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Ninas Herz schlägt für Breitenberg und Luca Toni

Fußball Ninas Herz schlägt für Breitenberg und Luca Toni

Trainer, Ersatzspieler, Masseur – so setzt sich im Regelfall eine Auswechselbank zusammen. Bei Fußball-Bezirksoberligist SV Germania Breitenberg ist das ein wenig anders, denn bei Heimspielen sitzt dort auch eine elfjährige junge Dame, die 90 Minute lang mitfiebert: Dabei handelt es sich um die Tochter des Trainers, Nina Schmiedekind.

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Bei jedem Heimspiel mit dabei: Nina Schmiedekind teilt sich mit Bezirksoberliga-Spielern wie Dennis Laule (links), Marvin Krukenberg und ihrem Vater und Germania-Trainer Rüdiger Schmiedekind (rechts) die Breitenberger Bank.

Quelle: Thiele

Richtig Fußball im Verein hat Nina noch nie gespielt. Ein bisschen mit dem Papa im Garten gekickt dagegen schon. Turnen und Ballett betreibt die Gymnasiastin ansonsten in ihrer Freizeit. „Aber ich gucke im Fernsehen sehr gern Fußball“, erzählt sie, gemeinsam mit ihrem Vater Rüdiger Schmiedekind, einem eingefleischten Bayern-Fan. Die Frage nach dem favorisierten Verein des Töchterchen erübrigt sich da fast von selbst. „Ich finde aber auch Hamburg ganz gut, denn meine Freundin ist Hamburg-Fan“, zeigt sich Nina durchaus flexibel.

Und vor allem ist sie Fan des SV Germania Breitenberg. Zünftig ausgerüstet mit einem Fan-Schal nimmt sie bei Heimspielen (bei Auswärtsspielen bekommt sie das Ergebnis per SMS von ihrem Vater geliefert) wie selbstverständlich auf der Bank Platz. Auch für die Ersatzspieler und Masseurin Tina Remmers („die unterhält sich mit mir“) gehört Nina bereits dazu. Sogar bei den Vorbesprechungen ist sie hin und wieder dabei, hört aufmerksam zu, welche Anweisungen die Mannschaft bekommt. 

„Wenn es dann im Spiel nicht so läuft, dann kann ich schon verstehen, warum Papa manchmal sauer ist“, entgeht dem jugendlichen Fußball-Fan so gut wie nichts. Wird auf der Auswechselbank untereinander durchaus kommuniziert, ist Trainer Rüdiger Schmiedekind von derartigen „Aktivitäten“ vollends ausgeschlossen. „Während des Spiels kann ich Papa auf keinen Fall ansprechen. Wenn ich Fragen habe, dann stelle ich die entweder vorher oder dann eine ganze Zeit nach dem Spiel“, erzählt Nina, die dank ihres Vaters schon in der Regelkunde sehr bewandert ist, eine Abseitsstellung durchaus erkennt.

Gutes Gespür

Das nötige Feingefühl entwickelt die Elfjährige, die mit ihrer Familie in Fuhrbach lebt, auch nach weniger erfolgreichen Partien. „Wenn wir verloren haben, dann spreche ich ihn erst gar nicht an“, hat Nina, deren Lieblingsspieler Bayern-Star Luca Toni ist, ein gutes Gespür für die Situation. Einen Favoriten im Breitenberger Dress hat sie hingegen nicht. „Die ganze Mannschaft ist gut“, gibt sich die Turnerin des SV Arminia Fuhrbach diplomatisch. 

Die Deutsche Meisterschaft wünscht sie sich für den FC Bayern München. In Bezug auf den SV Germania wäre sie mit deutlich weniger zufrieden. „Ich hoffe, sie steigen nicht ab.“ Und noch etwas hofft Nina Schmiedekind, nämlich, dass ihr Vater auch in der kommenden Saison noch Trainer der Germanen ist. Kälte, Regen und Schnee halten sie dabei nicht ab, ihren Platz auf der Bank einzunehmen. „Ich war nicht einmal erkältet.“

                                                                                                                                          Von Vicki Schwarze

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