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Oberligist HG Rosdorf-Grone verschwendet noch keinen Gedanken an Titel

„Er ist hungrig, wir sind hungrig“ Oberligist HG Rosdorf-Grone verschwendet noch keinen Gedanken an Titel

Bester Männerhandball in Südniedersachsen – das ist zurzeit der Drittliga-Aufsteiger Northeimer HC.

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Erfolgreichster HG-Werfer im Spitzenspiel gegen Vorsfelde: Aaron Frölich (l.).

Quelle: Theodoro da Silva

Rosdorf. Der verbuchte im letzten Spiel vor der Weihnachtspause gegen den ESV Lok Pirna seinen dritten Saisonsieg (28:26) und gab dank der Torjäger Falkenhain (8) und Effler (6) die Rote Laterne an die unterlegenen Sachsen ab. Dennoch sind die Northeimer als Vorletzter längst nicht sorgenfrei. Eine Rückkehr in die Oberliga droht bei 6:24 Punkten weiterhin.

In  der vierten Liga ist seit Saisonbeginn auch wieder die TG Münden nach siebenjähriger Drittliga-Zughörigkeit gelandet. In der Oberliga spielt auch der TV Jahn Duderstadt, der zu besten Zeiten von 1995 bis 2001 sogar in der 2. Liga von sich Reden machte – mit Spielern und Trainern wie  beispielsweise Tamás Mocsai, Tomasz und Zbigniew Tłuczynski. Heute ist allerorts – vornehmlich der wirtschaftlichen Not gehorchend – nicht mehr drin als die Oberliga, auch wenn Duderstadt zurzeit vom ehemaligen französischen  Bundesligaspieler Christian Caillat (40) trainiert wird.

Die besten Handballzeiten erlebte in Südniedersachsen der damalige 1. SC 05 von Mitte der 80er Jahre bis 1996, als der längst insolvente Klub unter der Regie der Trainer Günter Böttcher und Jürgen Kloth zwischenzeitlich in der 2. Bundesliga spielte. Man wollte damals in der Basketball-Hochburg Göttingen dem Handball zum Durchbruch verhelfen, unter anderem auch mit dem ehemaligen Zweitliga-Spieler Dieter Kress, der heute Manager des Oberliga-Klubs HG Rosdorf-Grone ist, der der Region zur Zeit die meiste Freude bereitet.

„Der Jugend gehört die Zukunft“

„Der Jugend gehört die Zukunft“, heißt das  Credo des Vereins, der seine Rosdorfer Spielstätte vor den Toren Göttingens hat und vor ausverkauftem Hause spielt. „Schade ist aber, dass wir nicht mehr als 200 Zuschauer in die Halle lassen dürfen“, bedauert der HGRG-Vorsitzende Jürgen Weißke. Seit die HG Ende Oktober mit einem fast sensationellen 25:11-Sieg das Derby beim TV Jahn Duderstadt gewonnen hat und die Schützlinge des neuen Trainers Gernot Weiss den Drittliga-Absteiger Vorsfelde als  Oberliga-Spitzenreiter mit 25:19 zwischenzeitlich vom Thron gestoßen haben,  „machen unsere Jungs richtig Spaß“, wie Manager Kress die Stimmung beschreibt.

Entscheidenden Anteil daran hat eben Trainer Weiss. Der 48-jährige in Melsungen lebende A-Lizenzinhaber und ehemalige Bundesligaspieler kam im Sommer nach Südniedersachsen. Zuvor hatte der gebürtige Rumäne den nordhessischen Frauen-Zweitliga-Absteiger SG Kirchhof trainiert. Als „einen echten Glücksfall“ hatte Manager Kress die Verpflichtung des ehrgeizigen Chefcoachs bezeichnet. „Er ist hungrig, wir sind hungrig“, erklärte bereits zu Saisonbeginn Kreisläufer Daniel Müller, der vom benachbarten Ligarivalen TV Jahn zur HG gekommen war. 

„Wir wollen von Woche zu Woche Spaß haben“, lautet das Credo von Weiss auch für das neue Jahr.  Bislang hatte dies Erfolg. Hingegen verschwendet nach zuletzt 15:1 Punkten in Folge bei der HG (noch) niemand Gedanken an eine  möglichen Meisterschaft und der damit verbundenen Option zum Aufstieg in die 3. Liga.

Von Ferdinand Jacksch

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