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Philipp Hadenfeldt und Anton Groger trainieren mit den BG-Profis

Ganz schön frech Philipp Hadenfeldt und Anton Groger trainieren mit den BG-Profis

Anton Groger keucht. Sein Kopf ist hochrot angelaufen. Trotzdem zieht der 15-Jährige die finalen Meter des Mannschaftssprints mit maximaler Intensität durch, fängt sogar noch den gestandenen Profi Alex Ruoff ab. Am Ziel angekommen, erhält der Göttinger umgehend einen aufmunternden Schulterklopfer des ebenfalls erst 15-jährigen Philipp Hadenfeldt.

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Kampf um den Ball: Morgan, Hadenfeldt, Groger und Boykin (v.l.), beobachtet von Coach Roijakkers.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Gute Arbeit, Jungs“, ruft Trainer Johan Roijakkers dem Duo zu.

Die beiden Talente trainieren während der Herbstferien beim Basketball-Bundesligisten BG Göttingen mit. Es sind ihre ersten Schritte auf dem Weg ins Profigeschäft.

Auf Einladung von Roijakkers kommen die Youngster derzeit täglich zum Training. Hadenfeldt hat der Niederländer bereits in der Saisonvorbereitung im Testspiel gegen Chemnitz eingesetzt – wobei der Bovender sich prompt mit einem verwandelten Korbleger ins Gedächtnis seines Coaches spielte.

Groger hat den 34-Jährigen bei einem Spiel der U-16-Bundesliga (JBBL) überzeugt. „Es ist gut für die Jungs, zu sehen, wie Profis trainieren. Außerdem zeigt es dem Göttinger Nachwuchs, dass eine Chance besteht, es eines Tages ins Profiteam zu schaffen“, sagt Roijakkers.

Wurfübungen, Individualtraining sowie kleine Teamdrills absolvieren Groger und Hadenfeldt gemeinsam mit der Mannschaft. Wenn Roijakkers oder einer der Akteure das Wort ergreift, hören sie mit großen Augen und Tunnelblick genau zu.

„Ich soll bloß nicht abheben, hat mir mein JBBL-Trainer Dirk Altenbeck mit auf den Weg gegeben“, erzählt Groger. Demut sei angebracht. Aufregung ist hingegen fehl am Platz. „Wenn du nervös bist, kannst du es gleich vergessen“, betont der flinke und reboundstarke Aufbauspieler.

Das ist während der Einheiten auch nicht zu übersehen. Groger ist um keinen offenen Wurf verlegen, Hadenfeldt traut sich sogar, über den wesentlich größeren Harper Kamp hinweg zu schießen und rotzfrech an Dominik Bahiense de Mello vorbei zu ziehen, um per Layup gegen Jamal Boykin abzuschließen.

„Ihr seid ganz schön frech“, bemerkt Nachwuchshoffnung Andy Onwuegbuzie, und schiebt ein „das müsst ihr aber auch sein“ nach. „Von den Tipps, die mir Khalid El-Amin oder Alex Ruoff geben, kann ich besonders viel mitnehmen“, betont Junioren-Nationalspieler Hadenfeldt, dessen bissige Verteidigung und Allroundfähigkeiten Roijakkers besonders schätzt.

Daher lässt der Headcoach ihn trotz der unübersehbaren körperlichen Unterlegenheit bei einigen Übungen auch die Guards El-Amin und Robert Kulawick als Verteidiger bearbeiten. „Ich bin erstaunt, wie viel wir mitmachen dürfen. Ich dachte, ich werde nur als Passstation eingesetzt“, wundert sich Groger. Gelingt etwas nicht, nimmt Roijakkers seine jüngsten Schützlinge bei Seite und gibt ihnen mit ruhiger Stimme kurze Instruktionen.

Der Fokus beider liegt weiterhin auf ihren Ausbildungsteams. Hadenfeldt läuft in der NBBL (U 19) für das BBT Göttingen sowie in der 1. Regionalliga für den ASC 46 auf, Groger spielt JBBL. „Wenn sie sich dort weiter so gut entwickeln, sehe ich eine Zukunft“, orakelt Roijakkers. Es dürfte eine Zukunft voller brutaler, schweißtreibender Einheiten werden.

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