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„Lieber Fußball als den Musikantenstadl“

Marktumfrage: Champions League im Fernsehen? „Lieber Fußball als den Musikantenstadl“

 Die Königsklasse bekommt nur, wer dafür auch fürstliche Preise berappt: Ab der Saison 2018/19 ist die Champions League ausschließlich im Pay-TV zu sehen. Gehört der höchstklassige europäische Vereinswettbewerb aber stattdessen nicht weiter ins öffentlich-rechtliche Fernsehen?

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Quelle: fab
Rudolf Fischer

Rudolf Fischer

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„Diese Entscheidung ist eine Unverschämtheit“, betont Rudolf Fischer, wohlgemerkt kein Fußball-Fan. „Wofür zahlen wir dann noch die Gebühr?“, fragt der 77-jährige Göttinger und stellvertretende Vorsitzende des SV Niedersachsen, der vor allem Geschichtsdokumentationen, Naturfilme und Nachrichten schaut.

Tina Zimmermann

Tina Zimmermann

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Nachrichten sind das Stichwort für Tina Zimmermann. Sie wünscht sich nämlich mehr davon. Geld, das der öffentliche Rundfunk durch den Nicht-Erwerb der Champions-League-Rechte einspart, dürfte ja nun vorhanden sein. „Es interessiert mich zwar nicht und ich habe keinen Fernseher, aber Fußball gehört dennoch ins frei empfangbare Programm. Ich kann verstehen, dass sich viele darüber aufregen“, sagt die Tagesmutter.

Gerd Luckas

Gerd Luckas

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Kritik übt auch Gerd Luckas: „Man sollte das boykottieren. Wenn niemand einschaltet, und den Verbänden die TV-Einnahmen wegfallen, haben sie vielleicht ein Einsehen. Ansonsten werden die sich weiter bereichern, wo es nur geht.“

Tobias Espinosa

Tobias Espinosa

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Ein besonderes Verhältnis zur Champions League besitzt Tobias Espinosa. Der aus Kastilien stammende Deutsch-Spanier ist Fan von Real Madrid – und damit des amtierenden Titelträgers. Entsprechend findet der 42-Jährige die komplette Rechte-Vergabe ans Bezahlfernsehen „schade“ und ärgert sich über die öffentlich-rechtlichen Medien: „Wenn wir schon GEZ zahlen, dann sollten die Sender bei den Verhandlungen nicht aussteigen. Fußball ist ein Allgemeingut, das eher übertragen werden sollte als der Musikantenstadl.“ Seine Ausweichstrategie, um Real weiter zuzujubeln: ab in die Kneipe. Das hat auch BWL-Student Jan Luca Zindel vor. Der 20-jährige gebürtige Eschweger bringt jedoch Verständnis für die „Öffis“ auf: „Irgendwann lohnt es sich nicht mehr mitzubieten, die Beträge sind verrückt.“

Jan Luca Zindel

Jan Luca Zindel

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Weitgehend irrelevant ist die Diskussion für die Fraktion, die bereits Sky und den Streaming-Dienst DAZN abonniert hat. Lasse Ahl gehört dazu. „Bei Sky kommt das Signal teilweise eine halbe Minute eher an als beim ZDF, und DAZN bietet ein super Preis-Leistungs-Verhältnis“, schwärmt der 30-jährige Sportwissenschaftsstudent. Was den Fußballer des Kreisligisten RSV 05 allerdings stört, sind die Übertragungen der Partien der Nationalelf bei RTL: „Diese Eventisierung finde ich nicht gut.“

Florian Schmidt

Florian Schmidt

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Florian Schmidt, ebenfalls Sky-Kunde, betrachtet den Entschluss an marktwirtschaftlicher Sicht. „Alles wird kommerzialisiert, die Champions League ist ein Produkt, das verkauft werden muss. Die Vereine profitieren wiederum von zusätzlichen TV-Einnahmen, was auch der Entwicklung und Professionalisierung des Sports zu Gute kommt. So ist nun mal der Lauf der Dinge. Wenngleich ich es schade finde, dass die Tradition des frei übertragenen Fußballs langsam beendet wird.“

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