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Mit der Ruhe des Routiniers

Özkan Beyazit Torjäger TSV Seulingen Mit der Ruhe des Routiniers

Sie grüßen von der Tabellenspitze und sind das torgefährlichste Team der Kreisliga Süd. Für die Spieler des TSV Seulingen läuft es derzeit richtig rund, und ein Routinier dreht momentan so richtig auf. Beim 7:0-Sieg der Eichsfelder gegen den SV Puma Göttingen traf Özkan Beyazit gleich fünfmal.

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Seulingens Torjäger Özkan Beyazit (Mitte) ist für seine Mannschaft auch in dieser Saison ein echter Torgarant und Leistungsträger.

Quelle: Swen Pförtner

Seulingen. Nach neun Spieltagen hat der ehemalige Oberligastürmer, der sich in der vergangenen Spielzeit mit 28 Treffern die Torjägerkanone holte, schon 15-mal getroffen. Damit liegt Beyazit zwei Tore vor Ruslan Wagner vom SV Türkgücü Münden. Zum direkten Aufeinandertreffen der Goalgetter kommt es am nächsten Sonntag, wenn der Erste zum Verfolger Münden reist.

Seulingens Trainer Ercan Beyazit setzt auch im anstehenden Topspiel auf die Torjägerqualitäten seines Bruders. „Er hat einfach diese Ruhe und knallt nicht einfach drauf, sondern schiebt die Bälle überlegt rein“, hebt der TSV-Coach die Abschlussstärke von „Ötze“ hervor. Wo andere es mit Gewalt versuchen, behält der 35-Jährige die Übersicht und guckt den Torwart aus. „Das kommt mit der Erfahrung“, sagt der Stürmer. Der Ablauf beim Torschuss passiere „intuitiv. Ich versuche, den Kopf hochzunehmen, zu gucken, wo der Torwart steht und ihn dann am Fänger vorbeizuschieben.“

Dass es der Toptorjäger der Liga, der in Göttingen wohnt und beruflich im Kurierdienst tätig ist, arbeitsbedingt nicht immer zum Training ins Eichsfeld schafft, kann sein Coach ob der Treffsicherheit des Familienvaters problemlos verschmerzen. „Wenn er da ist, verlange ich dann natürlich von ihm, Gas zu geben. Gut zu Fuß ist er ja noch“, verrät Ercan Beyazit augenzwinkernd.

Im Seulinger 4-2-3-1-System gibt die Nummer 81 den Stoßstürmer, wird von den nachrückenden schnellen Marius Münter (der auch schon elfmal zugeschlagen hat), Yannick Triebe und Neuzugang Stephane Aurelien Fotsing Wamba unterstützt. „Das passt ganz gut“, freut sich Özkan Beyazit. „Das ist eine Rolle, in der ich mich wohlfühle.“ Die gegnerischen Abwehrspieler setzt der Routinier gerne früh unter Druck, um Fehler zu provozieren. „Dann ist der Weg zum gegnerischen Tor nicht so weit“, erklärt er.

Ein bisschen muss der Mittdreißiger schließlich inzwischen mit seinen Kräften haushalten. „Früher habe ich die Älteren immer beim Training aufgezogen“, erklärt er schmunzelnd. „Aber inzwischen merke ich das Alter selber. Wenn ich montags nach dem Spiel aufstehe, dann zwickt es überall.“

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Von Redakteur Christian Roeben

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