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Interview mit Richard Crowder, Geschäftsführer der BG 74 Ladies

„Werden versuchen, Aufstieg zu ermöglichen“ Interview mit Richard Crowder, Geschäftsführer der BG 74 Ladies

Nach dem 74:50-Erfolg gegen das als Titelkandidaten gehandelte Wolfpack Wolfenbüttel sehen nicht nur die Fans, sondern auch viele Konkurrenten und Kenner der Szene Spitzenreiter BG 74 als ersten Anwärter auf die Meisterschaft in der 2. Damenbasketball-Bundesliga Nord und Aufsteiger in die 1. Bundesliga.

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Richard Crowder, Geschäftsführer des Lizenzinhabers BG 74 Veilchen Ladies.

Quelle: Pförtner

Richard Crowder, Geschäftsführer des Lizenzinhabers BG 74 Veilchen Ladies UG, verrät im Tageblatt-Interview, wie sich die UG auf die neue Situation einstellt.

Tageblatt: Hat Sie die rasante Entwicklung des Teams zum Titelaspiranten überrascht?
Dass wir nach 16 Spieltagen an der Tabellenspitze stehen, hat alle überrascht. Niemand hat so etwas erwartet. Schließlich sind wir in die Saison mit dem neuen Trainergespann Ondrej Sykora und Zuzana Polonyiova gestartet, das eine neue Mannschaft zusammenstellen musste. Deshalb haben wir ja auch den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben. Das ist jetzt kein Thema mehr, und wenn man die Entwicklung des Teams sieht, verwundert es nicht mehr, dass es Woche für Woche gewinnt.

Haben Sie sich schon mit dem möglichen Aufstieg beschäftigt?
Damit müssen wir uns wohl zwangsläufig auseinandersetzen. Wir – das heißt die Veilchen Ladies UG und der Verein BG 74, der 51 Prozent an der Gesellschaft hält – beginnen jetzt, die neue Saison zu planen. Wir werden alles versuchen, den Aufstieg zu ermöglichen. Wir haben noch keine Sponsorengespräche geführt, werden dies aber so schnell wie möglich in Angriff nehmen und versuchen, die Rahmenbedingungen zu schaffen.

Der Etat für die laufende Saison  beträgt rund 120   000 Euro. Wie viel mehr brauchen Sie für ein konkurrenzfähiges Team in der 1. Bundesliga?
Wir rechnen mit etwa 200   000 Euro. Wir werden weiterhin in erster Linie auf Spielerinnen setzen, die wir selbst ausgebildet haben oder die zum Studium nach Göttingen kommen. Wir werden aber nicht darum herumkommen, einen dritten Profi neben Monique Smalls und Nicole Jones, mit denen sicherlich gesprochen wird, zu verpflichten.

Smalls für eine weitere Saison an die BG 74 zu binden, dürfte nicht einfach sein.
Natürlich nicht. Monique hat so eingeschlagen, dass sicher viele andere Vereine auf sie aufmerksam geworden sind und ihr lukrative Angebote unterbreiten werden. Ich bin bereit, bis an die Grenze zu gehen, damit sie in Göttingen bleibt. Das muss nicht unbedingt eine Frage der Finanzen sein. Vorstellbar sind auch andere Anreize wie Studium oder Arbeitsplatz.

Ihre 18-jährige Tochter Jennifer, eines der größten Göttinger Talente, ist zu Saisonbeginn zum Erstligisten Marburg gewechselt. Wie groß ist die Chance, sie nach einem Aufstieg zurückzuholen?
Ich weiß, dass Jennys Herz an Göttingen hängt. Sie war ja auch bei unserem Sieg gegen Wolfenbüttel in der Halle und hat mitgefiebert. Jenny hat aber einen Einjahresvertrag in Marburg mit Verlängerungsoption. Wir müssen sehen, was möglich ist.

Beim Heimspiel gegen Wolfenbüttel hat die BG 74 mit 500 Zuschauern einen Saisonrekord aufgestellt. Gibt es da noch Steigerungspotenzial?
Vor allem die zweite Halbzeit, die beste die wir bis jetzt gespielt haben, hat alle Zuschauer berauscht. Ich glaube, die, die da waren, werden wiederkommen und hoffentlich weitere zum Besuch der Spiele animieren.

Das Interview führte Michael Geisendorf

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