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Lea Hinz hat drei Tage lang Heimspiel in der Lokhalle

Feuerwerk der Turnkunst Lea Hinz hat drei Tage lang Heimspiel in der Lokhalle

„Ich muss tatsächlich morgens überlegen, in welcher Stadt ich im Hotelbett liege.“ Lea Hinz ist im Tournee-Trott. Die Göttingerin gehört zum Ensemble der „Imagine“-Tour beim Feuerwerk der Turnkunst. Von Dienstag bis Donnerstag gibt es jeweils um 19 Uhr in der Lokhalle eine Vorstellung, bei der die 26-Jährige am Luftring turnt.

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Feuerwerk der Turnkunst in Göttingen

Quelle: Pförtner

Göttingen. Nach dem Abitur wollte sich die Sportgymnastin ein Jahr auf der Showbühne ausprobieren, ehe das Medizinstudium beginnen sollte. Daraus ist nichts geworden.

Lea Hinz ist der Show treu geblieben, hat die großen Bühnen erobert – die ganz großen. „Es ist besser gelaufen, als ich gedacht habe. Und es ist immer aufregender geworden.“ Vor zwei Jahren ging es nach nationalen Engagements zunächst für ein halbes Jahr nach New York.

Erst im Dezember hat die Weenderin ihre Zelte nach eineinhalb Jahren in Las Vegas abgebrochen, hat ihren Vertrag für die Absinthe-Show im Ceasars Palace nicht verlängert. „Da hatte ich zehn Auftritte wöchentlich. Jetzt soll etwas anderes kommen.“

Und das, obwohl die Luftring-Nummer doch eine Spezialität und „gerade die gefragteste Nummer der Welt auf diesem Gebiet ist“. Darauf ist die Artistin mit Abitur-Durchschnitt 0,8 und einer Wohnung in Berlin stolz: „Ein tolles Gefühl.“

Über das schon vor einigen Jahren von den Machern des Feuerwerk der Turnkunst unterbreitete Angebot, mit einer Solonummer aufzutreten, habe sie sich gefreut und „keine Sekunde überlegt“ zuzusagen.  Für die ehemalige Deutschland-Cup-Siegerin ist es bereits die fünfte Tournee-Teilnahme, viermal war sie Mitglied der NTB-Showgruppe, hatte auch schon Soloauftritte.

„Ich bin wieder sehr herzlich aufgenommen worden, die Atmosphäre ist noch immer sehr familiär“, berichtet sie von ihren Eindrücken. Das Catering sei klasse, die Hotels sehr gut. Auch in Göttingen schläft sie im Hotel. „Sonst wird man so aus der Tour-Blase herausgerissen.“ Nach Hause, wo sie Heiligabend zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder gewesen ist, will sie nur kurz fahren. „Ich muss ein wenig umpacken. Einige Kisten haben länger durch den Zoll gebraucht, sie sind jetzt angekommen.“

Die Lokhalle ist inzwischen die kleinste Halle auf der Tournee. „Früher kam sie mir riesig vor. Aber die Atmosphäre ist noch immer schön“, sagt Hinz. Sie wird eine speziell für die Imagine-Show entwickelte Luftring-Nummer präsentieren – zusammen mit der Band „Foxos“ aus Hannover. Deren Song „Mirror“, der live gesungen wird, wurde ein wenig umgeschrieben, damit er zu der sportlichen Choreografie passt.

„Die Band und ich hatten immer über Facetime Kontakt. Am 23. Dezember bin ich gelandet, mit dem Zug direkt zu den Proben gefahren. Es wird zwischen dem Sänger und mir eine Geschichte gesponnen, dabei geht es um einen nächtlichen Traum. Die vier Jungs von der Band sind super.“

Nach dem Ende der Tournee ist das nächste Projekt eine Co-Regie. Außerdem verhandelt Hinz noch über die Teilnahme an einer großen Show. „Ich bin mein eigener Manager. In der nächsten Zeit möchte ich viel Neues ausprobieren, mein Business weiterentwickeln.“ Wie lange sie noch auf der Bühne stehen wird, weiß sie nicht. Klar ist für sie aber: „Ich möchte auf der Bühne nicht alt werden.“

Bis zur Tour-Halbzeit hat Hinz in vielen Hallen schon Bekannte getroffen. Damit rechnet sie auch in Göttingen. Ihre Eltern werden dort sein, viele Freunde auch. „Es ist aber gerade wunderschön mit meiner neuen Show-Familie.“ Da stören auch wenig Schlaf und nächtliche Telefonate mit Freunden in Übersee nicht. Sie wollen alle wissen, wie es für Hinz läuft.

Kontakt zu ihrem Heimatverein TSV Groß Schneen hat die ehemalige Sportgymnastin, die sich im Alter von 23 Jahren in Jörg Pilawas ZDF-Show „Deutschlands Superhirn“ den Titel holte und dafür 25000 Euro Prämie erhielt, nicht mehr. „Einige Jahre habe ich mir mit meiner ehemaligen Trainerin Ilonka Moschkau noch Briefe geschrieben.

Durch das ständige Umziehen ist das dann eingeschlafen.“ Im Publikum werden aber bestimmt ehemalige Vereinskolleginnen sitzen, die mit der Sportgymnastin Erinnerungen an Bezirksmeisterschaften und Turnshows in Groß Schneen teilen.

Wenige Restkarten in verschiedenen Kategorien gibt es noch für alle drei Göttinger Veranstaltungstage (12., 13., 14. Januar, 19 Uhr) beim Tageblatt-Ticketservice in den Geschäftsstellen Göttingen, Weender Straße 44, und Duderstadt, Auf der Spiegelbrücke 11. Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr am Veranstaltungstag.

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