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Margret Neher meldet sich im Kanurennsport zurück

Olympia in Rio als Ziel Margret Neher meldet sich im Kanurennsport zurück

Ex-U23-Europameisterin Margret Neher sitzt nach siebenjähriger Pause wieder im Rennkajak. Die 28-Jährige trainiert seit gut einem halben Jahr wieder stringent nach Plan und hat ein großes Ziel vor Augen: die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

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Trainiert wöchentlich 17 bis 22 Stunden, um sich ihren Traum von Olympischen Spielen zu erfüllen: Margret Neher am Kiessee.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Um sich wieder in Top-Form zu bringen, stellt die gebürtige Göttingerin sogar ihre berufliche Karriere vorerst hinten an.

 

„Ich habe mit der Verteidigung meiner Dissertation im Mai diesen Jahres mein Medizinstudium abgeschlossen und nun sozusagen den Kopf frei für eine sportliche Herausforderung. Vor allem habe ich sehr große Freude daran, wie erfolgreich ich letztendlich sein werde wird sich zeigen“, sagt Neher. Als Deutsche Meisterin 2006 über 200 und 500 Meter war sie zwei Jahre später knapp an der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking vorbei gepaddelt. „Die Vorbereitung war die anstrengendste Zeit in meinem Leben. Die Anatomie-Kurse im Studium an der Uni Göttingen und zudem das Training im Leistungszentrum in Hannover waren enorm anstrengend“, erinnert sich Neher. Sie habe sich dann auf ihr Studium und ihre zweite Leidenschaft Kanupolo konzentriert. „Ich bringe gerne Leistung, aber nicht dauernd. Und Leistungssport mit dem Studium in Einklang zu bringen, ist nicht einfach“, so Neher. Im Kanupolo feierte sie dennoch große Erfolge. Sie wurde Welt- und Europameisterin, stand bei den World Games ganz oben auf dem Podest und blickt zudem auf sechs deutsche sowie zwei italienische Meistertitel zurück.

 
Seit Januar steht nun jedoch wieder der Kanu-Rennsport im Fokus, und Neher trainiert wieder stringent nach Plan. 17 bis 22 Stunden pro Woche weist der Trainingsplan aus. Kraftraum, Athletiktraining, Kondition und natürlich Einheiten auf dem Wasser. „Ich trainiere in Karlsruhe und Mannheim, meistens allerdings in Mannheim. Mein Cheftrainer Detlef Hofmann unterstützt mich sehr. Ich war total überrascht, dass er sich trotz meiner siebenjährigen Abstinenz noch an mich erinnert hat, obwohl ich ja damals für einen ganz anderen Verein gestartet bin.. „  Er meinte, die Chancen, dass ich die Olympiaqualifikation schaffe, liegen bei 50 Prozent. Da war er optimistischer als ich“, sagt Neher.

 
Doch Hofmann, 1996 in Atlanta Olympia-Sieger im KIV, scheint den richtigen Riecher zu haben. Bei den süddeutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende räumte die für die Rheinbrüder Karlsruhe startende Neher schon mal richtig ab. Sechsmal stand sie ganz oben auf dem Podest. „Meine Entwicklung ist wirklich gut“, betont Neher und erklärt: „Beim ersten Trainingslager in Sevilla bin ich im Februar noch ziemlich hinterhergefahren. Beim zweiten im März/April war ich schon besser als andere Fahrerinnen. Wie sich am vergangenen Wochenende gezeigt hat kommt auch langsam wieder die Wettkampfpraxis.“

 
Um optimal trainieren zu können, stellt Neher die berufliche Karriere erst einmal ein wenig hinten an. „Ich möchte vorerst halbtags arbeiten, um die andere Hälfte meiner Zeit fürs Training aufzuwenden. Deswegen suche ich eine halbe Stelle als Assistenzärztin in Karlsruhe oder Mannheim“, sagt Neher. Wenn sie ihre Schlagzahl im Sport später wieder langsam verringern werde, will sie Fachärztin für Neurologie werden. Doch nun habe erst einmal der Sport Priorität.
„2008 war ich nach kurzer Zeit knapp davor, mir meinen Traum von den Olympischen Spielen zu verwirklichen. Es ist immer noch mein Traum. Wenn ich es schaffe, mich über 200 und 500 Meter in Top-Form zu bringen, dann bin ich sehr zufrieden mit mir. Reicht meine Leistung dann für ein Olympia-Ticket, bin ich überglücklich. Es ist aber kein Muss“, betont Neher. Die Deutschen Meisterschaften vom 25. bis 30. August sind für Neher die nächste Bewährungsprobe – oder eben ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Rio.

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