Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Nur Ergebnis macht Duderstadts Coach Mai froh

Handball-Oberliga Nur Ergebnis macht Duderstadts Coach Mai froh

Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt hat sich mit einem 33:29 (16:15)-Heimerfolg gegen die SG Hohnhorst-Haste in seine dreiwöchige Herbstpause verabschiedet. Da das ursprünglich für den 3. November angesetzte Heimspiel gegen die SG Hameln aufgrund von Hallenproblemen verlegt wurde, tritt die Mannschaft von Trainer Frank Mai erst wieder am 10. November beim MTV Großenheidorn an.

Voriger Artikel
0:8 im letzten Viertel – BG-Damen blamieren sich
Nächster Artikel
Förster-Team lässt sich von Dunkings nicht einschüchtern

Nicht aufzuhalten: Duderstadts Rückraumspieler Janis Grisanovs (mit Ball) trifft gegen die SG Hohnhorst-Haste zehnmal.

Quelle: Walliser

Duderstadt.  Seinem Personal wird Duderstadts Trainer dabei wohl die eine oder andere Hausaufgabe mehr aufgeben, denn trotz der durch den Sieg errungenen Tabellenführung war Mai mit der Leistung gegen den Drittletzten alles andere als einverstanden.

„Ich bin nur mit dem Sieg zufrieden, aber nicht mit unserer Leistung. Heute haben uns nur  unsere Fitness und die individuelle Klasse, speziell von Janis Grisanovs, gerettet“, schimpfte Mai nach der Schlusssirene.

Der lettische Rückraumspieler Grisanovs war einmal mehr der überragende Akteur des TV Jahn, erzielte zehn Tore und war von der Gästeabwehr nie zu kontrollieren. Ebenfalls stark: Matthias Heim, der zwar im zweiten Durchgang einen Siebenmeter vergab und sich im Passspiel die ein oder andere Nachlässigkeit leistete, aber auch acht Treffer zum Sieg beisteuerte.

Insgesamt agierten die Jahner jedoch sehr wechselhaft, schafften es kaum einmal, eine beständig dominante Phase zu spielen. Symbolisch für den wechselhaften Auftritt der Duderstädter waren die ersten 20 Minuten: Eine 4:2-Führung gab man leichtfertig aus der Hand und lag nach neun Minuten mit 4:5 im Hintertreffen. Und als es die Mai-Mannschaft schließlich geschafft hatte, sich mit vier Treffern abzusetzen (10:6, 16. Minute), brachten unkonzentrierte Abschlüsse und Ballverluste die abstiegsbedrohten Gäste wieder ins Spiel (10:9, 20.).

„Wir haben streckenweise viel zu disziplinlos agiert. Haben Anspiele hinter dem Rücken probiert, woraus Ballverluste und Gegentore entstanden sind. Ich hatte gehofft, wir würden uns gegen diesen Gegner leichter tun, aber da habe ich die Rechnung ohne die Mannschaft gemacht“, sagte ein enttäuschter Frank Mai nach dem fünften Sieg im fünften Heimspiel. Dass mit Grazvydas Sereicikas, Alexander Kornrumpf oder Torwart Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp einige Leistungsträger verletzungsbedingt fehlten, wollte Duderstadts Coach dabei nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Nach knappem Ein-Tore-Vorsprung zur Halbzeit brachten starke zehn Startminuten in Durchgang Zwei die Vorentscheidung. Nachdem Janis Grisanovs nach einem Tempogegenstoß das 20:17 (36.) erzielt hatte, zeigte Jahn-Keeper Christian Schmidt, der zuvor einige Male unglücklich aussah, drei gute Paraden in Folge.

Auch die Außen, die in der ersten Halbzeit nur selten einbezogen wurden, wurden nun gewinnbringender eingesetzt. Maximilian Loest markierte nach schönem Swoboda-Zuspiel das 23:18 (41.) – das einzige Tor von Duderstadts Nummer 7 in der zweiten Halbzeit.  In der Endphase ließen die Mai-Schützlinge die Zügel, die sie im Verlauf des Spiels nur so mühsam in den Griff bekommen hatten, unachtsam wieder aus der Hand gleiten.

Und so wurde aus einem sicheren 28:23 (52.) in nur 180 Sekunden ein wieder wackligeres 30:27 (55.). Daniel Müller, der nach No-look-Pass von Jan Philipp Nass Duderstadts 32. Tor machte, und Janis Grisanovs mit seinem zehnten und letzten Treffer des Tages, zogen letztlich den Schlussstrich unter eine Partie, die Frank Mai nur ergebnis-, aber nicht leistungsmäßig glücklich machte.

TV Jahn : Schmidt, Schaper – Grisanovs (10), Heim (8/2), Müller (6), Nass (4), Loest (3), Swoboda (2), N. Grolig, Artmann.
Stationen : 3:2 (5.), 4:5 (9.), 10:6 (17.), 11:9 (22.), 15:13 (28.), 16:15 (30.) – 19:16 (34.), 22:18 (40.), 25:20 (47.), 27:23 (51.), 30:27 (55.), 33:29 (60.).

Von Christian Roeben

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Alle Verein der 1. Bundesliga im Quotenvergleich von SmartBets.
20.08.2017 - 19:22 Uhr

Bezirksliga: Aufsteiger gleicht gegen SG Lenglern in der 89. Minute aus / Ärger um Elfmeter

mehr
Burgturnier 2017: Highlights aus drei Tagen