleichzeitig hat er aber auch ein mulmiges Gefühl, denn bei anderen Wettkämpfen waren Freunde und Bekannte entweder als Aktive dabei oder aber zumindest an der Strecke. Eltern konnten einem telefonisch noch einmal Mut zusprechen. Bei neun Stunden Zeitverschiebung ist es jetzt schon deutlich schwieriger. „Ich bin jetzt zum ersten Mal wirklich Einzelkämpfer“, sagte Hublitz. Wobei nicht ganz: Seine Freundin Julia, selbst Triath­letin, unterstützt ihn vor Ort natürlich nach Kräften.

In Australien angekommen, steht in erster Linie die Eingewöhnung auf dem Plan. „Die letzte richtig harte Einheit habe ich noch in Duderstadt gemacht. In Australien selber werde ich vor dem Wettkampf noch ein wenig schwimmen und laufen, dann versuchen, mich zu entspannen.“350 Dollar Startgeld kostet die Teilnahme an der WM, Flug und Unterkunft noch nicht mit eingerechnet.

Investiert hat er auch in Insektenschutzmittel, denn seit einer unangenehmen Begegnung mit einer Tigermücke während eines Thailand-Aufenthaltes hat er eine regelrechte Phobie entwickelt. „Ich versuche den Gedanken daran zu verdrängen“, sagte Hublitz.

Er richtet seinen Fokus auf den Wettbewerb. 145 000 Triathleten hatten die Chance, sich zu qualifizieren, 2 500 haben es geschafft, und der Eichsfelder ist einer von ihnen. Und der Preis für die Quälerei ist auch nicht schlecht: Anschließend wartet eine Woche Erholung in Australien, unabhängig von seiner Platzierung.

Hälfte eines Ironman Hawaii

Ironman 70.3 ist eine ­Triathlon-Rennserie und zugleich der Markenname der kommerziellen World Triathlon Corporation (WTC), deren Einzeldistanzen jeweils die Hälfte derer des Ironman Hawaii betragen. Ein Ironman-70.3-Rennen besteht aus 1,9 Kilometer (1,2 Meilen) Schwimmen, 90 Kilometer (56 Meilen) Einzelzeitfahren sowie dem abschließenden 21,1 Kilometer (13,1 Meilen)-Lauf. Der Name leitet sich aus der Summe der Einzeldistanzen von 70,3 Meilen (113 Kilometer, eine Landmeile sind exakt 1609,344 Meter) ab. vw

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