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Er will ein großer Coach werden

Nachwuchstrainer Sepéhr Seyed Tarra Er will ein großer Coach werden

Er ist in Göttingen geboren, und zum Basketball kam er in der Hölty-Schule: Doch jetzt verlässt Sepéhr Seyed Tarrah, bisher Trainer in der Nachwuchsbasketball-Bundesliga (NBBL), der von allen nur „Seppe“ genannt wird, seine Heimat - Ziel unbekannt.

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Seppel. „Ich habe das Göttinger Angebot abgelehnt, ohne etwas Festes in Aussicht zu haben. Ich habe mir auch noch nicht beworben“, sagt der 22-Jährige. „Ich bin auf der Suche nach einem Verein, bei dem ich mich als Trainer weiterentwickeln kann.“

Er will das nicht falsch verstanden wissen: Er geht nicht im Groll, sondern er betrachtet seinen Entschluss als „Riesenschritt“ für seine Persönlichkeitsentwicklung. „Ich bin froh, die Entscheidung getroffen zu haben, und ich bereue sie nicht.“

Es spiele keine Rolle, wo er trainiert. „Wichtig ist, dass ich mit neuen Menschen in einem Klub zusammenarbeite, bei dem ich lernen kann.“ Ein großer Verein oder ein Klub mit großem Namen sei natürlich schön, aber längst kein Muss.

Tarrah, Deutscher mit iranischen Wurzel und ausgestattet mit einer doppelten Staatsbürgerschaft, kam in der Grundschule über seinen Kumpel Nick Boakye, den späteren BG-Nachwuchsprofi, zum Basketball. Aus dieser Zeit stammt auch der Spitzname „Seppe“ - Mitschüler und Lehrer vermochten Sepéhr nicht auszusprechen. Über den ASC 46 führte ihn sein Weg als Spieler bis in die NBBL, wo er zuletzt 2013 als Spieler auflief. Es folgte eine Zeit als Co-Trainer beim JBBL-Team in der Jugendbasketball-Bundesliga, bevor er 2015 zum NBBL-Trainer berufen wurde. „Dafür bin ich der BG Göttingen und den Gesellschaftern sehr dankbar“, sagt Tarrah.

Sporen verdiente er sich als in der Saison 2014/15 als Assistent von BG-Headcoach Johan Roijakkers in der BBL - eine unschätzbare Erfahrung: „Ich habe gelernt, wie man das Team professionell auf den Gegner vorbereitet und professionell führt“, sagt er.

Nach wie vor ist er beim BBL-Team für die Videoanalyse zuständig, den neuen Analyseraum im Trainingszentrum mit Kinosesseln findet er „mehr als gut“. Während die NBBL-Saison für das BBT bereits beendet ist, wird er bei der BG Göttingen im Juni seinen Hut nehmen: Seine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann endet dann mit Abschlussprüfungen.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Tarrah. „Schließlich war ich mein Leben lang in Göttingen.“ Seine Mutter und seine Schwester bleiben hier, beide halten seinen Entschluss für richtig. Auch wenn die Mutter ihn lieber da behalten würde. „Aber das ist, denke ich, bei allen Müttern so.“

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