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Northeim, der Favoritenschreck der Liga

Handball 3. Liga Northeim, der Favoritenschreck der Liga

So richtig fassen konnte keiner so recht, was da am Sonntagabend in der ausverkauften Northeimer Schuhwallhalle passiert war. Handball-Drittliga-Aufsteiger Northeimer HC hatte den ambitionierten Altmeister und Zweitliga-Absteiger SG Leutershausen mit dem deutlichen 30:20-Sieg völlig demontiert.

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Zusammen erfolgreich: die Spieler des Northeimer HC.

Quelle: Soeren Kracht

Northeim. „Das war der größte Erfolg in der Geschichte des Northeimer HC“, jubelte in der Stunde des grandiosen Erfolges selbst der erfahrene Trainer Carsten Barnkothe, der im Laufe der Jahre das Erfolgsteam sukzessive aufgebaut hatte. Nach einer feuchtfröhlichen Siegesfeier war Torjäger Sören Lange, in dieser Spielzeit bisher schon 50-mal erfolgreich gewesen, am Montag schon wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt: „Unser klares Ziel ist der Klassenerhalt. Nicht mehr und nicht weniger.“

Dabei zog der 23-jährige Lange, der seine handballerische Ausbildung beim SC Magdeburg genossen hatte, nach nunmehr 8:6-Punkten gleich eine erste Zwischenbilanz: „Mit so einem Saisonstart hätte sicherlich niemand gerechnet. Wir sind im Vergleich zu unserer ersten Drittligasaison 2014/15 wesentlich breiter aufgestellt. Dadurch sind unberechenbarer geworden“, so der pfeilschnelle Rechtsaußen, der 2014 zum NHC kam.

Torwart Stammer treibt Gegner zur Verzweiflung

Bei der Verpflichtung junger Spieler hatte Trainer Carsten Barnkothe in der Vergangenheit oft eine glückliche Hand gehabt. So in dieser Saison unter anderem mit dem dänischen Torhüter Frederic Stammer, der gegen Leutershausen seine große Klasse in die Waagschale warf und mit seinen starken Vorderleuten die Gäste schier zur Verzweiflung brachte.

Bereits im Januar kam der Ex-Rosdorfer Marlon Krebs, der gegen Leuters-hausen wenige Sekunden vor der Halbzeitpause mit dem 19:9 für einen Zehntorevorsprung gesorgt hatte, der auch am Ende noch Bestand hatte. Zuvor hatte Basketballfan Tim Gerstmann den 200. Saisontreffer des NHC erzielt.

Nächster Heimknüller gegen Bernburg

Der aktuelle Erfolg muss um so höher eingeschätzt werden, weil für Torjäger Christian Stöpler die Saison bereits vor dem ersten Spieltag zu Ende war. Stöpler hatte sich das Kreuzband gerissen, auch der Meniskus war beschädigt und damit eine OP unumgänglich. „Jetzt fehlen mir noch bis Anfang November der vom Zweitligisten Eintracht Hildesheim gekommene Maximilian Berthold mit einem Bänderriss im Fuß sowie Kai Strupeit nach einem Handbruch“, beklagt Barnkothe.

Sie werden damit auch beim nächster Heimknüller am 22. Oktober gegen den Ex-Zweitligisten SV Anhalt Bernburg nicht zur Verfügung stehen. Trotzdem liebäugeln die Northeimer in diesem Match mit der nächsten Überraschung.

Von Ferdinand Jacksch

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