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Neuorientierung nach Tod der Trainerin

Westernreiterin Anne Drößler Neuorientierung nach Tod der Trainerin

Völlig unbeschwert ist die Gieboldehäuser Westernreiterin Anne Drößler noch längst nicht wieder. Der plötzliche Tod ihrer Trainerin zwei Wochen vor den Deutschen Meisterschaften hat ihr schwer zugesetzt.

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Muss sich nach dem plötzlichen Tod der Trainerin neu orientieren, die Gieboldehäuser Westernreiterin Anne Drößler.

Quelle: Arne Bänsch

Gieboldehausen. Sportlich gesehen lief für die 18-jährige Eichsfelderin bis zu diesem Zeitpunkt alles super. Sie und ihr Vierbeiner Stubs, der mit vollem Namen, Stubs Pep Olena heißt, hatten sich bereits nach zwei Turnieren für die Titelkämpfe im oberbayrischen Kreuth qualifiziert. Bei den Landesmeisterschaften holte sich das Gespann, das für den PSV Erlenhof reitet, drei Titel.

Maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt war ihre Trainerin Christine Bürig, zu der sie in regelmäßigen Abständen nach Almke bei Königslutter fuhr. „Christine hat das Verhältnis zwischen mir und Stubs noch weiter verbessert, mir wertvolle Tipps gegeben im Umgang mit ihm. Das Training hat uns einfach sehr gut getan“, erzählt Anne Drößler und fügt hinzu „die schlimme Nachricht hat mir regelrecht den Boden unter den Füßen weggerissen.“ Gemeinsam mit einer Freundin, die auch von der Reitlehrerin in Almke trainiert wurde, fuhren sie zur Beerdigung, versuchten sich gegenseitig Trost zu spenden und sich zu motivieren.

Denn das Highlight der Saison, die deutschen Titelkämpfe, standen unmittelbar bevor, dafür hatten sie lange trainiert, wollten natürlich unbedingt teilnehmen. „Der ganze Landesverband ist mit Trauerflor geritten“, erklärt Drößler, die eine Ausbildung zur Kauffrau im Büromanagement absolviert. Die Trainerin war in den Gedanken ihrer Schützlinge immer dabei. „Wir sind für sie geritten“, sagt die Gieboldehäuserin, die mit dem Team einen sehr guten vierten Platz erreichte.

Wie es jetzt weitergehen wird, weiß sie noch nicht so recht. Jetzt ist erst einmal Winterpause und somit genügend Zeit, um sich neu zu orientieren, denn sie möchte sportlich noch weiter nach vorn kommen. „Vielleicht mache ich ein paar Wochenendkurse, denn man lernt nie aus“, berichtet Drößler, die extrem viel Zeit für ihr Hobby investiert. Und inzwischen auch ihr eigenes Geld. „Mir fällt es leichter, mein eigenes Geld auszugeben als das meiner Eltern. Ich bin stolz darauf, selber bezahlen zu können.“ Ein eigenes kleines, altes Auto, wie sie selber sagt, hat sie sich geleistet. Und neben dem Führerschein auch gleich zusätzlich eine Prüfung absolviert, einen Pferdeanhänger ziehen zu dürfen.

Zwar unterstützt ihre Familie sie nach Kräften, doch die Unabhängigkeit ist ihr schon wichtig. Zumal Anne auch noch eine jüngere Schwester hat, die ebenfalls dem Westernreiten „verfallen“ ist. Und Jana ist gut, hat gerade mit ihrem Pony Bonny den Sprung in die Leistungsklasse 1 geschafft. „Ich bin mega stolz auf die Beiden, denn mit einem Pony so hoch zu kommen, ist schon eine Leistung“, erklärt die Eichsfelderinnen, die angesichts dieses Erfolges sogar ein wenig den eigenen Kummer vergessen kann.

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