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Kleine Kinderspinnen lernen rückwärts laufen

„Fit wie ein Turnschuh“ Kleine Kinderspinnen lernen rückwärts laufen

„Fit wie ein Turnschuh“ sollen die Kinder sein, wenn es nach den Wunsch der Deutschen Turnerjugend geht. Auf dem Weg dahin begleitet sie im Eichsfeld der SV Rhumspringe, der in einer Nachmittagsveranstaltung den Nachwuchs mit einem sportlich abwechslungsreichen Programm begeisterte.

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Spaß auf dem Rollbrett: der sportbegeisterte Jonas Degener aus Rhumspringe stellte sich sehr geschickt auf dem schwer manövrierbaren Gefährt an.

Quelle: Mischke

30 Kinder, darunter Vorschüler sowie Erst- und Zweitklässler, sorgten für Leben in der Rhumspringer Schulturnhalle. Sie testeten an vielen Stationen ihre körperliche Fitness. Der Nachwuchs konnte sich aus unterschiedlichen Bereichen jeweils verschiedene Übungen aussuchen. 

Ausdauer, Geschicklichkeit, Körperspannung, Schnelligkeit sowie Bauch-, Rücken-, Bein- und Armmuskeln standen dabei im Mittelpunkt. 

Jannis Degener ist mit seinen fünf Jahren der jüngste Teilnehmer und einer der eifrigsten. Souverän bewegt er sich mit seiner Wettbewerbskarte, in der die unterschiedlichen Übungen, die er bereits absolviert hat, notiert werden, durch die Halle. „Eigentlich wollte ich diese Übung zweimal machen“, erklärt er und zeigt dabei auf das beliebte Mini-Trampolin. Doch die Schlange dahinter ist lang und soviel Geduld hat der junge Mann dann auch wieder nicht und wendet sich anderen Stationen zu. 

Abwechslungsreiches Angebot

Nicht jedes Kind ist mit so viel Begeisterung dabei, doch auf die Mütter ist als „Motivatoren“ Verlass. „Komm doch, Mama macht auch mit“, zieht in den meisten Fällen. Wobei der überwiegende Teil der Mädchen und Jungen überhaupt keine Unterstützung benötigt, denn sie kennen den Übungsbetrieb innerhalb des Vereins bereits gut. „Ich gehe zu den Stepkids, aber früher habe ich auch Leichtathletik gemacht“, plaudert die sechsjährige Vorschülerin Svenja Ehlert munter. 

Genau das ist es, was Initiatorin Reinhild Müller vom SV Rhumspringe und ihre Mitstreiterinnen erreichen wollen, nämlich dass Kinder aus einem reichhaltigen Sportangebot wählen können, um dann schließlich die Lieblingssportart herauszufinden. In Gundi Heinemann, der Gymnastik-Spartenleiterin des SV Rhumspringe, hat die engagierte Reinhild Müller eine treue Verbündete gefunden. „Reinhild spricht mich dann an, wenn sie solche Veranstaltungen plant, und ich mache dann immer gern mit“, scheut sich die Rhumspringerin nicht vor zusätzlichen Stunden in der Sporthalle. „Kindern den Sport mit Spaß nahezubringen, das empfinde ich als extrem wichtig. Und dabei ist es wichtig, dass es ein vielseitiges Angebot gibt“, so Heinemann.

Dies stellten die Eichsfelder zweifelsohne auf die Beine. Rückwärts wie eine Spinne laufen, Seilspringen, sich geschickt auf einem Rollbrett bewegen – nur ein kleiner Auszug aus dem umfangreichen, frei wählbaren Programm. 

Linus Fasshauer ist jedenfalls begeistert. Dem Sechsjährigen kann die Abfolge gar nicht schnell genug gehen. „Ich mache noch Leichtathletik“, erzählt er stolz, ist aber von dieser Art von Abwechslung sehr angetan. Schließlich hat auch er sein Pensum geschafft und tollt mit den anderen Kinder auf der großen Matte, die eigentlich zum Ausruhen gedacht war. Doch ein durchdringender Pfiff von Übungsleiterin Reinhild Müller stoppt die Tollerei. Schließlich geht es jetzt an die Urkundenverteilung und die anschließende Verlosung, in der kein Kind leer ausgeht. Und dafür bleibt man schon einmal zehn Minuten ruhig auf einem Fleck sitzen.

Von Vicki Schwarze

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