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Phoenix Hagen muss Insolvenz anmelden

Basketball-Bundesliga Phoenix Hagen muss Insolvenz anmelden

BG-Konkurrent Phoenix Hagen muss Insolvenz anmelden. Das bestätigte die Basketball-Bundesliga. „Phoenix Hagen hat uns schriftlich informiert, dass es am Mittwoch einen Insolvenzantrag stellen muss. Es war aber nicht so, dass der Schritt mit uns abgesprochen war“, betonte BBL-Sprecher Dirk Kaiser.

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Die BG Göttingen bei einem Spiel Ende September gegen den Konkurrenten Phoenix Hagen.

Quelle: Harald Kuhl

Göttingen. Der bereits in der vergangenen Serie angeschlagene Klub und aktuell siegloses Tabellenschlusslicht befindet sich demnach auf direktem Weg in die 2. Liga, denn kräftige Budget-Kürzungen sind programmiert, ebenso der Abzug von vier Punkten.  Um in der 2. Liga starten zu dürfen, muss Hagen die Serie zu Ende spielen. Das sei das Ziel des Klubs, doch auch ein vorzeitiger Rückzug scheint nicht ausgeschlossen.
Den Klub plagen ohnehin erhebliche finanzielle Belastungen aus den vergangenen Jahren. Jetzt wirke sich ein erheblicher Zuschauerrückgang und fehlende Sponsoren zusätzlich negativ auf den geplanten Etat aus. BBL-Geschäftsführer Stefan Holz zeigte sich über das Vorgehen und das Handeln der Phoenix-Verantwortlichen irritiert: „Die Zahlen, die uns im Oktober fristgerecht vorgelegt wurden, haben sich im Vergleich zu denen aus dem Juli erheblich negativ verändert. Wie es dazu kommen konnte, werden wir mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter aufarbeiten.“ Welche Konsequenzen sich daraus ergäben, lasse sich momentan nicht sagen.
Phoenix Hagen teilte mit: „Erst wenn das Gericht über unseren Antrag entschieden hat und uns der entsprechende Beschluss vorliegt, werden wir über die nächsten Schritte informieren können. Unser Spielbetrieb wird ohne Einschränkung aufrechterhalten.“
Bereits in der vergangenen Serie stand Hagen wegen finanzieller Schwierigkeiten unter Beobachtung: Damals waren dem Klub wegen Verstoßes gegen Lizenzauflagen sechs Punkte abgezogen. Außerdem wurde den Nordrhein-Westfalen eine Geldstrafe in Höhe von 40 000 Euro aufgebrummt. Der Entscheidung waren ausführliche Prüfungen von Unterlagen durch den Lizenzligaauschuss vorausgegangen. Phoenix hatte gegen die Paragrafen fünf („Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“) und 13 („Mitteilungspflicht“) des BBL-Lizenzstatus verstoßen.
Dass nach der Erarbeitung eines Sanierungsplans in der vergangenen Serie erneut ein großes Delta entstanden ist, sei, so Holz, „nicht nachvollziehbar und nicht mit dem Fair-Play-Gedanken vereinbar“. Zeitnah werden sich der Gutachterausschuss und dann der Lizenzligaausschuss mit den neuen Zahlen auseinandersetzen und diese dann bewerten.
BG-Headcoach Johan Roijakkers drückt derweil dem Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib die Daumen. „Ich hoffe sehr, dass Phoenix Hagen die Saison zu Ende spielen kann. Überraschend kommt dieser Schritt für Kenner der Szene allerdings nicht.“

Pleiten, Rückzüge und BBL-Lizenzentzüge der letzten Dekade

Finanzielle Sorgen von Klubs sind in der Basketball-Bundesliga nicht selten. Allein in den vergangenen zehn Jahren gerieten  gleich sieben verschiedene Vereine in erhebliche finanzielle Probleme. Das führte dann zu Zahlungsunfähigkeit oder ­Lizenzentzug. Ein Überblick:

Finanzielle Sorgen von Klubs sind in der Basketball-Bundesliga nicht selten. Allein in den vergangenen zehn Jahren gerieten  gleich sieben verschiedene Vereine in erhebliche finanzielle Probleme. Das führte dann zu Zahlungsunfähigkeit oder Lizenzentzug. Ein Überblick:

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