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Maschinenbauer Dill bastelt am Meisterstück

MEG Maschinenbauer Dill bastelt am Meisterstück

Wenn MEG-Center Robert Dill abends zum täglichen Training kommt, hat der 2,07 Meter lange Maschinenbau-Ingenieur schon einen neunstündigen Arbeitstag in den Knochen.

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Ungleicher Zweikampf: der 2,07-Meter lange Robert Dill (l.) gegen Bambergs 1,90-Meter-„Zwerg“ John Goldsberry.

Quelle: Pförtner

Das hindert den 26-Jährigen aber nicht daran, seinen Profi-Kollegen nicht alles abzuverlangen. Dill dürfte eine Schlagzeile in den Playoff-Annalen sicher sein: Er ist der erste hauptberufliche Maschinenbau-Ingenieur, der auf dem Parkett um die Deutsche Meisterschaft kämpft.  

„Es gibt schon Tage, an denen bin ich richtig fertig und frage mich, warum ich das eigentlich alles mache“, sagt Dill. Nicht selten komme es vor, dass morgens um sechs Uhr der Wecker klingelt und er mal wieder weniger als sechs Stunden geschlafen hat, weil am Vortag wieder bis nach 23 Uhr trainiert worden ist. Frühaufstehen ist Pflicht, denn um 7.30 Uhr ist für Dill Dienstbeginn bei „ContiTech“ in Hann. Münden. „Basketball ist schon ein krasser Ausgleich zu meinem Job. Diesen Kick, den mir die Playoff-Teilnahme gibt, den bekommt man sonst in 1000 Jahren Arbeit nicht“, sagt Dill. Und aus diesem Grund nimmt der Mann mit den unglaublich langen Armen die Strapazen gerne auf sich. „Ob ich das aber noch eine Sasion schaffe, das weiß ich noch nicht“, betont er.

Die Chancen, dass die Veilchen in der Playoff-Viertelfinal-Serie die Brose Baskets Bamberg aus dem Weg räumen und ins Halbfinale einziehen, stünden nicht schlecht. „Wir sind als Team zusammengewachsen und haben in dieser Saison mehrere Rückschläge weggesteckt. Wir können uns auf unsere Defensive verlassen, ich denke schon, dass wir uns sehr gut schlagen werden“, so Dill.  

Mit seiner Rolle im Team hat sich der Bankspieler angefreundet. „Ich wusste, welche Rolle ich im Team habe. Aber ich bin halt sehr ehrgeizig, da hat es mich natürlich geärgert, wenn ich nicht zum Einsatz gekommen bin. Aber es ist schon klasse zu sehen, was für exzellente Spieler wir haben und wie konstant sie sind“, sagt Dill, der in der Aufstiegssaison 2006/07 aus Nördlingen zur BG 74 kam. Zuvor spielte er während seines Studiums in den USA vier Jahre lang am Lafayette-College in Easton/Pennsylvania. 

Von Mark Bambey

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