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Lehren aus verkorkster Saison ziehen

Handball-Oberliga Lehren aus verkorkster Saison ziehen

30 Spiele, 16 Siege, vier Unentschieden, zehn Niederlagen und somit 36:24 Punkte bei einem Torverhältnis von 958:899: So liest sich die ernüchternde Bilanz der HG Rosdorf-Grone, die die Handball-Oberliga-Saison mit dem enttäuschenden siebten Platz abschloss. Das Experiment mit dem vorzeitig entlassenen ehemaligen Bundesliga-Trainer Jürgen Kloth war damit grandios gescheitert. Die letzten drei Spieltage hatte Marcus Wuttke als Spielertrainer geleitet.

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Bester HG-Schütze in der Saison 2008/09: Christian Brand (l.).

Quelle: SPF

„Die eingeschränkte Kommunikation zwischen Vorstand, wirtschaftlichem Träger, Sportlichem Leiter und dem Trainer trug zu einer geringen Akzeptanz von Jürgen Kloth gerade im Umfeld der HG Rosdorf-Grone bei“, begründete die HG die Trennung. Vor allem Hinweise aus der Mannschaft hinsichtlich der weiteren Zusammenarbeit hätten den Schritt erforderlich gemacht, da der Verlust einiger Leistungsträger für die kommende Spielzeit gedroht hätte. Fest steht, dass Torwart Sascha Kurzrock nach sechs Jahren den Klub verlässt und zum Landesligisten Eschweger TSV wechselt. 

„Wir hatten uns im vergangenen Sommer mit viel Optimismus auf den Kampf um die Meisterschaft vorbereitet, dieses Ziel dann aber leider sehr schnell aus den Augen verloren“, blickt Teamsprecher Jonas Norpoth auf die schlechteste Serie seit sechs Jahren zurück. Verletzungsprobleme, unter anderem von Torjäger Markus Scheurer und Sebastian Frank, oder Abgänge während der Saison (Lück, Sievers, Wengler) zählten nicht als Ausreden, „da wir schon in der ersten Hälfte viel zu viele Punkte abgegeben hatten,“ so Norpoth. 

Von einer „unrühmlichen Saison“ sprach HG-Vorsitzender Jürgen Weißke: „Ob man am Schluss Dritter oder Siebter ist, ist nebensächlich. Ärgerlich ist nur, dass die Mannschaft am Anfang der Saison stärker war als letztes Jahr, und da sind wir immerhin Zweiter geworden“.  

Aufgestiegen in die Regionalliga ist Meister HF Springe. Als Aufsteiger aus der Verbandsliga stehen die SG Zweidorf-Bortfeld und der SV Aue Liebenau fest. Aus der Regionalliga kommt die SG Hameln, die am 17. Oktober bei der HG gastiert. Der Punktspielstart in die Saison 2009/10 unter der Regie des neuen Trainers Mirco Jaissle ist am 22. August zu Hause gegen Eintracht Celle geplant. Die HG trägt  ihre Heimspiele in der Rosdorfer Halle am Siedlungsweg künftig um 18 Uhr (bisher 16.30 Uhr) aus. 

„Glauben nicht verloren“

Mit 1067 Tore stellte Springe den besten Angriff, und mit nur 854 Gegentreffern auch die stärkste Abwehr. Den mit Abstand schwächsten Angriff hatte der MTV Eyendorf  (786). Die meisten Tore kassierte Schlusslicht und Absteiger TSG Emmerthal (1131). Torschützenkönig der Oberliga Niedersachsen wurde Peter Gerfen (318/82) von der TSG Emmerthal. Bester Werfer der HG Rosdorf-Grone war erneut Christian Brand (245/20)  vor Scheurer (150/18) und Frederik Brandes (147/38). Als Zugänge stehen bisher Rechtsaußen Daniel Lieberknecht vom Regionalligisten TG Münden sowie die Rückkehrer Mousbah Salam und Hamoudi Salam von der HSG Plesse-Hardenberg fest. 

„Trotz des verkorksten Jahres haben wir den Glauben an die eigenen Qualitäten nicht verloren und werden kommende Saison einen neuen Anlauf starten“, hofft Teamsprecher Jonas Norpoth. Was HG-Vorsitzender Jürgen Weißke auf seine Weise zum Ausdruck bringt: „Wir  schauen nun nach vorn und wollen es in der nächsten Saison besser machen.“ 

Dem schließt sich auch Lars Rindlisbacher an, der neben der sportlichen Leitung auch die Oberliga-Frauen und das Männer-Landesligateam der HG trainiert: „Am Ende haben die Euphorie und die vielen Ideen nicht das gehalten, was wir uns versprochen hatten. Wir haben viel Kredit und Identifikation bei den Fans verloren. Ich habe in der abgelaufenen Saison viel gelernt. Zum Beispiel, dass ich als Sportlicher Leiter nicht zu viel vorraussetzen darf, sondern immer wieder Dinge einfordern muss, sowohl bei den Entscheidungsträgern als auch bei den sportlich Handelnden wie Trainer und Spieler.“

Von Ferdinand Jacksch

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