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„Ich brauche diese emotionale Achterbahnfahrt“

Team-Manager Jan Schiecke „Ich brauche diese emotionale Achterbahnfahrt“

Wird Jan Schiecke nach seinem Aufgabengebiet im Team des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen gefragt, verschlägt es dem sonst so schlagfertigen Berliner schon einmal die Sprache – derart umfangreich ist sein Tätigkeitsfeld.

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Will ein weiteres Jahr zum Erfolg des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen beitragen: Team-Manager Jan Schiecke.

Quelle: Theodoro da Silva

Der Team-Manager kümmert sich rührig um die Lizenzierung der Profis für die Basketball-Bundesliga und die Eurocup-Serie, aber auch lockere Toilettendeckel in den Spieler-Wohnungen fallen bisweilen in das Aufgabenfeld des 29-Jährigen. Es scheint, als gäbe es keinen Bereich, in dem Schiecke nicht schon geholfen hat. Sogar als Spieler sprang der Ex-Regionalliga-Basketballer ein, stand sowohl in der BBL als auch in der Euro-Challenge auf dem Feld, als eine Verletzungsmisere die BG Göttingen in der vergangenen Serie hart erwischte. Jetzt ist sein Verantwortungsbereich sogar noch einmal erweitert worden. Dies war die Voraussetzung dafür, dass der Sport-Management-Absolvent der Sporthochschule Köln für ein weiteres Jahr bei den Veilchen unterschrieben hat.

„Zukünftig wird Jan Schiecke noch mehr Verantwortung im Bereich rund um das Team tragen. So wird er noch viel ausgiebiger mit der Kommunikation mit der Beko-BBL beauftragt sein. Jan hat sich in den vergangenen zwei Jahren hier in Göttingen stark mit eingebracht. Durch sein erweitertes Aufgabenfeld wird er jetzt noch intensiver in sportliche Entscheidungsprozesse eingebunden“, erklärt Marc Franz, Geschäftsführer von BG-Erstliga-Lizenz-Inhaber starting five (S5).

Schiecke beschreibt seine Aufgabe gerne als „Kommunikationsrelais zwischen Spielern und Office-Team“. Gemeinsam mit seinem Assistenten Florian Kuhlmann wolle er erreichen, dass sich „die Spieler komplett auf Basketball konzentrieren können“. Wichtig sei aber auch, „dass die Spieler Selbstständigkeit und Eigenverantwortung erlernen und sich menschlich weiterentwickeln“.

BG-Headcoach und Sportdirektor John Patrick hält auf Schieckes Organisations- und Kommunikationstalent große Stücke und erklärt ihn für den Erfolg des Teams schlicht als „unverzichtbar“. Entsprechend erleichtert war Patrick, als Schiecke spät, aber nicht zu spät um ein weiteres Jahr bei der BG verlängerte. Es wird seine dritte Saison mit den Veilchen sein, vor zwei Jahren war der Berliner vom damaligen Erstliga-Konkurrenten Köln 99ers zu den Veilchen gestoßen.

„Es gibt kaum eine andere Stadt in Deutschland, die so basketballverrückt ist und in der das Arbeiten so viel Spaß macht wie in Göttingen“, betont Schiecke. Doch genau dieses Potenzial und sein „enormes Vertrauen in den besten Sportdirektor der Basketball-Bundesliga“ habe seine Entscheidung auch so schwer gemacht. Im Urlaub sei seine Entscheidung gereift, sich dennoch weiter für die BG zu engagieren. „Ich sehe mich in Zukunft eher auf der Position eines Sportdirektors oder Geschäftsführers. Ich weiß auch, dass ich in anderen Unternehmen mehr verdienen kann. Aber ich liebe dieses Team, und ich habe das Gefühl, dass wir hier trotz des Euro-Challenge-Sieges noch nicht alles erreicht haben. Ich brauche diese emotionale Achterbahnfahrt“, erklärt Schiecke.

Deswegen werde er auch in der kommenden Saison 100 Prozent seiner Kraft für die BG geben und das in ihn gesetzte Vertrauen zurückzahlen. „Ich weiß, dass mit John Little, Jason Boone, Dwayne Anderson und Robert Kulawick die Grundlage vorhanden ist, dass Göttingen wieder ein Team präsentieren kann, das alles geben wird. Diesen Luxus haben nicht alle Mannschaften“, betont Schiecke. Und er ist sich auch sicher, dass am kommenden Sonntag „gute Menschen und hervorragende Basketballer“ in seinem Van sitzen werden. Dann holt er am Frankfurter Flughafen mit ein paar Helfern die US-Amerikaner ab. „Es ist immer schwer, eine Prognose zu machen. Ich habe aber volles Vertrauen in Patricks Arbeit. Wenn man sieht, was hier in den vergangenen Jahren gewachsen ist, kann es einem schon die Sprache verschlagen. Es macht mich stolz, ein Teil davon sein zu dürfen“, betont Schiecke.

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