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Kunstvolle Küren, Kopfarbeit und Kameradschaft

Rhythmische Sportgymnastik Kunstvolle Küren, Kopfarbeit und Kameradschaft

Kosakensprünge, doppelte Taucherdrehungen und Keulenwürfe bei gleichzeitigem Körperüberschlag: Diese und andere Übungen waren bei den Landesmeisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik, die vom TSV Obernjesa  ausgerichtet wurden, zu sehen.

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Ausdrucksstark: Charlotte Walther, die mit der Reifengruppe des TSV Obernjesa Bronze holte.

Quelle: CR

Etwa 100 Mädchen und junge Frauen im Alter von zehn bis 25 Jahren aus sieben Vereinen hatten sich in Ausscheidungsturnieren auf Bezirksebene für die Landestitelkämpfe qualifiziert. In drei Alterskategorien (10 bis 12, 13 bis 15, ab 16 Jahre) wetteiferten die jungen Sportlerinnen um einen Platz auf dem Siegertreppchen sowie die Teilnahme am Internationalen Deutschen Turnfest in Frankfurt. 

Geturnt wurde im Einzel oder in der fünfköpfigen Gruppe. Dabei wurden Küren mit Seil, Ball, Reifen, Keule oder ohne Handgerät vorgetragen, wobei die Dauer der Vorführung jeweils ein bis eineinhalb Minuten betrug. 

Jede Kür war bis ins letzte Detail ausgeklügelt. Die Mädchen gaben dem von der Oberkampfrichterin des Deutschen Turnerbundes, Birgit Beiße, geleiteten Schiedsgericht vorher einen genauen Ablauf, den sie hundertprozentig einhalten mussten, wollten sie keine Punktabzüge riskieren. In die Endbewertung (20 Punkte waren die Bestnote, im Durchschnitt wurden 15 bis 16 Punkte vergeben) flossen die Schwierigkeit der Kür sowie ihre technische und künstlerische Umsetzung ein. 

Jede Kür wurde von Musik begleitet, wobei die Mädchen in der Auswahl freie Hand hatten. Einzige Bedingung: kein Gesang, nur Instrumente. Zu hören waren gediegene Klassik, cooler Jazz, fetziger Rock und fröhlicher Pop. Verantwortlich dafür, dass mit der jeweiligen CD alles in Ordnung war, zeichnete nicht etwa Andreas Jühne, der das Abspielgerät bediente, sondern jede Teilnehmerin selbst. Ganz bitter erwischte es Laura Eggers vom gastgebenden TSV Obernjesa, deren CD bei ihrer Kür auf einmal hakte. Doch das Schiedsgericht zeigte sich gnädig, gestattete nach eingehender Beratung, dass Laura noch mal ran durfte. Diese turnte daraufhin eine der besten Küren des ganzen Tages.

Dörnenburg „sehr zufrieden“

Überhaupt boten die Turnerinnen des TSV starke Leistungen, wie Trainerin Ilonka Moschkau betonte: „Ich bin sehr zufrieden mit unserem Abschneiden.“ Da machte es auch nichts, dass Vanessa Becker beim Spagat den falschen Knoten in ihr Seil machte und – als sie durchspringen wollte – prompt hängen blieb. Die ehrgeizige 10-Jährige weinte anschließend ein bisschen, konnte jedoch wenig später schon wieder lachen, weil sie von den anderen TSV-Mädchen aufgemuntert wurde. „Bei uns herrscht eine tolle Kameradschaft“, unterstrich Spartenleiterin Marlene Dörnenburg. „Alle, ob groß oder klein, sind Teil des Teams.“ 

Ein einfacher Sport ist die rhythmische Sportgymnastik keineswegs. Sprungkraft, Dehnbarkeit, Koordination, aber auch Musikalität, Konzentration und Disziplin sind Voraussetzungen, will man eine gute Turnerin werden. Der Sport bringe die Mädchen auch im richtigen Leben weiter, bekräftigte Dörnenburg: „Die Mädchen entwickeln ihre eigene Choreografie und müssen ihre gesamte Kür im Kopf haben. Das heißt, sie müssen sich vieles einprägen und vor allem eine ganze Menge Denkarbeit leisten.“

Ein überragender Erfolg gelang dem TSV im Einzel der Freien Wettkampfklasse: Landesmeisterin wurde Franziska Hoffmann vor Luisa Dörnenburg, Daniela Jühne und Bettina Schrickel – ein Vierfacherfolg für den Gastgeber. Die Ballgruppe mit Luisa und Marlene Dörnenburg, Hoffmann, Jühne, Schrickel, Elena Kühnapfel und Ramona Pilz holte hinter Braunschweig Silber. In der Jugend-Wettkampfklasse reichte es für die Reifengruppe mit Anastasia Bossmann, Mara Hold, Melanie Kücking, Britta Lohmann, Nina Steinmetz und Charlotte Walther zu Bronze. Ebenfalls Dritte wurde in der Schüler-Wettkampfklasse die Keulengruppe des TSV mit Wiebke Faust, Elisa Henze, Leonie Kulle, Katharina Schwenk, Marie Walther und Elena Wegener.

Hauke Rudolph

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