Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Martin Hunger aus Seulingen tritt bei Brocken-Challenge an

Die 80-Kilometer-Herausforderung Martin Hunger aus Seulingen tritt bei Brocken-Challenge an

Dieser Mann hat Mumm: Der Seulinger Martin Hunger, der für die SG Lenglern in der Bezirksliga Fußball spielt, gehört zu knapp 200 Läufern, die am Sonnabend um 6 Uhr den Ultramarathon Brocken-Challenge in Angriff nehmen – 80 Kilometer vom Göttinger Kehr auf den Harz-Gipfel.

Voriger Artikel
Handball-Minispielfest in Duderstadt
Nächster Artikel
HSG Plesse-Hardenberg bleibt Spitzenreiter

Kurz vor dem Ziel: Teilnehmer der Brocken-Challenge auf verschneiten Wegen im Harz.

Quelle: Schilder

Göttingen. Bei der 13. Auflage des Wohltätigkeitslaufes sind außerdem 1900 Höhenmeter zu meistern, und kurz vor dem Ziel wird eine Schneehöhe von etwa 50 Zentimetern erwartet. Das Besondere an der Brocken-Challenge: Wenn bei Barbis die Hälfte, also ein knapper regulärer Marathon, geschafft ist, geht es über die restlichen 40 Kilometer bergauf. Der Göttinger Florian Reichert, Sieger der beiden vergangenen Läufe, stellte 2015 in 6:33 Stunden einen neuen Streckenrekord auf.
In dieser Zeit wird Hunger am Sonnabend nicht im Ziel sein, so viel dürfte feststehen. Der Fußballer, der am Tag zuvor 29 Jahre alt wird, hat noch nicht mal einen Marathon absolviert, geschweige denn zwei auf einmal. Aber er hat sich seit dem vergangenen Sommer trotzdem akribisch vorbereitet: Allein im Januar ist er im Durchschnitt 100 bis 120 Kilometer pro Woche  gelaufen und dreimal 60 Kilometer, für die er rund 5:15 Stunden benötigte. „Ich habe den einen oder anderen Berg mitgenommen, die Plesse und die Mackenröder Spitze. Aber nach vier bis viereinhalb Stunden wird es eine Quälerei“, berichtet Hunger.

Groß war seine Freude, als er im November unter mehr als 400 Bewerbungen für den Lauf ausgelost wurde. „Ich war echt happy“, sagt Hunger. Doch warum nur, schließlich erwartet ihn eine Strapaze? „Ich wollte einmal dabei sein, es versuchen“, sagt er. „Es ist ein schönes Erlebnis, eine spektakuläre Herausforderung.“

Bei Lenglern spielt er auf der laufintensiven Sechser-Position, die Brocken-Challenge ist aber auch für einen Dauerläufer eine ganz andere Herausforderung. „80 Kilometer sind schon eine Ansage. Ich musste erst mal gucken, inwieweit mein Körper das mitmacht und wie ich mit der Ernährung klar komme“, sagt Hunger, der als Gesundheits- und Krankenpfleger im Weender Krankenhaus arbeitet.

Positiv stimmt ihn die Unterstützung von Eltern und Freundin, die am Sonnabend an den Verpflegungsstationen auf ihn warten. „Ich werde Schmerzen haben, und es wird hart werden. Mein Respekt ist riesig, aber Angst habe ich nicht“, sagt Martin Hunger.

Laufen für den guten Zweck

Der Wohltätigkeits-Ultramarathon des Vereins Ausdauersport für Menschlichkeit (ASFM) über rund 80 Kilometer von Göttingen auf den Brocken wird am Sonnabend zum 13. Mal veranstaltet und hat bisher Spenden von mehr als 134 000 Euro erlöst. Favorit ist der Vorjahressieger Florian Reichert (Göttingen). Knapp 200 Läufer dürfen in jedem Jahr an den Start gehen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
05.12.2016 - 17:39 Uhr

Nach seiner Schwalbe beim 2:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 musste Leipzigs Timo Wernerviel Kritik einstecken - und jetzt kommt auch noch Spott dazu

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt