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Jan-Dirk Gießelmann wiederholt Erfolg bei Bettenröder Dressurtagen

11. Auflage des Turniers Jan-Dirk Gießelmann wiederholt Erfolg bei Bettenröder Dressurtagen

Am Ende setzte sich der Favorit souverän durch: Beim Grand Prix de Dressage, einer Dressurprüfung der Klasse S***, zeigte Jan-Dirk Gießelmann vom Reitverein Wagenfeld mit Real Dancer seine ganze Klasse und holte sich damit am Sonntagnachmittag den Sieg in der letzten Prüfung der elften Bettenröder Dressurtage.

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Im Bettenröder Grand Prix de Dressage nicht zu schlagen: Jan-Dirk Gießelmann und Real Dancer.

Quelle: Pförtner

Hof Bettenrode. Gießelmann setzte damit seine Erfolgsstory des vergangenen Jahres fort, als er in Bettenrode den Grand Prix und den Grand Prix Spécial gewann. Am Finaltag beeindruckte er die Zuschauer bei strömendem Regen mit einer Vorstellung, die den Wettbewerb auf eine höhere Stufe hob: Bereits der starke Trab zu Beginn setzte einen neuen Akzent, mit kraftvollen Passagen sammelte er weitere Punkte. Letztlich war er der einzige Starter, dem die Wertungsrichter mehr als 70 Prozent der Optimalpunktzahl zugestanden.

 
„Real Dancer hat heute keine großen Fehler gemacht. Das ist ein Zeichen, dass er sich wohl gefühlt hat“, sagte Gießelmann. Lediglich der Regen habe das Pferd ein wenig gestört. Mit den Bedingungen hatte die zweitplatzierte Anna Nolte vom SC Hessen Dreieich keine Probleme, obwohl sie erst ihren dritten Grand Prix ritt – „ob es 40 Grad im Schatten sind oder ob es schneit“, ihrem Hannoveraner Pentimento sei das egal. „Er ist ein Kämpfer.“ Die 30-Jährige hob hervor, dass auch der Hof Bettenrode seinen Anteil am Erfolg hatte. „Wenn die Reiter im Training und in der Pause aufs Viereck dürfen, geht das Pferd viel entspannter in den Wettkampf.“ Pentimento hatte unter anderem erstklassige Piaffen und Passagen gezeigt.

 

 
Den vielleicht harmonischsten Auftritt hatte die Drittplatzierte Iris Scheminowski vom RV Linderte mit Wettiner dargeboten, die damit den Gastgeber Philipp Hess und Miss Facette de Lully auf den vierten Rang verwies. Dessen Darbietung war von großer Akkuratesse gekennzeichnet, nah an der Überbetonung. In der Benotung hoben sich die vier Bestplatzierten zu Recht vom übrigen Feld ab.

 
Stars der Szene waren bei der elften Auflage der Bettenröder Dressurtage rar gesät. Nach Tageblatt-Informationen ging die Reserviertheit darauf zurück, dass ein nach Hamburg verkauftes Pferd aus Bettenrode in der Hansestadt krank geworden war. Die Inkubationszeit schloss zwar aus, dass es bereits in Bettenrode erkrankt war. Trotzdem habe es Gerüchte gegeben, und einige Besitzer hätten daraufhin die Teilnahme untersagt, wie Punktrichter Klaus Storbeck aus Göttingen verriet.

 
Gießelmann hätte mit seiner ausgezeichneten Leistung wahrscheinlich sowieso gewonnen. Und weil er mittlerweile in Bettenrode sehr geschätzt wird, erhielt er am Sonntag noch den Ulrich-Diebig-Gedächtnispreis – ein Ehrenpreis, der nur an sehr gute Dressurreiter geht.

 

Von Eduard Warda

 

Ergebnisse

Grand Prix de Dressage, Dressurprüfung Kl. S***, Preis des Gestüts Sonnenhof: 1. Jan-Dirk Gießelmann/Real Dancer (RV Wagenfeld) 1762 Punkte/70,48 Prozent, 2. Anna Nolte/Pentimento (SC Hessen Dreieich) 1721,5/68,86, 3. Iris Scheminowski/Wettiner (RV Linderte) 1688/67,52. 4. Philipp Hess/Miss Facette de Lully (RV Hof Bettenrode) 1685,5/67,42, 5. Arnd Erben/Black Desert (RV Iserlohn) 1641/65,64, 6. Wolfgang Westenhöfer/Da Vinci (RFV Hohenhameln) 1635,5/65,42, 7. Sabine Tesch/Danseur (Gut Sonnenhof) 1614/64,56, 8. Boaventura Francisco Chagas Freire/Sai Baba Plus (Pferdezucht- und RV Luhmühlen) 1610/64,4.

 
Qualifikation zum Burgpokal: 1. Manuel Bammel/Hayden HR (RV Graf von Schmettov) 75,317 %, 2. Jasmine Sanche-Burger/Baron (Neumarkter PSFR) 72,073 %, 3. Isabel Bache/Fürst Levantino (RV Oldenburger Münsterland) 71,024 %, 4. Therese Nilshagen/Sean Connery (RSC Osnabrücker Land) 70,659 %, 5. Julia-Katharine von Platen/Donna Diana (RG Platenhof) 70,439 %.

 

Foto: Pförtner

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Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal
Fürs Finale in Frankfurt qualifiziert: Manuel Bommel mit Hayden. Foto: Pförtner

Fürs Finale in Frankfurt qualifiziert: Manuel Bommel mit Hayden. Foto: Pförtner

Quelle:

Manuel Bammel hat bei den 11. Bettenröder Dressurtagen mit Hayden HR die Qualifikation zum Finale des Nürnberger Burgpokals gewonnen. Das Paar aus der Lüneburger Heide kam bei der mit 2500 Euro dotierten S*-Dressur St. Georg Special auf sehr starke 75,317 Prozentpunkte. Damit überbot der 33-Jährige die bisherige Bettenröder Bestmarke aus dem Jahr 2011. Damals feierte Hubertus Schmidt auf Imperio mit 75 Prozent den Sieg. Der Trakener hat sich inzwischen enorm entwickelt und gehört derzeit zu den heißesten Kandidaten auf einen Startplatz in der deutschen Equipe für Olympia 2016 in Rio de Janeiro.  

 
„Ich bin einfach nur überglücklich. Hier zu gewinnen, hatte ich überhaupt nicht erwartet, denn das Niveau der Starter war überdurchschnittlich“, sagte Bammel freudestrahlend. Der gebürtige Frankfurter distanzierte die Konkurrenz mit seinem phänomenalen Auftritt. „Das war meine Bestleistung. Mit Hayden hatte ich bisher 73 Prozent erreicht, heute hat einfach fast alles gepasst“, so Bammel. Und die Top-Leistung war auch nötig, um in der Prüfung unter 26 Startern den Sieg zu erstreiten. „Das Niveau war beeindruckend. Gleich fünf  Paare haben mehr als 70 Prozentpunkte bekommen. Hayden ist ein hochtalentiertes Pferd, ich bin auf seine Entwicklung gespannt“, sagte Dressur-Experte Christoph Hess.  

 
„Hayden ist das erste selbstgezogene Pferd meines Arbeitgebers Hof Rosenthal. Meine Chefs sind genauso zufrieden wie ich. Haydens Entwicklung ist außergewöhnlich“, sagte Bammel. Der Pferdewirtschaftsmeister  will nun das Training mit Trainerin Manuela Keller noch einmal intensivieren, um in Frankfurt vielleicht die nächste Stufe zu erklimmen. „Ich bin Sportler und ehrgeizig. Ich werde alles probieren, um mich im Dezember in Frankfurt beim Finale in der Festhalle vorn zu platzieren“, betonte Bammel.

 
Dann soll auch feststehen, ob Bettenrode erneut eine Qualifikation zum Burgpokal-Finale bekommt. „Das Gesamtpaket der Veranstaltung muss passen. Wir versuchen, die 15 Qualifikationen in der Republik zu verteilen. Standorte können auch mal durchs Raster fallen, aber Bettenrode ist ein attraktives Event“, sagte Stefan Dreyer, Vertriebsdirektor der Nürnberger Versicherungsgruppe.

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