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Nordhorn stürmt Tuspo-Festung

Frauenvolleyball-Regionalliga Nordhorn stürmt Tuspo-Festung

Zwei Jahre lang waren die Volleyballerinnen des Tuspo Weende in der Regionalliga zu Hause ungeschlagen. Nach 16 Heimsiegen in Folge hat der TV Nordhorn diese Serie nun überraschend beendet. Am Sonnabend unterlag der Spitzenreiter mit 2:3 (19:25, 15:25, 25:22, 26:24, 13:15).

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Gut beschäftigt auf der Libero-Position des Tuspo Weende: Louisa Rippien (vorn) wird bei ihrer Defensiv-Aktion von Trainer Tobias Harms beobachtet.

Quelle: Theodoro da Silva

Weende. Dabei begann das Match ausgeglichen, über 8:5, 11:11 und 18:16 entwickelte sich ein Fight auf Augenhöhe. „Bei Nordhorn spielen mehrere ehemalige Zweitligaspielerinnen. Der TVN hat die Hinrunde gebraucht, um sich als Mannschaft zu finden, nun sind sie richtig stark. Christin Müller ist eine dieser ehemaligen Zweitligaspielerinnen, sie hat uns mit ihren Aufschlägen bis zum 19:25 eine Serie eingeschenkt und den Unterschied ausgemacht“, sagte Weendes Trainer Tobias Harms. In Durchgang zwei stand der Tuspo schnell auf verlorenem Posten, denn den Weenderinnen unterliefen in ihrer Paradedisziplin Annahme viel zu oft Fehler und Ungenauigkeiten. 3:7, 11:17, 12:21, 15:25 – der Tabellenführer geriet früh in Rückstand, ein echtes Aufbäumen blieb aus.

 
Die 2:0-Satzführung des Aufsteigers beim Spitzenreiter der Regionalliga war ein echter Paukenschlag. Doch mit dem Rücken zur Wand spielte das Team des Trainerduos Falko Heier und Tobias Harms nun endlich mutiger auf, auch die Defensive wurde stabiler. Der Tuspo kämpfte und arbeitete sich ins Match zurück, Mitte Kathinka Rinke setzte nach einem zwei Meter Schusspass von Zuspielerin Olga Moser im Angriff ein erstes spektakuläres Zeichen zum 16:14. Wer aber nach dem hart erarbeiteten 25:22 zum 1:2 an die Wende zu Gunsten der Göttingerinnen glaubte, wurde schwer enttäuscht. Satz vier begann mit einem katastrophalen Fehlstart des Tuspo, die Spielerinnen machten serienweise Fehler in allen Spielelementen, die Verunsicherung auf dem Feld war deutlich zu spüren. Coach Harms nahm bei 5:12 bereits seine zweite Auszeit, der Patient Tuspo Weende war beim Stand von 6:16 klinisch tot. Reanimiert wurde der Tuspo von seiner Mitte Rinke, die zum 7:16 einen schönen Angriff verwandelte, danach machte Mittelblockerin Kristina Kruse bis zum 14:18 gleich mehrere schöne Blockpunkte, und der Tuspo schaffte ein nicht mehr für möglich gehaltenes Comeback, das im 26:24 nach einer Aufschlagserie von Thea Onkes gipfelte.

 
In dieser Phase des Spiels bekamen die Zuschauer reihenweise spektakuläre Ballwechsel geboten, denn beide Defensivreihen kämpften bis zum Umfallen. Der Tie-Break war ein Spiegelbild der ganzen Partie, Nordhorn führte sofort mit 6:1, Tuspo schlug mit 7:6 zurück, führte mit 12:10 um dann doch mit 13:15 zu verlieren. Den Matchball verwandelten die Gäste standesgemäß mit einem schönen Aufsteiger-Kopf-Angriff, danach flossen bei der jungen Gästemannschaft die Freudentränen. Nordhorn hat durch den Sieg beim Tabellenführer einen Big-Point im Abstiegskampf geholt.

 
Weendes zweite Saisonniederlage ist für den Tuspo kein allzu großer Beinbruch. Die Niederlage im Tie-Break bringt den Weenderinnen noch einen Punkt, somit führt Weende vier Spieltage vor Saisonende mit sieben Punkten vor Spelle. „Das war für uns ein guter Weckruf. Wir müssen die Saison ordentlich zu Ende spielen, wenn wir unser Ziel Meisterschaft erreichen wollen. Dieser Dämpfer zeigt uns, dass wir noch nicht durch sind. Vor allem aber haben wir noch nicht wieder die Sicherheit, die das Team vor der Weihnachtspause ausgezeichnet hat, und das hat der starke Gegner aus Nordhorn heute zum verdienten Sieg ausgenutzt“, analysiert Harms.

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