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Kein Widerspruch, sondern Rückzug in 3. Liga

Damenbasketball-Bundesliga Kein Widerspruch, sondern Rückzug in 3. Liga

Nach sechs Jahren Erstliga-Basketball geht in Göttingen eine Ära zu Ende. Lizenzinhaber Starting five wird keinen Widerspruch beim Schiedsgericht der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) gegen die nicht erteilte Spielerlaubnis für die Saison 2009/10 einreichen. Dem Rückzug in die 1. Regionalliga gibt die Starting five das Motto „Neuanfang“. 

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Trauriger Abgang: Spiellizenzinhaber Starting five zieht ihr Team – hier beim Playoff-Aus in Saarlouis – aus der DBBL in die Regionalliga zurück.

Quelle: Ruppenthal

„Es gibt keine Alternative zu dem Lizenzantrag, den wir gestellt haben. Daher verzichten wir darauf, dass Schiedsgericht zu diesem Thema anzurufen“, teilte Starting-five-Geschäftsführer Marc Franz mit. Die GmbH wolle seriös wirtschaften und sich auf kein finanzielles Abenteuer einlassen, begründete der 35-Jährige den Beschluss der Starting five, die sich aus den Gesellschaftern Franz, Michael Hamel, Robert Stahr, Ulli Frank und einem Vertreter der BG 74 zusammensetzt. Die DBBL hatte der Starting five die Spielerlaubnis verweigert, da der Lizenzantrag „widersprüchlich“ sei.

Um den Erstliga-Basketball zu retten, habe die Starting five zahlreiche Sondierungsgespräche geführt. Eine kurzfristig gegründete Initiative zur Rettung der DBBL-Damen habe die ausdrückliche Unterstützung erhalten. Letztlich haben beide Seiten jedoch feststellen müssen, dass ein wirtschaftlich unbedenklicher Spielbetrieb in der 1. DBBL nicht möglich sei. „Um den Damenbasketball wieder auf gesunde Beine zu stellen, streben wir daher einen Neuanfang in der Regionalliga an“, so Franz. Der sichtlich enttäuschte Damen-Coach Vlastibor Klimes mochte keinen Kommentar abgeben. 

Trinos kürzt Sponsoring

Ein neues Konzept mit Schwerpunkt Jugendförderung soll die Zukunft des Göttinger Damenbasketballs sein. Was das Konzept vorsieht und welche Personen es umsetzen, konnte Franz jedoch noch nicht mitteilen. „Wir befinden uns ja erst am Anfang, und wir haben ja auch noch eine Menge Zeit“, meinte Franz. 

„Als bisheriger Namenssponsor“ bedauere Trinos die Entscheidung der DBBL, teilte das Unternehmen mit. Das dem Engagement zugrunde liegende Sponsoring-Konzept sei langfristig ausgelegt gewesen und galt für den Spielbetrieb in der 1. DBBL. „Wir wären gerne dabei geblieben“, unterstrich Trinos-Geschäftsführer Marcus Weinhagen. Mit dem Scheitern der Initiative zur Rettung des Bundesliga-Teams habe sich die Situation für das Unternehmen aber grundlegend geändert. „Unsere Strategie, den Namen Trinos langfristig überregional bekannter zu machen, kann somit nicht mehr erreicht werden“, heißt es weiter. Ein Namenssponsoring sei künftig sehr unwahrscheinlich. „Trinos hat sich zum Namenssponsoring entschlossen, weil das Produkt Basketball in Göttingen gut ist und ideal in unsere Marketingüberlegungen gepasst hat. Wir werden das Team auch weiterhin unterstützen. In welcher Form das sein wird, ist derzeit noch offen“, betonte Geschäftsführer Peter Spreitz.

Von Mark Bambey

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Im Interview erläutert Marc Franz, warum sich die Starting five GmbH entschieden hat, beim Schiedsgericht der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) keinen Einspruch gegen die Verweigerung der Erstligalizenz für Trinos Göttingen einzulegen und stattdessen die Damen in die 1. Regionalliga zurückzustufen. Mit dem Geschäftsführer des Bundesliga-Lizenzinhabers sprachen Mark Bambey und Michael Geisendorf.

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