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Pechvogel ist schon wieder optimistisch

Mehrwöchige Pause für Adam Kiss Pechvogel ist schon wieder optimistisch

Er war gleich mittendrin und ist jetzt schon wieder raus. Adam Kiss, ungarischer Neuzugang des Handball-Oberligisten TV Jahn Duderstadt, hat sich im Saison-Auftaktspiel in Helmstedt den Ellenbogen ausgerenkt. Nun droht dem Rückraumspieler eine längere Zwangspause.

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Adam Kiss in Aktion.

Quelle: Archiv

Duderstadt. Acht Minuten waren in Helmstedt noch zu spielen, als das Malheur passierte. Nach einem Wurf wurde der Ungar in der Luft attackiert, fiel auf den Boden und ihm ein gegnerischer Akteur unglücklich auf den Arm. „Mein Ellenbogen war sofort verdreht“, erinnert sich der Pechvogel. Was folgte, war nichts für zarte Gemüter: Duderstadts Mannschaftsarzt Karl-Heinz Siemerkus renkte den Ellenbogen noch auf dem Spielfeld wieder ein. Doch Kiss zeigte sich hart im Nehmen und verbreitet bereits Optimismus. „Zum Glück sind keine Knochen gebrochen“, sagt der 1,85 Meter-Mann, dessen Arm sofort gekühlt und mit einer Bandage ruhig gestellt wurde.

Glück im Unglück für den Ungarn, der mit seiner Frau und seinem anderthalb Jahren alten Sohn nach Duderstadt gezogen ist: Rechtshänder Kiss verletzte sich am linken Arm. Wie lange er ausfallen wird, ist schwer abzuschätzen. „Ich weiß nicht genau, wie lange ich pausieren muss. Das wird der Teamarzt entscheiden“, sagt Kiss, der „natürlich ein bisschen traurig“ ist, aber weiß, dass er medizinisch gut versorgt wird: „Verletzungen sind nie gut. Das Wichtigste wird jetzt sein, in guten Händen zu sein und bald wieder spielen zu können.“

Mit vorsichtiger Reha hat der wurfgewaltige Rückraumspieler, der sich nach nur wenigen Wochen als absoluter Leistungsträger herausgestellt hat, bereits begonnen. Läuft alles optimal, könnte Kiss, der in Helmstedt bis zu seiner Verletzung fünf Tore warf, im Heimspiel gegen Barsinghausen am 24. September wieder zur Verfügung stehen. Darauf hofft auch Trainer Thomas Brandes: „Es wird schwierig werden, ihn zu 100 Prozent zu ersetzen. Aber wir werden diese Woche an Lösungen arbeiten, um den Ausfall zu kompensieren.“

Bis dahin bleibt dem 27-Jährigen nichts anderes übrig, als seine Teamkollegen von der Bank oder Tribüne aus anzufeuern. „Ich bin zuversichtlich, dass das Team erfolgreich sein wird“, versichert er. Auch wenn seine Qualitäten den Eichsfeldern fehlen werden. „Adam ist technisch und taktisch stark und sicher bei der Entscheidungsfindung“, lobt ihn sein Coach. Bis zu seiner Genesung wird Kiss seiner Frau die Daumen drücken - die läuft für die weibliche Regionsoberligamannschaft des TV Jahn auf.

Ellenbogenluxation

Eine Ellenbogenluxation ist eine vollständige Ausrenkung des Gelenks zwischen dem Oberarm- und beiden Unterarmknochen. „Sie tritt bei jungen Menschen in der Regel nur bei entsprechend großer Krafteinwirkung, etwa bei Stürzen auf, da das Gelenk sehr stabil ist“, erklärt Dr. Steffen Wiegleb, Chefarzt der Unfallchirugie des Duderstädter St. Martini-Krankenhauses. Wie lange der Betroffene sportlich pausieren muss, hängt davon ab, ob Bänder und Knochen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Ist dies der Fall, ist eine Operation unumgänglich. Ist lediglich die Kapsel betroffen, kann nach einer Woche Ruhigstellung langsam mit Mobilisationsübungen begonnen werden, wenn die Schwellung abgeklungen ist. „Normalerweise muss man sechs Wochen Pause einlegen, aber bei Profisportlern kann diese auch kürzer ausfallen“, erklärt Wiegleb. Im Idealfall ist der Betroffene nach rund drei Wochen sportlich wieder einsatzfähig.cro

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