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Nesselröder Volleyballerinnen schlagen Spitzenreiter

Bezirksliga Nesselröder Volleyballerinnen schlagen Spitzenreiter

Wohl selten in letzter Zeit hat die kleine Sporthalle in Nesselröden eine solche Stimmung und Begeisterung wie am vergangenen Sonnabend erlebt. Grund dafür waren die Volleyball-Damen des heimischen TSV. Sie besiegten in der Bezirksliga in zwei hochklassigen und spannenden Spielen den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter MTV Astfeld sowie den Tabellenzweiten Tuspo Weende IV jeweils mit 3:1.

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Angriffslustig zeigt sich Sarah Witte (Nesselröden/am Netz).

Quelle: NR

Nesselröden. „Das waren zwei unglaubliche und nervenstarke Vorstellungen meiner Sechs, ihr gebührt ein ganz dickes Lob“, sagte ein sichtlich begeisterter Coach Peter Kleinschmidt, der mit seinem Co-Trainer Tobias Koch sowie den zahlreichen Anhängern über vier Stunden durch ein Wechselbad der Gefühle ging, abwechslungsreiche und dramatische acht Sätze erlebte.

Ohne die beruflich verhinderte Stellerin Kerstin Borchard-Schwedhelm fanden die Eichsfelderinnen um die erfahrene Bianca Leineweber gegen den Tabellenführer aus dem Vorort von Goslar, der ohne seine beiden selbst spielenden Trainerinnen sowie seine verletzte Hauptangreiferin antrat, gut in die Partie, gewannen den umkämpften ersten Durchgang mit 25:22 und den zweiten nach deutlicher Führung dank starker Angaben und Angriffsschläge der großgewachsenen Sarah Witte mit 25:17. Danach verloren die Kleinschmidt-Schützlinge ihren Rhythmus. Ohne die geschonten Witte und Leineweber verloren sie gegen die Gäste vom Nordharz, die das Hinspiel mit 3:1 gewonnen hatten, mit 19:25. „Das ist immer möglich, dass man nach zwei starken Sätzen in ein kleines Tief fällt“, bemerkte Kleinschmidt.

Aus diesem kamen die Gastgeberinnen aber glänzend zurück, führten schnell deutlich im vierten Abschnitt und gewannen ihn am Ende mit 25:18. Einen ähnlichen Verlauf nahm nach einer längeren Verschnaufpause auch die zweite Partie gegen die junge Sechs aus dem Göttinger Norden, deren Spielerinnen sich immer wieder lautstark anfeuerten und sogar manche Tanzeinlage präsentierten.  Deutlich mit 25:15 und 25:14 endeten die ersten beiden Sätze. Doch wer geglaubt hatte, auch Durchgang gehe schnell zugunsten der Gastgeberinnen über die Bühne, sah sich getäuscht. Die Göttingerinnen gewannen den aufregenden Satz hauchdünn mit 26:24.

Wieder bewiesen die routinierten Nesselröderinnen Nervenstärke und Konzentration. Einen an Dramatik nicht mehr zu überbietenden vierten Satz, in dem die Fans ihre Sechs ständig anfeuerten und ermutigten und Sportwartin Gudrun Hellmold nervös von einem Bein auf das andere hüpfte, gewann der Tabellenvierte am Ende in der Verlängerung mit 31:29. Kein Wunder, dass am Ende alle Spielerinnen übereinander lagen und ihren doppelten Triumph sicherlich noch lange feierten.

TSV Nesselröden: Witte, Leineweber, Klingebiel, Werner-Koch, Ott, Behrmann, Kleinschmidt, Maring, Kleinschmidt.

Von Jochen Meyer

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