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Obernfelder Grundschüler probieren sich im Radball- und polo

Interessante Erfahrung Obernfelder Grundschüler probieren sich im Radball- und polo

Die Obernfelder Erstklässler sind begeistert. Manuel Kopp nimmt genau Maß, und Sekundenbruchteile später schlägt der Schuss des Radball-Bundesligaspielers hinter dem chancenlosen Torwart und 2. Stahlross-Vereinsvorsitzenden Marcel Heinrichs im Tor ein. „Uiiiii“, rufen die jungen Schüler und machen große Augen.

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Die Obernfelder Drittklässler üben mit Radball-Bundesliga-Akteur Manuel Kopp.

Quelle: Niklas Richter

Obernfeld. Dass die Radball und -polo-Spieler und -Spielerinnen des RV Stahlross die Obernfelder Grundschüler mit ihren Sportarten vertraut machen und die Kinder sich auch selbst auf die Räder schwingen können, hat sich bereits bewährt. Zum dritten Mal kooperieren Sportverein und Schule. „Das ist schon eine kleine Traditionsgeschichte, die wir gerne unterstützen“, sagt Schulleiterin Daniela Murra. Kurz danach kommen 21 Erstklässler in die kleine Sporthalle - einige vorsichtig, andere forsch. „Speziell die Kleinen sind vorher ganz aufgeregt“, erzählt Murra lächelnd. Gerade der Umstand, dass Radball und -polo für den Nachwuchs eher unbekannte Sportarten sind, mache die Aktion „exotisch, aber deshalb auch so interessant“.

Die Viertklässler haben sich bereits vorher ausgetobt, sind mit Manuel Kopp und Heinrichs schon gekonnte Manöver auf dem speziell gefertigten Rad gefahren und haben sich von Radpolo-Spielerin Luisa Artmann anleiten lassen. „Es sind ein paar Naturtalente dabei. Die haben sogar schon Schüsse hinbekommen“, lobt Bundesligaakteur Manuel Kopp, der mit sechs Jahren durch seine Cousins zum Radball kam.

Auch wenn das eine oder andere Kind mal stürzt, der Begeisterung tut das keinen Abbruch. „Dann stehen sie einfach wieder auf und probieren es weiter aus“, erklärt Lehrerin Nadine Huppert, die sich über die Neugier der Schüler freut: „Das ist schon was anderes als in einer normalen Sportstunde.“ Die Räder, die im Premiumsegment durchaus auch mal 2500 Euro kosten, kommen alle aus dem Vereinsbestand. „Die haben wir in 32 langen Jahren angesammelt“, verrät Trainer Berthold Kopp schmunzelnd. Darunter sind auch echte Unikate - eins hat einen Radball-Lenker, einen -polo-Sattel und Räder, die eigens für das Kunstradfahren gebaut sind.

Jette und Johanna sind trotz ihres jungen Alters schon alte Radpolo-Hasen, bestreiten bereits Turniere für den Obernfelder Verein. „Das letzte Mal sind wir Dritte geworden und standen sogar in der Zeitung“, berichten die Viertklässlerinnen stolz.Der zehnjährige Felix spielt Tischtennis, der neunjährige Jonas Fußball, doch die Schnupperstunde hat beide auf den Geschmack gebracht: „Vielleicht fangen wir jetzt auch im Verein an“, sagen sie.

Das ist genau das, was sich die Verantwortlichen von der Aktion erhoffen. „Uns ist ganz wichtig, dass die Kinder aktiv sind. Sie sollen in Vereine gehen, um gemeinsam Sport zu treiben“, erläutert Murra. Die Schulleiterin hat einst selbst den Test gemacht und sich im Radball und -polo versucht. Wie es gelaufen ist? „Man hat mir gesagt, ich habe es ganz gut gemacht.“

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