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Nolte führt SVG zur Meisterschaft

Fußball-Bezirksoberliga Nolte führt SVG zur Meisterschaft

Die SVG hätte auch verlieren können, und wäre gestern trotzdem Meister der Fußball-Bezirksoberliga geworden. Dass die Verfolger Wolfsburg und Wolfenbüttel 0:0 spielen, konnte allerdings niemand wissen, und so wurde am Sandweg gezittert, bis der 1:0 (1:0)-Sieg über Tuspo Petershütte feststand. Was danach folgte, war eine Meisterfeier, die sich gewaschen hatte.

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Lassen sich von den Zuschauern feiern: die SVG-Spieler bejubeln nach dem Schlusspfiff den Titel.

Quelle: CR

In die fünfthöchste deutsche Spielklasse war Knut Nolte als Trainer bereits einmal aufgestiegen, in der Leine hat der Coach demgegenüber noch nie gebadet. Im Anschluss an eine kleiner Meisterfeier auf dem Spielfeld hatten sich einige Spieler den Trainer und den Fußball-Abteilungsleiter der SVG, Thorsten Tunkel, geschnappt und beide, begleitet von den verbliebenen Zuschauern, an Händen und Füßen hinter das SVG-Vereinsheim geschleppt, um sie dort in den Fluss zu werfen. Die Akteure Knippenberg, Leichtle und Ehlert sprangen gleich hinterher. „War das kalt“, schimpfte Nolte, dem das Sprechen schwerfiel, weil er von Ehlert geduckt worden war und noch etwas Sand im Mund hatte. 

Mit dem Schlusspfiff war Nolte zunächst behände auf die Tribüne geklettert und hatte seiner Frau einen Meisterkuss gegeben. Danach folgten die ersten Rückblicke auf eine erfolgreiche Saison der Schwarz-Weißen, die laut Teammanager Joachim Lüdecke die Lizenz ohne Auflagen erhalten haben. „Unsere Stärke war die Ausgeglichenheit des Kaders“, unterstrich Nolte, „Kockmann ist gewechselt, Hoffmann war sehr lang verletzt, und trotzdem haben wir es durchgezogen.“ Lüdecke blickte auf den knapp verpassten Titel in der vergangenen Saison zurück: „Die Mannschaft ist für die Art und Weise belohnt worden, wie sie die Enttäuschung im letzten Jahr weggesteckt hat. Jetzt wird gefeiert.“

Eine Viertelstunde vorher hatte noch niemand der rund 400 Zuschauer ans Feiern gedacht. Vor allem in der Offensive präsentierte sich die SVG nicht zielstrebig genug, nachdem der starke Wittkowski per Sonntagsschuss für die Führung gesorgt hatte (27.). „Ruhiger aufbauen“, forderte ein sichtlich nervöser Nolte in der Schlussphase, in der Keeper Kobold zweimal sein Können unter Beweis stellen musste. Erst fünf Minuten vor dem Abpfiff machte sich Tunkel auf den Weg, die Meistertrikots aus der Kabine zu holen. Uli Kockmann, in der Winterpause in die Regionalliga gewechselt und extra zur Meisterfeier angereist, hatte bereits zur Halbzeit konstatiert: „Teilweise spielen sie ein wenig lethargisch, im Großen und Ganzen aber souverän.“ Nicht mehr aktiv für die SVG, werde er bei der Party wahrscheinlich nicht das gleiche Gefühl haben wie seine ehemaligen Mitspielern, mitfeiern wolle er aber trotzdem, unterstrich er.

Als feststand, dass die Party steigen kann, hielten sich die älteren SVGer etwas zurück. Achim Liehr verdrückte still und heimlich eine Träne, und auch der langjährige Vorsitzende Hans Kerl („Das ist eine sehr schöne Geschichte“) überließ das Feiern anderen. Die Parole gab Kapitän Kobold aus: „Das wird eine lange Nacht am Sandweg.“

SVG: Kobold – Ehlert, Knippenberg, Mai, Leichtle – Linde (70. Burkhardt), Hafner (87. Gerdes), Wittkowski, Käschel – Podolczak, Hilleke (12. Pietroluongo). – Tor: 1:0 Wittkowski (27.), drischt abgewehrte Leichtle-Flanke aus 16 Metern volley ins linke untere Eck.

Ein Video finden Sie hier.

Eduard Warda

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