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Kein Bier mehr nach dem Spiel?

Berliner Sportamt untersagt Alkohol in der Umkleide Kein Bier mehr nach dem Spiel?

In den Kabinen dreier Sportanlagen in Berlin dürfen Fußballer ab sofort keinen Alkohol mehr trinken – weil sich Platzwarte beschwert haben, untersagt das Sportamt den Sportlern das Kabinen-Bierchen nach dem Spiel. Eine kuriose Entscheidung, finden südniedersächsische Verantwortliche.

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Quelle: Thissen/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Immer wieder hätten Mannschaften die dritte Halbzeit in die Kabine verlegt und seien nach Training und Spielen versackt – sehr zum Ärger der Platzwarte, die Überstunden leisten mussten, um die Folgen der Feiern zu beseitigen, berichtet die „Welt“. Für ein Bier-Verbot spreche außerdem die Vorbildfunktion älterer Spieler, wird Sportamtsleiter Rainer Hoffmann zitiert.

Natürlich sei es wichtig, dass die Teams die Kabine in ordentlichem Zustand verlassen würden – falls nicht, müsse das „der Platzwart reglementieren“, findet Hans-Jürgen Lotz, Vorsitzender des Fußballkreises Göttingen-Osterode. Ein generelles Alkoholverbot auf den Göttinger Anlagen, die fast alle in städtischer Hand liegen, würde zu weit führen. Für viele Vereine seien die Einnahmen durch den Verkauf von Bier und Bratwurst schließlich deren „täglich Brot“.

Ohnehin habe sich bei den meisten Teams eine Eigenregulierung durchgesetzt, berichten Matthias Knauf und Tobias Dietrich, Trainer der Kreisligisten SV Groß Ellershausen/Hetjershausen und SV Rotenberg. „Bei uns gehen die letzten drei Spieler nochmal durch die Kabine und gucken, ob alles ordentlich ist. Das hat sich etabliert“, sagt Knauf. „Wenn wir die Kabine nicht aufräumen, gibt es vom Platzwart beim nächsten mal eben nichts mehr“, sagt Ex-Profi Dietrich.

Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoesF) verwaltet die städtischen Sportanlagen. „Würden uns wiederholt Vorfälle gemeldet werden, dann hätten wir auch die Möglichkeit, die Hausordnung anzupassen“, erklärt Jörn Lührs, Abteilungsleiter Sport. Doch das, beteuert Lührs, sei nicht ansatzweise angedacht – weil es bis auf einige Einzelfälle keine Probleme gebe. „Fällt mal was vor, regelt das der Platzwart oder Hausmeister direkt mit den Vereinen. Findet er kein Gehör, was jedoch so gut wie passiert, kommt er zu uns, und wir treten mit dem Verein nochmals in Kontakt.“

Auch für den Kreis-Vorsitzenden Lotz ist eine Regelung wie in Berlin kein Thema. „Hätte es in dieser Hinsicht Vorfälle gegebene, wäre mir das bekannt, aber von derartigen Problemen habe ich noch nie etwas gehört“, sagt er. Auch bei den jüngsten Sitzungen des Niedersächsischen Fußball-Verbandes sei dieser Themenkomplex nicht im Ansatz behandelt worden.

Im Trikot, das ist für die Trainer Knauf und Dietrich selbstverständlich, dürfe weder geraucht noch getrunken werden. „Aber wenn die Jungs nach der Partie umgezogen vor der Kabine noch zusammen ein Bier trinken und dabei mit den Zuschauern reden, freuen die sich doch auch.“ Das Verbot in Berlin müsse die Folge ziemlicher Exzesse gewesen sein, vermuten die beiden Trainer. „Und so etwas habe ich hier noch nie auch nur ansatzweise mitbekommen“, so Knauf.

Von Christian Roeben

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