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Kosten explodieren: DOG sagt Rio-Fahrt ab

Erstmals seit Sydney 2000 Kosten explodieren: DOG sagt Rio-Fahrt ab

Eine lieb gewordene Tradition der DOG Bezirksgruppe Südniedersachsen findet im September 2016 ein jähes Ende. Erstmals seit den Olympischen Spielen 2000 in Sydney : DOG-Projektleiter Wolfgang Buss spricht von „nicht hinnehmbaren Kosten“.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. „Petra Reußner und ich müssen Euch mitteilen, dass wir uns heute entschieden haben, das Projekt Rio 2016, unsere traditionelle Olympiafahrt zu olympischen Sommerspielen, in dem vorgesehenen Rahmen aufzugeben. Die Anmeldequote ist vor allem wegen der zu hohen Kosten so gering, dass wir keine Möglichkeit sehen, diese Fahrt mit dem gewünschten Erfolg durchzuführen“, teilten Buss und DOG-Vorsitzende Petra Reußner ihren Mitgliedern jüngst mit.

Wie vor den vergangenen Olympischen Spielen sind Buss und Reußner wieder ein Jahr vor den Spielen vor Ort gewesen, um Hotels zu testen. Ihre Erkenntnisse waren „niederschmetternd“ so Buss: „Die derzeitigen Preissteigerungen für Hotelübernachtungen während der Spiele betragen das acht- bis zehnfache des Normalpreises. Ein Doppelzimmer kostet pro Person ab 450 US-Dollar. Wir mochten es kaum glauben, aber es ist die Realität.“

Kritische Worte richtet der pensionierte Sportwissenschaftler vor allem an das IOC. Er berichtet von einem „zentralen Zugriff des IOC“, der nicht nur die Organisation der sportlichen Veranstaltungen wie Preisgestaltung der Tickets oder die Versorgung in den Sportstätten ausschließlich über Business-Partner regele, sondern auch auf die für Olympiatouristen gleichermaßen notwendigen Unterkünfte. „Immer wieder hieß es: „blocked by the IOC“, betont Buss. So seien selbstorganisierte Unternehmungen wie die der DOG-Gruppe nach Sydney, Athen, Peking und London kaum noch möglich. „Jedenfalls nicht zu angemessenen Kosten“, sagt Buss und fügt an:“Hinzu kommt, dass sich dieser rigiden Vermarktungsstrategie des IOC auch noch die Fluggesellschaften anschließen und auch die Flüge entsprechenden Preissteigerungen unterliegen.“

Auch wenn die Olympia-Hoffnung der DOG-Gruppe für Rio 2016 gescheitert sind, wollen Buss und Reußner für Tokio 2020 einen neuen Anlauf wagen. „Wir können nur hoffen, dass diese allein von Profitinteressen bestimmte Kostenspirale für die Olympiafans in Zukunft wieder gestoppt wird und damit eine Reise zu den Spielen 2020 in Japan wieder möglich wird“, betonen beide unisono. Weil beide jedoch so beeindruckt von Rio waren, gibt es Bestrebungen, im Oktober 2016 eine nacholympische Tour in die Metropole am Zuckerhut zu organisieren.

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