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Mike Kittel – ein Typ wie Ivica Olic

"Was ist aus ihnen geworden?" Mike Kittel – ein Typ wie Ivica Olic

Als schneller Stürmer machte er sich auf den Fußballplätzen der Region einen Namen. Seit 2005 hat man jedoch nichts mehr von ihm gehört, denn einerseits stoppte ihn eine Verletzung und andererseits zog es ihn beruflich in die Fremde. Jetzt wohnt die frühere Spitze von VfL Olympia Duderstadt, FC Hertha Hilkerode und TSV Seulingen aber wieder in Südniedersachsen und steht heute im Blickpunkt unserer Serie „Was ist aus ihnen geworden?“: Mike Kittel.

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Mike Kittel (links) im Seulinger Trikot: Mit schnellem Antritt enteilt der Stürmer auf diesem Archivfoto seinem damaligen Gegenspieler Sascha Niemz vom SC Gitter.

Quelle: Tietzek

1977 in Duderstadt geboren, begann Kittel seine fußballerische Laufbahn 1984 beim VfL Olympia, durchlief dort alle Jugendmannschaften, die damals fast alle auf Bezirksebene spielten. Gleich n seinem ersten Jahr bei den Senioren wurde Kittel mit den blau-gelben Herren unter Regie von Trainer Andreas Eckermann Meister der Bezirksklasse.

Mit seinem Mannschaftskameraden Alois Sommer wechselte Kittel 1997 jedoch nach Hilkerode, wo er persönlich die größere sportliche Perspektive für sich sah. Drei Jahre war der Duderstädter für den FC Hertha am Ball, bei dem ihm immer die „Vereinsgeschlossenheit“ besonders gut gefiel.

Anno 2000 wechselte der Angreifer zum Hilkeröder Bezirksliga-Rivalen TSV Seulingen, mit dem er am letzten Spieltag der Saison 2000/01 dann bei seinem Ex-Klub gastierte. Ein torloses Unentschieden genügte dem TSV seinerzeit zum Klassenerhalt, während der FC Hertha dadurch zum Abstieg verurteilt wurde.

In Seulingen war Kittel mit seinem neuem Team erfolgreich – ein paar Jahre lang mischte der TSV in der Spitzengruppe mit. „Da ging richtig der Punk ab“, erinnert sich Kittel heute noch gerne an die Zeit unter Trainer Ingo Müller. Neben ihm stürmte damals Ede Thorenz, der in Gerd-Müller-Manier seine Tore gemacht habe, erzählt Kittel. „Ich selbst war eher immer so ein Typ wie Olic“, schmunzelt der gelernte Zahntechniker, der anschließend Berufssoldat wurde, über seinen eigenen Vergleich mit dem Bayern-Profi.

Der Bundeswehrdienst führte Kittel bald öfter in die Ferne – auch zwei Auslandseinsätze absolvierte der Eichsfelder, der aber auch ohne Teilnahme am Mannschaftstraining Müllers Vertrauen besaß und an den Wochenende für den TSV stürmen durfte. Dann zog er sich jedoch eine Knieverletzung zu, und der irreparable Knorpelschaden zwang ihn, die Fußballstiefel an den Nagel zu hängen. 2005 ging Kittels Seulinger Erfolgsgeschichte daher vorzeitig zu Ende.

Der Soldat Kittel war derweil immer wieder in der Fremde im Dienst, zum Beispiel in München, Bad Frankenhausen oder Osterholz-Scharmbeck. „Jetzt bin ich nach zwölf Jahren endlich einmal heimatnah stationiert“, freut sich der 33-Jährige, der mit Frau und Tochter in Northeim wohnt und in Göttingen als Wehrdienstberater in Sachen Nachwuchs- und Personalgewinnung tätig ist. Kittel verfolgt weiterhin interessiert das Eichsfelder Fußballgeschehen, so wie er es auch während der Jahre fern der Heimat mit Hilfe des E-papers des Tageblattes sowie der Informationen seiner Freunde (Kontakte nach Seulingen unterhält er nach wie vor) und vor allem seiner Familie („Die wohnt ja noch komplett hier“) regelmäßig tat. „Mit meinem jüngeren Bruder Bernhard hätte ich ja gerne noch einmal zusammen in einer Mannschaft gespielt, auch gerne bei der DJK Desingerode, wo er jetzt am Ball ist – da bahnt sich was Großes an.“

Dennoch ist Kittel beim Rückblick auf seine aktive Laufbahn rundum zufrieden – er ist überzeugt, stets die richtige Entscheidung getroffen und sich jedes Mal den richtigen Verein ausgesucht hat. Entscheidungen traf der Duderstädter übrigens auch als Unparteiischer: „Ich habe mit dem heutigen Kreisschiedsrichterobmann Christian Rahlfs die Schiedsrichterprüfung abgelegt und es bis in die Kreisliga geschafft“, berichtet er. Sämtliche Aktivitäten auf dem grünen Rasen sind für ihn aber Vergangenheit: Als „Passivfußballer“ schaut sich Kittel jetzt häufiger „seinen“ Hamburger SV im Fernsehen oder auch einmal live an.

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