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Kruse schießt ihr Team zum Titel

Törjägerinnen-Pokal Kruse schießt ihr Team zum Titel

 50 Tore in einer Saison. Das hat nicht einmal Gerd Müller geschafft. Zwar hat der auch in der Bundesliga und nicht in der Kreisliga gespielt, dennoch hat Swantje Kruse vom Kreisligisten TSV Groß Schneen mit ihren 50 Treffern in der vergangenen Saison eine nahezu einmalige Trefferquote aufgestellt.

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Traf 50-mal ins Schwarze: Swantje Kruse.

Quelle: Pförtner

Göttingen. 16 Tore Vorsprung hatte Kruse nach dem letzten Spieltag vor Miriam Wedemeyer vom FC Lindenberg/Adelebsen und sicherte sich damit den Tageblatt-Torjägerinnen-Pokal für die meisten Treffer im Fußballkreis Göttingen.

Franziska Huch vom TSV Nesselröden landete mit 27 Treffern auf dem dritten Platz.

Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass Kruse den Pokal gewonnen hat. In der Saison 2008/09 sicherte sie sich mit 34 Treffern schon einmal die Trophäe, musste sich die Auszeichnung damals aber mit Johanna Becker vom ESV Rot-Weiß teilen. „Ich finde, das ist schon eine große Anerkennung für meine Leistung“, freut sich die 22-Jährige, dass sie den Pokal diesmal für sich alleine beanspruchen kann.

Sie weiß auch schon einen besonderen Platz für ihn: „Der kommt ins Wohnzimmerregal neben den anderen. Wenn man reinkommt, kann man beide gleich sehen“, sagt sie strahlend.

Bereits in der Vorsaison war Kruse 25-mal erfolgreich. Dass sie ihre Ausbeute in diesem Jahr glatt verdoppeln könnte, damit habe sie überhaupt nicht gerechnet. Doch als sie in der Winterpause bereits 41 Treffer auf dem Konto hatte, zeichnete sich das Ausmaß der Trefferzahl der 1,59 Meter großen Stürmerin, die sieben ihrer 50 Tore per Kopf erzielt hat, bereits ab. „Die Rückrunde war nicht mehr ganz so gut.

Trotzdem habe ich gedacht, dass ich bei der Trefferzahl die fünf schon gerne vorne haben würde.“ Vor dem letzten Spiel der Saison hatte sie noch drei Tore Rückstand auf die runde Zahl. „Da dachte ich schon, die 50 kann ich abhaken. Aber als es dann doch noch geklappt hat, konnte ich es kaum fassen und dachte: Wow, 50 Tore“, sagt Kruse und lacht.

Die Frage danach, wie sie es denn immer wieder schaffe, die vielen Tore zu schießen, beantwortet sie so: „Ich habe einfach den Instinkt vor dem Tor. Ich stehe oft an der richtigen Stelle, und dann rutscht auch mal ein Ball rein, der normalerweise daneben geht.“ Bei den Ligakonkurrenten sei sie deshalb gefürchtet und werde häufig gedoppelt. Offensichtlich lässt sich die kleine Vollstreckerin aus Groß Schneen dadurch aber keineswegs aufhalten.

Trotz ihrer überragenden Leistung weiß die 22-jährige Kruse, bei wem sie sich zu bedanken hat. Sofort nach der Pokalübergabe ruft sie ihren Mitspielerinnen zu: „Hier, Mädels, der ist für euch.“ Ohne die Mannschaft wären ihr die vielen Treffer nicht gelungen, betont sie. Auch wenn der Pokal eigentlich eine Auszeichnung ausschließlich für sie ist, dürften sich auch ihre Mannschaftskameradinnen mit ihr freuen.

Schließlich hatte die Stürmerin mit knapp 40 Prozent aller Treffer des TSV maßgeblichen Anteil an der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga.

Seit 2005 spielt Kruse, die derzeit eine Ausbildung zur Erzieherin macht, für ihren Heimatverein. Die kommende Saison dürfte aufgrund des Aufstieges aber die bisher schwerste werden. „Das ist ein großer Schritt für uns“, weiß Kruse und fügt an: „Aber ich werde versuchen, das beste für meine Mannschaft zu geben und die Tore zu schießen. Aber das wird schwer.“

Sollte sich Swantje Kruse in der kommenden Saison aber nur annähernd so treffsicher zeigen wie in der abgelaufenen Spielzeit, dann sollte der TSV Groß Schneen das Saisonziel des Nichtabstiegs durchaus erreichen können.

lüc

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