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Pauline Bremer besucht Göttinger Girls-Kick-Turnier

Wie ein Popstar empfangen Pauline Bremer besucht Göttinger Girls-Kick-Turnier

Ausnahmezustand beim 10. Girls-Kick auf dem Gelände des Universitäts-Sportgeländes am Sprangerweg: Die Nachricht, dass die Göttinger Weltmeisterschafts-Spielerin Pauline Bremer eingetroffen ist, spricht sich herum wie ein Lauffeuer.

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Bad in der Menge: Pauline Bremer genießt die Sympathie-Bekundungen ihrer jungen Fans beim Girls-Kick.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Diejenigen der 500 Spielerinnen aus Stadt- und Kreisschulen, die nicht gerade im Einsatz sind, sprinten von den Fußballplätzen den Hang zum Organisationszelt hinauf, um den Stargast in Empfang zu nehmen, der vor fünf Jahren im Alter von 14 selbst einmal für das Göttinger Hainberg-Gymnasium um den Sieg beim Girls-Kick gekämpft hat.

Die ersten Mädchen, die ankommen, gehen ein wenig zögerlich und verlegen auf Tuchfühlung.  Bremer bricht das Eis mit der Frage, wie es denn so läuft beim Turnier, und dann brechen alle Dämme. In Windeseile bildet sich eine dichte Traube um die jüngste Spielerin im deutschen Nationalteam. Handys werden gezückt, um Selfies mit Pauline zu machen, Eltern und Lehrerinnen gruppieren ihre Zöglinge um sie, und drücken auf den Auslöser. Bremer, trotz schweißtreibender Temperaturen gerade auf dem Fahrrad aus der Stadt  zum Sportinstitut gestrampelt, kritzelt geduldig  Autogramme – vorwiegend auf Fußballschuhe an Füßen, die ihr die Mädchen zigfach entgegenstrecken.

Die Nationalspielerin weiß, wie sie ihre jungen Fans packen kann: „Es ist toll zu sehen, wie viel Spaß ihr beim Fußball habt. Das war auch für mich immer das Wichtigste. Deshalb freue ich mich ganz besonders, heute hier zu sein“, hallt ihre Mikrofon-verstärkte Stimme über das Gelände, und mit strahlenden Augen und zustimmendem Nicken zeigen die Mädchen, dass sie verstanden haben. Als Bremer  verkündet, dass jede ein Autogramm bekommen kann, wächst die Schlange noch einmal rapide. „Ich habe Zeit“, antwortet sie auf die Frage, wie lange sie denn bleiben wolle.  „Ich mache das ja schon lange hier, aber einen solchen Hype habe ich noch nicht erlebt“, wundert sich Juliane Jühne, neben Sandra Hallmann Vertreterin des Fußballkreises in der Turnier-Organisation. Allmählich beruhigt sich die Szenerie wieder, und das Turnier nimmt seinen Lauf – bis zum vorzeitigen Abbruch wegen der Hitze.

Die an der Organisation beteiligten Institutionen sind stolz auf die positiven Einflüsse  des Girl-Kicks auf den Stellenwert des Mädchenfußballs in Göttinger  Schulen und Vereinen seit dem Turnierstart im Vorfeld der Männer-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. „Die Bereitschaft der Schulen, sich zu beteiligen, war von Anfang an groß. Inzwischen engagieren sich viele Mädchen weiter, wenn sie nach der achten Klasse nicht mehr selbst spielen können“, berichtet Helga Steininger vom Kommunalen Kinder- und Jugendbüro des Landkreises.

„In der neunten und zehnten Klasse bilden wir die Mädchen zu Schulsport-Assistentinnen aus, die dann in ihrer Schule und nach einem C-Lizenzlehrgang auch im Verein als Trainerin oder Betreuerin arbeiten können“, erläutert Hallmann. „Und in den Sportleistungskursen der elften und zwölften Klasse können die Mädchen eine Schiedsrichter-Ausbildung beginnen und dann beim Turnier eingesetzt werden“, ergänzt NFV-Kollegin Jühne.

©Pförtner

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