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Peter Hyballa zum Dritten

VGH-Cup Peter Hyballa zum Dritten

Peter Hyballa ist die Freude über die Rückkehr zum internationalen Fußball-A-Junioren-Turnier um den Sparkasse & VGH-Cup in der Lokhalle förmlich ins Gesicht geschrieben. „Die Teilnahme war ein Herzenswunsch von mir“, sagt der 39-jährige Fußballlehrer, der unter anderem mit Robin Dutt und Heiko Herrlich an der Sporthochschule in Köln die höchste Trainer-Lizenz des Deutschen Fußball-Bundes erwarb.

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Quelle: CR

Göttingen. Er blickt zurück auf den vergangenen Sommer, als ihn Sascha Lewandowski nach der Beurlaubung von Trainer Sami Hyypiä als Co-Trainer beim Bundesligisten Bayer Leverkusen für die restlichen fünf Spieltage verpflichtete. Der Auftrag: einen Champions-League-Platz erreichen. „Das ist uns beiden gelungen“, bemerkt der gebürtige Bocholter. Er blieb beim Werksklub am Rhein, jedoch nicht im Profibereich, sondern als Coach der A-Junioren in der Bundesliga West. In dieser nimmt er momentan Platz fünf ein.

Eine seiner ersten Amtshandlungen war ein Anruf beim Turnier-Mitorganisator Holger Jortzik und der Zustimmung für die Teilnahme in diesem Jahr. „Die Veranstaltung ist einzigartig in Deutschland“, sagt Hyballa, dessen eigene Fußballkarriere sehr kurz verlief und der bereits als Jugendlicher bei seinem Heimatverein Borussia Bocholt Jugendteams betreute und trainierte. Besonders betont der Weltenbummler in Sachen Fußball, der in Namibia die Elf von Ramblers Windhoek coachte und 2014 den Nationaltrainer von Honduras auf die WM in Brasilien vorbereitete, die Philosophie des Veranstalters „Klein gegen Groß“, Provinz gegen Bundesliga. „In den Spielen zeigen die Regionalklubs, dass sie auch gut Fußball spielen und machen es den Favoriten oft schwer“, sagt Hyballa und hofft, dass der oftmals bereits früh verwöhnte Bundesliga-Nachwuchs „etwas von seinem hohen Ross herunterkommt“. Daher ist er bestrebt, auch unterm Bayer-Kreuz die Talente nicht nur sportlich nach vorn zu bringen und an den Profibereich heranzuführen, sondern sie auch charakterlich mit zu formen.

Das Planen habe er sich nach seinen zahlreichen Trainerstationen abgewöhnt. „Die Zeit ist zu schnelllebig und kaum vorhersehbar“, berichtet der einst jüngste Trainer im Profibereich. 2010 hatte er noch als relativ Unbekannter den Zweitligisten Alemannia Aachen übernommen. Danach wechselte er zu den Red Bull Juniors nach Salzburg und anschließend zum Erstligisten Sturm Graz.

Noch bis 2016 läuft sein Vertrag mit den A-Junioren von Bayer Leverkusen, die ohne fünf im Trainingslager der Profis in Orlando (Florida) schwitzenden Stammkräften am gestrigen Sonntag nach der Zwischenrunde ausschied. „Vielleicht werden wir nächstes Jahr wieder eingeladen“, erwähnt der Göttingen-Kenner, der bereits zwischen 2004 und 2010 mit dem ältesten Nachwuchs von VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund Dauergast beim Spektakel in der Lokhalle war. Wie gesagt, langfristig plant Peter Hyballa nicht mehr. Dennoch könnte sich der Verfasser einiger viel beachteter Fachbücher über den Fußball die Rückkehr auf die Trainerbank bei einem Profiverein in der nahen Zukunft gut vorstellen.

Von Jochen Meyer

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