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Manuel und André Kopp bei WM in Asien

Radball-Ersatzteam aus Obernfeld Manuel und André Kopp bei WM in Asien

Um 5.45 Uhr morgens hatten Manuel und André Kopp vom RV Stahlross Obernfeld nach rund 25-stündiger Reise wieder deutschen Boden unter den Füßen. Die Eichsfelder, die am Dienstag in Frankfurt landeten, waren als deutsches Ersatzteam bei der Radball-WM in Malaysia mit dabei.

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Die Obernfelder André (l.) und Manuel Kopp (Mitte) schultern die Akteure bei der Siegerehrung der Radball-WM in Malaysia.

Quelle: Thome

Johor Bahru/Obernfeld. In Johor Bahru kamen die Kopps zwar nicht zum Einsatz, hatten aber dennoch alle Hände voll zu tun. So gut es ging, unterstützten sie Jens Krichbaum und Roman Müller (SV Eberstadt), die für Deutschland um den Titel kämpften. Neben Trainingsmatches und dem Aufwärmen gehörten auch eher „einfache Sachen“ zu den Aufgaben der Cousins, wie Teamsprecher Manuel Kopp schmunzelnd verriet: „Man ist quasi Mädchen für alles, tauscht mal eine kaputte Speiche aus oder holt Wasser.“ Erfrischungen waren in der asiatischen Hafenstadt bei mehr als 30 Grad Außentemperatur und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit jedoch auch bitter nötig. „Die klimatischen Verhältnisse waren schon extrem“, berichtete er.

 
Mit einer Medaille wurde es für die Deutschen nichts. Der knappen 1:2-Halbfinalniederlage gegen die Schweiz folgte in der Partie um Rang drei ein überraschendes 2:3 nach Verlängerung gegen Frankreich, die damit ihre erste WM-Medaille seit 1964 holten.  Weltmeister wurde Österreich nach einem 5:4-Finalsieg. Etwas mehr, gab Manuel Kopp zu, hatten sich Kriechbaum und Müller vorgenommen, aber die Anspannung sei nicht nur bei den Deutschen spürbar größer gewesen als sonst. Dass es für die Kopps, die bereits zum vierten Mal beim weltweiten Elitetreffen als Ersatzspieler mit dabei waren, nicht zu einem Einsatz reichte, war keine Überraschung und deshalb auch keine Enttäuschung. „Wir haben uns nie die Frage gestellt, wie wir wohl abgeschnitten hätten“, beteuerte Manuel Kopp, der das Turnier in Malaysia als „außergewöhnliches Erlebnis“ charaktersiert. Leider hielt sich das Zuschauerinteresse doch in in sehr überschaubaren Grenzen. Lediglich rund 350 Besucher pro Tag verfolgten die Partien. „Für eine WM war das eine etwas komische Kulisse“, gestand Kopp. Zum Vergleich: In Stuttgart strömten 2010 an den drei Turniertagen insgesamt 18000 Zuschauer in die Halle. Beim Abschluss-Bankett mussten die Spieler auf Alkohol verzichten, gefeiert wurde trotzdem ordentlich, denn „eine WM ist immer ein Highlight, auch wenn man nicht spielt“, so Manuel Kopp.

 
Eine Ruhepause nach den Reisestrapazen gönnen sich die Eichsfelder nicht. Am Donnerstag steht das nächste Training an, denn mit dem Weltcup-Finale am 5. Dezember in der Schweiz wartet kurz vor dem Jahresende noch einmal eine  große Herausforderung auf die Kopps.

 

Von Christian Roeben

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