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Mit 202 Stundenkilometer den Berg hinauf

21. Ibergrennen in Heiligenstadt Mit 202 Stundenkilometer den Berg hinauf

132 Fahrer haben sich am Sonntag beim 21. Ibergrennen in Heiligenstadt auf die Strecke begeben. Die südniedersächsischen Fahrer taten sich auf der kurvenreichen, rund zwei Kilometer langen Bergfahrt schwer. Lokalmatador Markus Wüstefeld schied nach zwei Fehlern aus.

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Temporausch beim Ibergrennen.

Quelle: Müller

Heiligenstadt. Von Null auf Hundert Stundenkilometer beschleunigt der Mercedes-Benz AMG 190E von Markus Wüstefeld vom Start. An den Hängen des Ibergs sahen den Fahrern rund 4000 Rennsportfreunde zu. An der ersten Tempomessung erreichte der Westeröder noch 202 Stundenkilometer.

Fahrfehler und alte Reifen

Mit tiefem Brummen heizte der 350-PS-starke Rennwagen die Serpentinen des Hausberges hoch. Dann: Pause. Die Rennleitung schickte Sicherheitsfahrzeuge, das Rennen wurde unterbrochen. „Das war ein Fahrfehler“, gab Wüstefeld hinterher zu. Im dritten der vier Wertungsrennen ein ähnliches Bild.

Sein schwarzer Mercedes schoss um die Kurven, die Zuschauer jubelten – dann Pause, Sicherheit. „Beim zweiten Ausfall waren wohl ältere Reifen schuld“, so Wüstefeld. Aber: „Immerhin ist das Auto heile geblieben.“ Das, so erläuterte Organisationsleiter Hermann Ludolph vom Heiligenstädter Motorsportclub, sei, was den Nervenkitzel ausmache. „Der Berg verzeiht hier nichts“, sagte Rennfahrer Timo Glock, der vor Jahren beim Ibergrennen mitfuhr.

Auch Familie Deutsch aus Gelliehausen hat in diesem Jahr Pech. Am Freitag fegte eine Trichterwolke den als Garage dienenden Pavillon von Stefanie Deutsch weg, ihr Schneider Polo hatte Probleme mit dem Vergaser im Training. Vater Bernd fiel gesundheitlich aus. Stefanies Lebensgefährte Tobias Stegmann musst mit seinem Audi 50 (443) das Rennen wegen eines Getriebeschadens abbrechen.

Eine große Familie

„Das ist wie eine große Familie“, so Bernd Deutsch. Doch sobald sich die Fahrzeuge der Startlinie näherten, „kennen wir keine Gnade“. Seit rund 40 Jahren fährt der Gelliehäuser, sein Audi 50 ist fast von Anfang an dabei: „Der war schon zweimal Schrott und total ausgebrannt.“ Dann aber würden sich die Fahrer untereinander helfen. Eine besondere freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Startern. Aus Göttingen ging Benjamin Rochlitz mit einem Opel Astra an den Start.

Christian Apel mit Sohn Noah

Quelle: Müller

Bis fast ganz dicht an die Rennstrecke kamen die Besucher, der Boden vibrierte bei jedem Fahrzeug; die Luft roch nach Benzin und Bratwürsten von den zahlreichen Ständen. „Wir wollten uns das einfach mal angucken“, sagte Christian Apel, ohne großer Rennsportfan zu sein. Das Rennen liege nun einmal direkt vor der Haustür, so der Heiligenstädter. Sein Sohn Noah hat nun aber einen neuen Berufswunsch: Später möchte der Achtjährige Rennfahrer werden.

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