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Ministranten schwingen beim Tennistraining in Seeburg den Schläger

„Spiel, Spaß und Gemeinschaft“ Ministranten schwingen beim Tennistraining in Seeburg den Schläger

Bunte Bälle statt Bibel – rund 20 Ministranten der Pfarrei „St. Johannes der Täufer“ aus Bernshausen, Germershausen, Obernfeld, Rollshausen, Seulingen und Seeburg haben sich auf der Anlage des TC Seeburg zu einer Tennisstunde ­getroffen.

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Spaß im Sonnenschein: die Ministranten der Pfarrei „St. Johannes der Täufer“ haben beim Tennistraining auf der Anlage des TC Seeburg eine Menge Freude.

Quelle: Richter

Seeburg. „Die Gemeinsamkeit Sport verbindet“, begründen Messdiener-Leiterin Tanja Gleitze und Seeburgs Jugendwartin Sandra Raabe die Aktion, die bei den neun- bis 13-Jährigen bei schönstem Sonnenschein auf rege Begeisterung stieß. Durch das Miteinander auf dem Tenniscourt sollen die Ministranten „Spiel, Spaß und Gemeinschaft“ erleben und genießen, erklärt Gleitze. Die Idee, zusammen die Schläger zu schwingen, brachte Raabes Sohn Nils, selbst Messdiener und Vereinsspieler, ein.

 

Und das Anleiten der Gruppe, die zu einem Großteil aus Mädchen besteht, macht Nils richtig Spaß. „Die machen das total super dafür, dass viele das erste Mal einen Schläger in der Hand haben. Das hätte ich vorher nicht erwartet“, sagt der blonde Nachwuchscoach, der trotz seiner erst 13 Jahre bereits Trainererfahrung besitzt: „Manchmal helfe ich auch bei uns im Verein im Jugendtraining aus.“ Und so segeln erstaunlich viele der druckreduzierten und deshalb etwas leichter zu kontrollierenden Bälle schon nach einigen Versuchen präzise ins Feld. Nur die dunkelhaarige Helena ist mit sich nicht ganz zufrieden. „Ich kann einfach kein Tennis spielen“, sagt die Zehnjährige und schnappt sich deshalb lieber das Springseil, das über der Platzabsperrung baumelt. Damit klappt es gut, und auch der Umgang mit Ball und Schläger geht Helena nach ein paar Versuchen auf einmal problemlos von der Hand.

 
Ganz pfiffig haben Johanna, Tim und Jonas ihr Platzproblem gelöst. Da sich auf Court 2 fast 20 Kinder tunmeln und es dort deswegen recht eng zugeht, schaufelt das Germerhäuser Trio einfach auf dem Aschenplatz nebenan munter die Bälle über das Netz.  „Das macht richtig Spaß“, bekräftigt die zehnjährige Johanna, die eigentlich Tischtennis im Verein spielt: „Bald habe ich sogar ein Turnier.“ Tim, den ein blütenweißes VfB Stuttgart-Trikot und neongelbe Sportschuhe schmücken, ist trotz seiner 13 Jahre bereits ein alter Tennishase, duelliert er sich doch regelmäßig mit seinem Opa. Sowieso: „Tischtennis ist viel schwerer, weil die Schläger kleiner und die Bälle leichter sind“, findet Jonas, elf Jahre jung.Während die Kinder begeistert ihr Bestes geben, haben Tanja Gleitze und Sandra Raabe im Vereinshause alle Hände voll zu tun, um Getränke und Würstchen für die Hot-Dogs bereitzustellen. „Vorher hatten wir überlegt, ob die Kinder in Ministrantenkleidung spielen sollen, aber das haben wir uns dann doch nicht getraut“, sagt Rabbe lachend, bevor sie nach draußen eilt und die Wassersprenger anstellt – die Tennistalente jauchzen und nehmen freiwillig eine kühle Dusche. Anschließend unterschreiben alle auf einem Plakat, das später im Vereinshaus des TC Seeburg aufgehangen wird – als  Erinnerung an einen Nachmittag, der Sport und Kirche miteinander verbindet.

 

Von Christian Roeben

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