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Kampkötter schlägt Seriensieger in Rekordzeit

Stadtwerke-Volkstriathlon Kampkötter schlägt Seriensieger in Rekordzeit

Als Lukas Kampkötter, einer von rund 775 Startern des 5. Stadtwerke-Volkstriathlons, die Ziellinie überquerte, hatte er gleich dreifachen Grund zur Freude: Zum einen hatte der 23-Jährige mit 55:17 Minuten einen neuen Streckenrekord aufgestellt.

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Jeder Handgriff muss sitzen: Aus dem Schwimmbad geht es aufs Rad.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Zum anderen hatte er nach 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen Seriensieger Hendrik Becker um 17 Sekunden bezwungen. Schließlich wurde Kampkötter im Ziel durch Moderator Henning Tonn seine Brille überreicht, die er beim Wechsel auf das Rad verloren hatte. „Meine größte Sorge war: Bekomme ich meine Brille wieder?“, flachste der Bundesliga-Triathlet von Hannover 96, der „mit dem Sieg geliebäugelt“ und „ein verdammt knappes Finale“ erlebt hatte.

Beim fünften Stadtwerke-Volkstriathlon am Sonntag mussten sich die Teilnehmer in drei Sportarten bewähren.

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Die beiden Erstplatzierten schenkten sich nichts: Rund einen Kilometer vor Schluss setzte der Göttinger Becker, der sich „nicht auf einen Sprint einlassen“ wollte, eine Attacke. „Da dachte ich schon, es sei vorbei“, gestand Kampkötter, der kurz vor dem Ziel im Jahnstadion zum erfolgreichen Konter ansetzte. Im Ziel sanken beide auf den Boden. „Das Laktat ist mir zu den Ohren rausgekommen“, beschrieb Becker seinen Erschöpfungszustand. Mit dem zweiten Platz vor Clemens Coenen (56:30) konnte der Vierfachsieger vor allem aufgrund der „hohen Leistungsdichte im Feld“ gut leben. Neun Triathleten, darunter Extrem-Hindernisläufer Knut Höhler, blieben unter einer Stunde.

Bei den Frauen triumphierte Judith Lotz vor Rhea Richter und Vorjahressiegerin Tabea Fricke. Lotz holte im Wasser viel Zeit heraus, büßte nur beim Wechsel eine halbe Minute ein: „Ich habe meine Wechselzone nicht gefunden. Das war schon etwas peinlich“, sagte sie lachend nach dem Wettkampf. „Tierisch aufgeregt“ habe sie indes, dass sie nicht mit den Favoritinnen gestartet war, sondern aus dem ersten Block: „Das war sehr verwunderlich. Du kämpfst die ganze Zeit gegen dich selbst und weißt nie, wo du stehst.“

Beim Sehenswert-Staffel-Triathlon siegte Personal Sports (56:53) vor dem Otto-Hahn-Gymnasium (57:49), das sich dafür die Mixed-Wertung sicherte. Dass morgens bei den Kinderwettkämpfen „der Fahrtwind nach dem Schwimmen ein bisschen kalt war“, wie die elfjährige Nathalie Borgmann berichtete, davon war beim großen Finale nichts mehr zu spüren. Die Sonne strahlte – genauso wie Sieger Kampkötter, seine Brille in den Händen haltend.

Ergebnisse in der Dienstagsausgabe des Tageblattes. Bilder unter goettinger-tageblatt.de.

Von Timo Holloway

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