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Klaproth siegt im Großen Preis

Großer Nürnberger-Preis von Holtensen Klaproth siegt im Großen Preis

Sie haben es spannend gemacht: 20 Reiter brauchte es, bis es den zweiten Nullfehlerritt im Großen Nürnberger-Preis von Holtensen beim 39. Turnier des Göttinger Pony-, Reit- und Fahrclubs (GPRFC) gab - und damit ein Stechen. Das entschied Dirk Klaproth, der als einziger den Stechparcours ohne Fehler absolvierte, für sich.

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20 Reiter brauchte es bis zum zweiten Nullfehlerritt

Quelle: Peter Heller

Holtensen. Jubelnd riss er den Arm in die Luft und lobte Pferd Vasko, das er gleich zwei mal durch den sehr anspruchsvollen Parcours gelenkt hatte. „Ich habe Vasko selbst ausgebildet, das ist sein erster S-Sieg“, freut Klaproth sich.

„Die Linie Oxer, Wassergraben, 1,45 Meter Steilsprung ist anspruchsvoll“, hatte Frank Drebing, Vorsitzender des GPRFC und Parcourschef, schon eine Schwierigkeit des Parcours vorausgesagt. Doch auch die dreifache Kombination bereitete vielen Reitern Probleme - so auch Niels von Hirschheydt, dem Vorjahressieger des Großen Preises von Holtensen. Doch ohne Erfolg blieb dieser trotzdem nicht: Er platzierte sich mit einem Hindernisfehler noch als Sechster. Außerdem gewann er bereits am Sonnabend die Zeitspringprüfung der Klasse M** in beiden Abteilungen.

Auch Till Möller vom GPRFC, der von Moderator Kaj Warnecke als „Krone der studentischen Reiterei“ angekündigt worden war - nahm er doch erst kürzlich bei den Weltmeisterschaften des Studentenreitens teil -, konnte sich in dieser Prüfung platzieren. Er erritt sich mit Pferd Gintana den siebten Platz. Ebenfalls erfolgreich vom gastgebenden Verein war Marielle Unterberg, die sich in drei Springprüfungen der Klasse A mit Pferd Zarino platzierte.

"Es lief einfach perfekt"

Drebing zeigte sich zufrieden nach drei erfolgreichen Turniertagen: „Es lief einfach perfekt“, sagt er. Bis auf ein paar kleine Schauer habe das Wetter gut mitgespielt und es seien viele Reiter an den Start gegangen. „Auch das S-Springen hat sich sehr gut etabliert“, sagt Drebing. 36 Reiter hatten die Prüfung genannt, 31 waren an der Start gegangen.

Teilnehmer aus fünf Bundesländern hatten beim Springturnier des 39. Holtenser Pferdefestivals ihre Pferde vorgestellt, darunter neben von Hirschheydt und Klaproth unter anderem auch Leonie Jonigkeit, die im Juli bei der U25-Serie beim CHIO in Aachen am Start war und in Holtensen ebenfalls verschiedene Platzierungen erritt. Als erfolgreiche Amazone zeichnete sich auch Laura Ahlborn aus: Sie gewann den Sonderehrenpreis für den erfolgreichsten Junior / Jungen Reiter des Turnier- und Ausbildungsstalles von Holger Wulschner.

Dass die Turniere so gut aufgenommen werden, wertet Drebing als großen Erfolg. Nächstes Jahr steht dann das 40-jährige Jubiläum des Pferdefestivals sowie das 50-jährige Jubiläum des Vereins an. „Wir modernisieren bis zum Jubiläum 2017 mit Hilfe unserer Mitglieder und Sponsoren Stück für Stück die komplette Reitanlage und auch das Turnier gewinnt immer mehr an Professionalität“, verspricht er für kommendes Jahr. Dann wohl auch wieder mit Klaproth, der sagt: „Nächstes Jahr komme ich auf jeden Fall wieder.“

Alle Ergebnisse gibt es hier.

Am nächsten Wochenende geht das Holtenser Pferdefestival weiter: mit dem Dressurturnier von Freitag, 26. August, bis Sonntag, 28. August.

Buntes Miteinander von Helfern und Zuschauern

Der letzte Reiter hat gerade den Parcours auf der Anlage des Göttinger Pony-, Reit- und Fahrclubs (GPRFC) absolviert – da ertönt plötzlich „Happy Birthday“ aus den Lautsprechern, die Parcourshelfer in ihren braunen Poloshirts drehen sich zum ClipMyHorse-Kamermann, klatschen und machen eine Laola-Welle für ihn. Doch nicht nur im Parcours – und nicht nur zu Geburtstagen – herrscht gute Laune bei den Helfern des Springturniers in Holtensen. Im Grillstand stehen die „Ponyclub Ultras“ – das steht zumindest in neongelber Schrift auf dem Rücken ihrer blauen Shirts. „Wir wurden schon häufiger darauf angesprochen“, erzählt Chris Siegmann, einer habe sie sogar fotografiert und das Foto auf Facebook hochgeladen. „Wir helfen jedes Jahr am Grill“, erzählt Leon Sohle, ebenfalls „Ponyclub Ultra“. Mit Würstchen, Pommes und Co. und einer Menge gute Laune versorgen sie die Besucher des Turniers. Die zeigen sich begeistert: „Das ist eins meiner Lieblingsturniere“, sagt Magdalena Mahrenholtz, die selbst erfolgreich in den Klassen A und L startete. Neben den guten sportlichen Bedingungen sei die Atmosphäre toll, die Meldestelle – ebenfalls besetzt mit Helfern – nett, das Essen gut. Auch Nicole Müller kommt jedes Jahr wieder gern zum Zuschauen: „Ich finde es schön, dass das hier kein kleines, regionales Turnier ist, sondern auch höhere Klassen vertreten sind“, sagt sie und verfolgt die Springen mit ihren Kindern von einer Bank neben dem Platz aus. Damit das alles reibungslos klappt, ist eine Menge Organisation erforderlich: „Wir hängen vor dem Turnier Helferlisten aus“, erzählt GPRFC-Mitglied Marielle Unterberg, die auf dem Turnier dann koordiniert, dass alle Stellen besetzt sind. „Und wenn irgendwer fehlt, springt immer jemand spontan ein“, sagt sie.

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