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Julia Marzoll hat sich eingelebt

In der Tennisbase Hannover Julia Marzoll hat sich eingelebt

Fast vier Monate lebt Julia Marzoll nun schon im Internat der Tennisbase Hannover. Die 14-Jährige, die vor einigen Tagen ihre Berufung in den C-Kader des Deutschen Tennis Bundes (DTB) für 2016 erhalten hat, hat ihren Wechsel in die Landeshauptstadt nicht bereut. Ihr Fazit vor den Weihnachtsferien fällt positiv aus.

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Jeden Tag Tennis- und Athletiktraining: Julia Marzoll wird in der Tennisbase Hannover für internationale Turniere fit gemacht.

Quelle: Petrow

Rittmarshausen. „Ich habe mich verbessert – vor allem im Fitnessbereich“, berichtet die Neuntklässlerin, die durch das regelmäßige, anspruchsvolle Athletiktraining schon einige Kilo verloren hat und sich „total wohlfühlt“. Ihr Tag zwischen dem Wecken um  6.30 Uhr und der Zimmerruhe ab 21.30 Uhr ist vollgepackt mit sportlichen und schulischen Aktivitäten. Zweimal pro Woche wird schon vor der Schule im Leistungszentrum trainiert, ansonsten geht es nach dem Frühstück mit dem Fahrrad zur KGS Hemmingen, die mit der Tennisbase kooperiert und auf die Bedürfnisse der Spieler Rücksicht nimmt. Schulstunden, die wegen des Frühtrainings ausfallen, müssen nachgeholt werden. An zwei Tagen gibt es Nachmittagsunterricht.

Nach der Schule geht es in die Tennishalle, die in unmittelbarer Nähe des Internats liegt. Zum Training mit Schläger und Ball kommt das Athletiktraining, erst danach macht Marzoll Hausaufgaben und lernt für Arbeiten und Tests, kümmert sich um ihre Wäsche und muss regelmäßig einen Küchendienst übernehmen. Nach dem Abendessen um 19.30 Uhr wird oft noch gespielt, zwei Stunden später ist Zimmerruhe, dann müssen auch die Handys abgegeben werden.

Heimweh hatte die ehemalige FKG-Schülerin in den vergangenen Monaten kaum. „Ich telefoniere abends immer mit meinen Eltern, ansonsten habe ich wenig Zeit, an andere Dinge als Schule und Tennis zu denken. Mein Tagesablauf ist voll.“ Ihre Eltern hat sie bislang an jedem Wochenende gesehen. Entweder bei Heimatbesuchen oder als Begleitung bei Turnieren.

Die Eingewöhnung in die Schule ist Marzoll leicht gefallen. Mit zwei weiteren Internatsschülern besucht sie die Gymnasialklasse der Kooperativen Gesamtschule. „Das ist praktisch. Wenn mal jemand krank oder unterwegs auf Turnieren ist, können die anderen ihn mit Hausaufgaben versorgen“, berichtet die Rittmarshäuserin.

Die Turnierplanung hat die Tennis-Base übernommen, ein Mitspracherecht hat die Spielerin in jedem Fall. Marzoll trainiert dort mit sieben Mädchen zwischen zwölf und 15 Jahren in einer Gruppe unter dem Trainertrio Lars Gruner, Oliver Lange und Patty Schnyder. „Durch die vielen unterschiedlichen Partner muss man sich ständig umstellen, wird variabler“, zählt sie die Vorteile auf. Mit Schnyder, der ehemaligen Weltranglistenspielerin (beste Platzierung Rang sieben) aus der Schweiz, hatte Marzoll auch vor ihrem Umzug in die Tennisbase immer mal wieder trainiert. Heute trifft sie die 37-Jährige ohne lange Anfahrt.

Auch mit Nicolas Kiefer (38), Halbfinalist der Australian Open 2006, hat es schon Einheiten gegeben. „Das ist schon etwas anderes, sehr beeindruckend. Da hört man dann noch genauer zu. Er kann viele Tipps geben.“ Für Marzoll kam der Wechsel zur rechten Zeit. Mit ihrem Heimtrainer Alec Ungureanu vom TC Blau-Weiß Duderstadt hätte sie in diesem Winter Probleme mit den Hallenstunden bekommen. „In der Halle am Rosenthaler Hof sind ja Flüchtlinge untergebracht, die fällt komplett weg.“

Nach Weihnachten spielt die Linkshänderin eine Damen-Konkurrenz in Mönchengladbach, im neuen Jahr dann ein Turnier in Celle. Geplant sind weitere ITF-Juniors in Hamburg und Nürnberg, wo es um wichtige Ranglistenpunkte geht.

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