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Göttingen bangt um Neele Eckhardt

Leichtathletik-WM Göttingen bangt um Neele Eckhardt

Wird es doch nichts mit dem Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London? Dreispringerin Neele Eckhardt musste gestern mit Kreislaufproblemen passen. „Ich werde morgen früh zusammen mit den Ärzten entscheiden, ob ich starte“, sagte sie gestern dem Tageblatt. Eigentlich will die Göttingerin heute um 11 Uhr (ARD) im Olympiastadion starten. Und natürlich hoffte sie das auch gestern.

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Neele Eckhardt in Aktion.

Quelle: Heller

London. Am Freitagabend begann die WM mit Eröffnungsfeier, dem ersten Auftritt von Supersprinter Usain Bolt im Vorlauf und dem 10 000-Meterlauf mit Groß Britanniens Laufheld Mo Farah. Doch auch wenn die Jurastudentin gestern Abend fit gewesen wäre, hätte sie zumindest den WM-Auftakt ausgelassen. „Ich mache lieber einen guten Wettkampf“, sagte sie kürzlich dem Tageblatt. Und da das frühe Aufstehen „nicht so mein Ding ist“, wie die 25-Jährige gesteht, geht es lieber früher ins Bett. Fitschlafen für den WM-Start ist das Motto. Damit es dann hoffentlich heute heißt: „Atmosphäre genießen“, wie Eckhardt sich vorgenommen hat - und möglichst weit springen.

Mit 14,35 Metern bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften in Göttingen hatte sich Eckhardt fast schon ein bisschen überraschend für London qualifiziert. Denn der Fokus lag im nach olympischen Jahr mehr auf dem Juras tudium. Nur rund vier Einheiten absolvierte die Ostercappelnerin pro Woche. „Das ist eigentlich erschreckend wenig“, sagte sie. Doch vielleicht ist weniger ja manchmal mehr. Durch die Weite erhielt sie auch die Zusage für die Sportfördergruppe der Bundeswehr. Jetzt könne sie endlich finanziell abgesichert ihren Sport betreiben.

Doch bevor der Fokus mit neuer Unterstützung voll auf die Qualifikation für die EM 2018 in Berlin geht, will Eckhardt, die ohne Freund und Familie in London ist, „weil das so kurzfristig nicht möglich war“, heute zusammen mit der Chemnitzerin Kristin Gierisch an den Start gehen. Eckhardts Ziel - wenn sie fit ist: 14 Meter springen und unter die Top acht kommen. „Das wäre phänomenal. Dann wäre ich zwei Tage später am Abend im Finale.“ Und wer weiß, was dann noch möglich ist. Beim Diamond League Meeting in Monaco Mitte Juli hätten ihre 14,35 Meter zu Platz vier gereicht. 14,54 Meter zu Platz drei. Caterine Ibarguen aus Kolumbien, die 14,86 Meter sprang, und Yulimar Rojas aus Venezuela (14,83 Meter) springen da noch in einer ganz anderen Liga.

Aber von einer WM-Medaille träumt die Göttingerin ohnehin noch nicht. Gestern hieß es für Eckhardt erst einmal: Schnell fit werden, damit der Traum vom WM-Start nicht schon vor dem ersten Sprung ausgeträumt ist. Eckhardt: „Meine Eindrücke ansonsten waren sehr gut. Die Vorfreude ist groß. Schade, dass es bislang so gelaufen ist.“

Von Kathrin Lienig und Manuel Becker

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