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Kathrin Stockfisch erleidet dritten Kreuzbandriss

Handball Kathrin Stockfisch erleidet dritten Kreuzbandriss

Das Kreuzband ist gerissen, das Innenband auch. Zum dritten Mal nach 2000 und 2007 musste Kathrin Stockfisch, Handballerin beim TV Jahn Duderstadt, diese Hiobsbotschaft hinnehmen.

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Gibt sich kämpferisch: Kathrin Stockfisch.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Das Erste, woran ich gedacht habe, war der Skiurlaub nach Weihnachten im Bayrischen Wald“, erzählt die 31-Jährige. Aus dieser Reise wird nichts, denn sie muss operiert werden. „Hoffentlich wird es noch vor Weihnachten etwas, damit ich dann schon wieder zu Hause sein kann.“

Passiert ist die schwere Verletzung beim Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen den SV Schedetal/TSG Münden.  „Es war völlig ohne Fremdeinwirkung. Es war der vorletzte Schritt beim Abstoppen“, erinnert sie sich. Dabei war der Schmerz eigentlich zuerst noch erträglich, obwohl sie fürchterlich weinen musste. „In erster Linie war es, glaube ich, der Schock“, so die Duderstädterin, die gelernte Physiotherapeutin ist, derzeit aber eine Ausbildung zum Orthopädiemechaniker absolviert.

Selbstmitleid ist allerdings überhaupt nicht ihr Ding. „Das bringt mich nicht weiter im Leben“, so Stockfisch, die es sich nicht nehmen ließ, zum Training ihres Teams zu gehen, wenn auch nur als Zuschauerin. Zum Nichtstun verurteilt sein ist mit das Schlimmste an der Verletzung für die quirlige Eichsfelderin. Sie war eigentlich auch noch am Sonntagabend der Ansicht, am Montag ganz normal zur Arbeit gehen zu können. Doch die Schmerzen wurden heftiger, das Knie dicker, sodass der erste Weg am Montag zum Arzt und nicht zur Arbeit führte. „Vom Gefühl her ist es mehr als das Innenband“, schätzte Stockfisch noch vor dem MRT ein, das für Klärung sorgen sollte.

Immerhin war sie durch die Krücken ihres Bruders Hans-Joachim einigermaßen mobil. Der Coach der Kreisoberliga-Frauen des TV Jahn hatte die Hilfsmittel nach einem schweren Unfall für längere Zeit dieses Jahr benötigt. Die Verletzung seiner Schwester kommt denkbar ungelegen, denn die Eichsfelderinnen sind personell ohnehin nicht auf Rosen gebettet. „Passt eigentlich gar nicht“, weiß auch Kathrin Stockfisch.

Sie hat bislang noch nicht einen Gedanken daran verschwendet, mit Handballspielen aufzuhören. Schwer verständlich angesichts der schweren gesundheitlichen Rückschläge. „Solange ich noch geradeaus laufen kann und nicht die Langsamste bin, höre ich noch nicht auf“, erzählt sie.

Derzeit ihr größtes Problem ist es, die Langeweile zu überbrücken. „Die Sendungen am Nachmittag sind ganz schrecklich“, hat sie das Thema Fernsehen ganz schnell zu den Akten gelegt. Musik hören kann man auch nicht stundenlang, bliebe noch ein wenig Stöbern im Internet. Da kann man ziemlich sicher sein, auf welchen Seiten sie landen wird. Es wird um Schuhe gehen: Allerdings nicht solche mit halsbrecherischen Absätzen, sondern in ihrem Fall geht es um Sportschuhe. „Ich habe einen Sportschuh-Tick“, gibt sie zu. 25 Paar nennt sie bislang ihr eigen. Tendenz steigend. Dabei kauft sie nicht ausschließlich nach Funktionalität, sondern natürlich auch nach Aussehen.

Und angesichts des nahenden Weihnachtsfestes wäre es keineswegs verwunderlich, wenn ein weiteres Paar auf ihrem Wunschzettel stehen würde. Ganz oben auf der Liste steht natürlich etwas anderes: Möglichst schnell wieder fit werden.

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