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Langzeitarbeitslose im Verein qualifizieren

Projekt „Sport verein(t)“ unter der Federführung des SSB Göttingen gestartet Langzeitarbeitslose im Verein qualifizieren

Langzeitarbeitslosen eine gesellschaftliche Teilnahme zu ermöglichen und sie durch eine Vereinsmitgliedschaft für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren: Das sind die Ziele des Projekts „Sport verein(t)“. Sieben Jobcenter sowie acht Kreis- und Stadt-Sportbünde und der Landessportbund kooperieren beim auf drei Jahre ausgerichteten Projekt.

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Kooperationspartner des Projekts Sport verein(t) im Haus des Sports.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Träger des ambitionierten Projekts mit einem Gesamt-Budget von mehr als 300 000 Euro ist der SSB Göttingen, der sich mit einem Eigenanteil von etwa 30 000 Euro beteiligt. Das durch den Landessportbund Niedersachsen (184 800 Euro), die „Lotto Sport Stiftung“ (15 000) und den Jobcentern (84 000) geförderte Modellprojekt richtet sich an Langzeitarbeitslose im Alter von 20 bis über 60 Jahren.

„Arbeitslose können aus einem Angebot von mehr als 120 Vereinen und 600 Sportangeboten wählen. Wir hoffen aber darauf, die Zahlen in den beiden Folgejahren auf mehr als 200 Klubs und 1000 Sportangebote zu erhöhen. Für die teilnehmenden Klubs bietet sich die Chance, neue Mitglieder zu gewinnen. Wir hoffen, in den nächsten drei Jahren 1500 Langzeitarbeitslose in die Vereine zu vermitteln“, sagte SSB-Sportlehrer Hans-Jürgen Mack. Die Handhabe ist einfach. Von ihren Jobcentern können Langzeitarbeitslose - also Menschen die seit mehr als einem Jahr Arbeit suchen - einen Gutschein erhalten, der über ein Jahr die kostenlose Teilnahme am Sportangebot eines Vereins garantiert.

Entstanden ist das Projekt aus dem Projekt 50 plus, das 2014/15 die Pilotphase bildete und Teil des Bundesprogramms „Perspektive 50 plus“ war. „Wir haben einen Partner gesucht, der uns Sport vermitteln konnte. Zu erst dachten wir an den ASC 46, doch die Zusammenarbeit mit dem SSB erschien uns sinnvoller“, sagt Peter Niebuer vom Jobcenter Göttingen. Im Anschluss seien 450 Langzeitarbeitslose angeschrieben worden, wovon letztlich 50 an Vereinsangeboten teilnahmen. „Das ist eine beachtliche Quote. Wir haben dann überlegt, wie wir das Projekt fortführen können, denn es ist sehr sinnvoll“, so Niebuer weiter.

Der SSB hatte mit einer ähnlichen Aktion bereits gute Erfahrungen gesammelt: Sportgutscheine für Grundschüler. „Wir konnten viele Arbeitsweisen, wie zum Beispiel die Vereinsabfrage übernehmen“, sagt SSB-Sportlehrer Klaus Brüggemeyer. Später sei der LSB als großer Partner ausfindig gemacht worden. „Das Projekt passt sehr gut zu unserem Anspruch, Sport für alle Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen“, begründete LSB-Mitarbeiter Roy Gündel, warum der Landessportbund das Projekt maßgeblich fördert.

Beteiligt sind die Job-Center Peine, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Northeim, Göttingen und Osterode sowie die Kreissportbünde Göttingen-Osterode, Northeim-Einbeck, Hameln Pyrmont, Holzminden, Hildesheim, Peine und der SSB Göttingen. bam

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