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Kampfkraft und Teamgeist gegen individuelle Klasse

Basketball Playoff Kampfkraft und Teamgeist gegen individuelle Klasse

Die Fieberkurve bei Spielern und Fans ist am Anschlag. Vier Wochen lang sind die Erstliga-Basketballer der MEG Göttingen durch fremde Hallen getourt. 

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Wollen heute wieder jubeln: Marco Grimaldi, Robert Dill, Peer Wente und John Little (v. l.) nach dem ersten Heimsieg gegen Bamberg.

Quelle: Pförtner

Nach fünf Auswärtspartien präsentiert sich der Hauptrunden-Zweite zum Auftakt der Playoff-Serie gegen die Brose Baskets Bamberg am Freitag, 15. Mai, um 19.30 Uhr erstmals wieder seinen Anhängern in der  heimischen Lokhalle.

Die Zuschauer in der mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ausverkauften Lokhalle dürfen sich auf eine Premiere freuen. Zum ersten Mal in der 35-jährigen Geschichte der BG 74 steht ein Herrenteam in den Bundesliga-Playoffs. Dort kämpft es gegen den Deutschen Meister von 2005 und 2007 aus Bamberg, eine der renommiertesten, teuersten  und hochkarätigst besetzten Mannschaften, um den Einzug ins Halbfinale. Wer  in der Best-of-five-Serie drei Siege einfährt, hat die nächste Runde erreicht.

Das zweite Match steigt am Donnerstag, 21. Mai (Himmelfahrt), um 19.30 Uhr in der Bamberger Jako-Arena, das dritte am Sonntag, 24. Mai (18 Uhr), wieder in der Lokhalle. Falls notwendig, treffen die Kontrahenten am Dienstag, 26. Mai (19.30 Uhr), noch einmal in Bamberg sowie am Donnerstag, 28. Mai (19.30 Uhr), in Göttingen aufeinander. 

Bamberger seit gestern im Hotel

Der Hauptrundenrang der beiden Viertelfinalgegner steht in eklatantem Widerspruch zu den Etatansätzen. Den zweitplatzierten Göttingern stehen 1,7 Millionen Euro zur Verfügung, dem Siebten aus Bamberg mehr als sechs Millionen. Die daraus resultierenden Unterschiede manifestieren sich in den Rahmenbedingungen. Während die Veilchen – gleichgültig wie lang die Strecke ist – am Spieltag in zwei Kleinbussen, einer gesteuert von Headcoach John Patrick, zu den Auswärtspartien düsen, reisen die Brose Baskets meist einen Tag vorher im klimatisierten Reisebus an. So campiert das Team von Trainer Chris Fleming bereits seit gestern in Göttingen im Hotel und hat sich zwecks besserer Akklimatisierung Trainingszeiten in der Lokhalle gesichert.

Während der Göttinger Lizenzinhaber Starting five es mit Ach und Krach geschafft hat, den Vertrag mit dem keineswegs teuren Charles Lee zu verlängern, aber die Forderung des Trainers nach weiteren Verstärkungen kategorisch ablehnte, verpflichtet Bamberg in der Winterpause mal eben den NBA-erfahrenen Spielmacher Dan Dickau, um ihn nach fünf Einsätzen (unter anderem beim 88:78-Heimsieg gegen MEG) wieder nach Hause zu schicken, weil Fleming gemerkt hat, dass  es mit Filiberto Rivera und John Goldsberry auf der Aufbauposition genauso gut klappt. 

Überzeugt hingegen hat den Brose-Coach, der mit Demond Greene, Robert Garrett und Tim Ohlbrecht drei deutsche Nationalspieler in der Hinterhand hat, der kurz nach Dickau vom israelischen Spitzenclub Maccabi Tel Aviv geholte Elton Brown. Den 2,06-Meter-Center zu stoppen, hinter Power Forward Predrag Suput (14,9 Punkte im Schnitt) zweitbester Werfer (12,9) und bester Rebounder (8,1) der Bamberger, dürfte für die MEG-Center Jason Boone und Clif Brown, der seinen Namensvetter aus Ligaspielen in Israel kennt, eine harte Nuss sein.

John Patrick hütet sich, für das heutige Match und die Serie gegen die Brose Baskets eine Prognose abzugeben. „Wir haben es gegenüber den letzten Aufeinandertreffen mit einem anderen Team zu tun. Ich kann schwer einschätzen, ob es stärker geworden ist“, begründet der Coach seine Zurückhaltung. „Wir haben uns aber voll auf Bamberg fokussiert, sind optimistisch  und freuen uns nach der langen Pause auf die fantastische Atmosphäre in der Lokhalle.“ Gegen die individuelle Klasse der Gäste setzt Patrick wie stets auf Kampfkraft und Teamspirit seiner Akteure, die allesamt fit sind.

Für die Partie in Bamberg am kommenden Donnerstag hat der Fanclub einen Bus organisiert. Anmeldungen sind bis Montag per E-Mail (fanclub@veilchen-power.de) oder heute beim Spiel in der Lokhalle möglich. Fans, die privat nach Bamberg fahren wollen, können ihre Karten auch in der Tageblatt-Geschäftsstelle (Jüdenstraße 13c) erwerben.

Wer heute nicht in der Lokhalle sein kann, hat wieder die Möglichkeit, im Tageblatt-Liveticker mitzufiebern: im Internet unter www.goettinger-tageblatt.de. Erstmals wird ein Spiel der Basketball-Bundesliga auch im frei empfangbaren Fernsehen live übertragen. Eurosport startet heute um 19.30 Uhr in seine Playoff-Berichterstattung.

Von Michael Geisendorf

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