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Manuel Telle träumt noch vom Zweitliga-Aufstieg

Handball Manuel Telle träumt noch vom Zweitliga-Aufstieg

„Der Aufstieg war ein Traum.“ Manuel Telle denkt noch immer gern daran zurück, wie er 1995 mit dem TV Jahn Duderstadt der Sprung in die 2. Handball-Bundesliga schaffte. 14 Jahre später spielt für den früheren Abwehrspezialisten Sport keine große Rolle mehr. Familie und Beruf besitzen Vorrang, verrät der mittlerweile 35-Jährige in der heutigen Folge unserer Serie „Was ist aus ihnen geworden?“

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Duderstädter Deckungsspezialist: Manuel Telle (rechts) versucht im Zweitliga-Derby gegen Göttingen 05, seinen Gegenspieler Carsten Lembke doch noch am Torwurf zu hindern.

Quelle: Holzigel

Fünf Jahre lang trug Telle das Jahn-Trikot und feierte den größten Erfolg in der Duderstädter Vereinsgeschichte als Aktiver mit. Als zweitschönsten Moment in seiner Zeit beim TV Jahn nennt er den unerwarteten Auswärtssieg des damaligen Aufsteigers in der ersten Zweitliga-Saison beim Titelfavoriten HC Empor Rostock. Die Derbysiege über Göttingen 05 und der Höhenflug bis kurz vor die Tür der 1. Liga hat Telle auch noch in bester Erinnerung, ebenso einen überraschenden Pokalsieg gegen den VfL Bad Schwartau. Und er schwärmt nach wie vor davon, dass er nach dem eigentlichen Karriereende noch einmal aus Aushilfe für den verletzten Mittelmann Ralf Böhme reaktiviert wurde und mit mehreren Torerfolgen zum 43:17-Kantersieg über den TV Emsdetten beitrug: „Das war ein geiles Spiel.“

Nachdem er den TV Jahn endgültig verlassen hatte, wechselte Telle auf den grünen Rasen: Zwar spielte er beim HC 99 Göttingen auch noch gelegentlich Handball, jagte sonntags aber nun für Tuspo Petershütte und – danach – TSV Seulingen dem Fußball nach. Nach dem beruflich bedingten Umzug nach Köln nahm der Diplom-Kaufmann den Ball noch einmal in die Hand und kämpfte für die Cologne Kangaroos um Punkte. Inzwischen ist Telle wieder beim Fußball angekommen, allerdings nur noch als Freizeitbeschäftigung in einer „Betriebssportgemeinschaft“. Einerseits lässt der Beruf als kaufmännischer Leiter eines deutschen Geschäftsbereiches des Tyco-Konzerns ihm keine weitere Freiräume mehr, andererseits fordert auch die Familie ihre Zeit: Telle hat Sohn (4) und Tochter (6). 

Zur Hochzeit eingeladen

Unter diesen Vorzeichen bleibt ihm – „leider“ – auch kaum Gelegenheit, um seine alten Duderstädter Verbindungen zu pflegen. Mit dem jetzigen Jahn-Teammanager Björn Breckerbohm steht Telle noch in Kontakt, war auch bei dessen Hochzeit. Seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Ronny Krüger, der jetzt bei der HSG Augustdorf/ Hövelhof das Tor hütet, hat Telle einmal beim Besuch eines Handballspiels in Leverkusen getroffen, und die beiden telefonieren auch noch ab und zu miteinander.

Keine Endspielkarte ergattert

Als bekennender Passivsportler verfolgte Telle aufmerksam die Handball-Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland, bedauert aber, dass er damals – „Und das als Kölner!“ – keine Eintrittskarte für das Endspiel Deutschland gegen Polen in Köln ergattern konnte. Seitdem beobachtet Telle aber sowohl den Werdegang des ungarischen Nationalspielers Tamas Mocsai (früher TV Jahn) in der 1. Bundesliga als auch die Laufbahn des Ex-Duderstädters Tomasz Tluczynski, der seinerzeit mit Polen Vizeweltmeister wurde, mit wachsendem Interesse. 

Auch wenn die Begeisterung in der ausverkauften Köln-Arena im Januar 2007 kaum zu übertreffen war, erinnert sich Telle unverändert gern an die Atmosphäre in der Schulturnhalle „Auf der Klappe“ in Duderstadt. Telle: „Ich hoffe für die beim TV Jahn und in seinem Umfeld, dass das gute Miteinander weiterhin Grundlage für den Verein bleibt. Es hat ihn immer ausgezeichnet und meine Zeit dort sehr schön gemacht.“

                                                                                                                     Von Michael Bohl

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