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Limit erreicht: Meldestopp für Jedermann-Rennen

Radsport Limit erreicht: Meldestopp für Jedermann-Rennen

Die fünfte Auflage der Tour d’Energie von den Terrassen sprengt alle Rekorde. Schon eineinhalb Wochen vor dem Start des Jedermann-Radrennens am Sonntag, 26. April, musste Ausrichter Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GoeSF) einen Meldestopp verfügen, weil das Limit von 2200 Teilnehmern erreicht ist. Im vorigen Jahr gingen 1904 Aktive an den Start.

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Strapazen am Berg: Auch in diesm Jahr müssen die Tour-Teilnehmer den Anstieg in Meensen meistern.

Quelle: Pförtner

„Wir können wirklich niemanden mehr annehmen“, bedauerte GoeSF-Geschäftsführer Alexander Frey auf der gestrigen Pressekonferenz in den Räumen von Tour-Sponsor Stadtwerke Göttingen. 2200 Teilnehmer seien die Obergrenze. Bei einer weiteren Vergrößerung des Feldes sei ein ordnungsgemäßer und für die Aktiven gefahrfreier Ablauf beim größten niedersächsischen und fünftgrößten deutschen Rennen nicht mehr zu gewährleisten, begründete er den Meldestopp.

Dennoch gebe es Radsportenthusiasten, die mit allen Mitteln versuchten, doch noch einen Platz zu ergattern, berichtete Projektleiter Maximilian Schrödl. „Einige haben sogar versucht, mich zu bestechen, um auf die Liste zu kommen“, schmunzelt der GoeSF-Praktikant. Schrödl wartete mit beeindruckenden Zahlen auf. 1991 Männer und 209 Frauen wollen sich beim Start am 26. April um 10.45 Uhr auf den Zietenterrassen in den Sattel schwingen. Die große Mehrheit, 1700, traut sich die Strapazen der langen Strecke über 82 Kilometer zu. 500 begnügen sich mit dem „Ausflug“ über 46 Kilometer. 1194 Fahrer sind in Mannschaften integriert, darunter sind sechs Schulteams mit über 100 Aktiven. 

Mehr als 1000 Starter kommen aus dem Großraum Göttingen-Northeim, der Rest aus ganz Deutschland – die meisten davon neben Niedersachsen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und dem Ruhrgebiet. Das große überregionale Interesse führt Schrödl auch darauf zurück, dass die Tour d’Energie eines von neun Wertungsrennen des German Cycling Cup ist, dessen Auftakt am 13. April das „Rennen rund um Köln“ war.

Eon-Chef Wilckens radelt mit

Einer der prominentesten  unter den Göttinger Tour-Novizen dürfte Henrich Wilckens, Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns Eon Mitte, sein, dessen Unternehmen die Mammutveranstaltung neben der Sparkasse und den Stadtwerken Göttingen als Sponsor präsentiert und finanziert. „Als ich im vergangenen Jahr 200 Kilometer eines Benefizrennens von Gießen nach Hamburg mitgefahren bin, habe ich gemerkt, wieviel Spaß mir das macht. Deshalb habe ich mit dem Northeimer Landrat Michael Wickmann abgesprochen, dass wir beide diesmal bei der Tour d’Energie über die 46 Kilometer starten wollen. Am Wochenende bin ich schon mal in Kassel zum Herkules hochgefahren, um zu trainieren. Das ist ganz schön in die Knochen gegangen – aber das war ja auch nur Steigung“, erzählt der 61-jährige Eon-Chef, um augenzwinkernd hinzuzufügen: „Wenn jemand am 26. April Oberbürgermeister Wolfgang Meyer auf der Strecke trifft, sollte er nicht vergessen, ihm zum Geburtstag zu gratulieren.“

Ernstere Töne schlug Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, an: „In den Zeiten der Wirtschaftskrise  ist es keineswegs selbstverständlich – und zum Beispiel den von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitern schwer zu vermitteln –, dass Unternehmen weiter ins Sportsponsoring investieren. Wenn nur einer der drei Sponsoren ausgestiegen wäre, hätte diese Veranstaltung nicht realisiert werden können“, stellte er unmissverständlich fest.

Wie wichtig Großveranstaltungen wie die Tour d’Energie, aber auch Mission Olympic oder Gö-Challenge für Stadt und Region sind, unterstrich Alexander Frey. „Unser erstes Ziel ist, Göttingen in Bewegung zu bringen, das zweite, Werbung für die Region zu machen, und das dritte, dem sportbegeisterten Göttinger Publikum ein Event zu bieten“, zählt der GoeSF-Geschäftsführer auf.

                                                                                                                                    Von Michael Geisendorf

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