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Lehrgeld zu zahlen, ist eingeplant

Volleyball Lehrgeld zu zahlen, ist eingeplant

Um Spielpraxis gegen starke Gegner zu sammeln, kämpfen die Jugendauswahlteams des Niedersächsischen Volleyball-Verbandes in der Regionalliga der Damen und Herren um Punkte. Ein Blick aus die Tabellen zeigt jedoch, dass die NVV-Teams hoffnungslos über fordert sind.Ohne Punktgewinn stehen die Kadermannschaften an letzter Stelle – beide Teams schafften gerade mal einen Satzgewinn. Bei den Damen musste der letzte Spieltag sogar wegen Spielermangels abgesagt werden.

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Nicht immer auf der Höhe: Die Jugendauswahlteams des NVV haben es in der Regionalliga schwer.

Quelle: Theodoro da Silva

Warum mutet der NVV seinen größten Talenten die frustrierende Erfahrung einer sieglosen Saison zu? Hintergrund ist der alljährlich ausgespielte Bundespokal des Deutschen Volleyballverbandes (DVV). Jahrelang dümpelte Niedersachsen da in der Bedeutungslosigkeit, doch in den letzten beiden Jahren feierte der NVV große Erfolge. Die Herren sind Titelverteidiger, bei den Damen reichte es im Ländervergleich zur Vizemeisterschaft. Und für erfolgreiche Jugendarbeit gibt es Förderprämien vom DVV.

„In diesem Jahr haben wir uns etwas blenden lassen. Hätten wir unsere Spieler immer komplett am Spieltag zusammenbekommen, dann wäre auch mal ein Sieg möglich gewesen. Doch die Jugendlichen dürfen außer im NVV-Kader noch in ihrem Heimatverein tätig sein. Da zollen sie der großen Terminflut manchmal Tribut und können nicht jedes Spiel wahrnehmen“, erklärt NVV-Kadertrainer Matthias Polkähn, der neben dem Regionalligateam der VSG Göttingen auch die in dieser Klasse antretende NVV-Auswahl der Jahrgänge 1993/94 betreut.
In der Oberliga gewonnen

„Andererseits“, so Polkähn weiter, „hatten wir das NVV-Jungenteam letzte Saison in der Oberliga gemeldet, und da hat es in der Rückrunde fast alle Spiele gewonnen, daher war es logisch, sie in diesem Jahr eine Liga höher starten zu lassen.“ Mit Jahrgang 1993/94 bei den Herren und 1994/95 bei den Damen sei es klar, dass man gegen gestandene ehemalige Erst- und Zweitligaspieler in der Regionalliga anfangs Lehrgeld zahle. „Aber das sind die Ligen, in die die Youngster wollen.“ Die Regionalliga diene vielen nur als Durchgangsstation, und sie sollten so früh wie möglich an dieses Niveau herangeführt werden. „Die Einschätzung, für welche Liga sie gemeldet werden, fällt immer im Sommer, es ist nicht einfach einzuschätzen, wie stark die quer durch Niedersachsen verteilten Jugendlichen als Team wirklich sein werden.“

Mit dem Start der NVV-Teams im Erwachsenenbereich kopiert der niedersächsische Verband ein System, das sich auch höherklassig bewährt hat. Denn wenn es das Niveau der Jahrgänge zulässt, darf das Volleyball-Internat Frankfurt in der zweiten Bundesliga mitspielen. Das Volleyball-Internat Berlin ist sogar in unregelmäßigen Abständen in der 1. Bundesliga vertreten. Aus dem Göttinger Raum kamen in den vergangenen Jahren Annabelle Arlt, Daniela und Tanja Hülsebusch für den NVV zum Einsatz, was für die gute Jugendarbeit ihres Heimatvereins SG Münden spricht. Da haben die Göttinger Vereine noch Nachholbedarf.

pk

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