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Plötzlich ist er wieder da

Nicola Grimaldi spielt für den 1. SC05 Plötzlich ist er wieder da

Aus dem Hut zaubern ist etwas anderes: Nicola Grimaldi, für Göttinger Verhältnisse prominenter Neuzugang des Fußball-Landesligisten 1. SC 05, hatte bereits seit drei Wochen mittrainiert, bevor er am Sonntag im Spiel beim neuen Tabellenzweiten SSV Vorsfelde (0:1) in der Aufstellung auftauchte.

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Nicola Grimaldi (links), hier noch im Trikot des Nikolausberger SC, spielt jetzt für den 1. SC 05.

Quelle: Helge Schneemann

Göttingen. Der 26-Jährige agierte in der Innenverteidigung und zeigte laut Jan Steiger, Sportlicher Leiter der 05, eine sehr gute Leistung.

Steiger war es jedoch nicht, der durch seine Kontakte Grimaldi zum 1. SC 05 lotste. „Ich bin von Spielern angesprochen worden, ob ich nicht dazu stoßen möchte“, berichtet der Göttinger, der mit „Pippo“ Bruns und Jannik Psotta befreundet ist.

Nach seiner Demission bei der SVG aus Zeitgründen spielte er eine Zeit lang beim Nikolausberger SC in der 1. Kreisklasse - was ihm allerdings nicht so gut gefiel. „In der Klasse geht es eher auf die Hölzer und nicht so auf den Ball“, sagt Grimaldi, der Geschäftsführer der beiden Göttinger Restaurants der Familie ist. Neben dem „Fellini“ in der Innenstadt betreibt er zusammen mit seinem Bruder Marco, dem ehemaligen BG-Basketballer, seit dem vergangenen Dezember auch das „Amavi Pure“ im ehemaligen Güterbahnhof.

„Während der Eröffnung hatte ich super viel zu tun, aber jetzt habe ich wieder einen Ausgleich gesucht“, berichtet Grimaldi von seinem Entschluss, erneut in der Landesliga zu spielen. Fit gehalten habe sich der Gastronom in der Zwischenzeit „gar nicht“, ins Training sei er aber gut reingekommen. Und auch ins Spiel in Vorsfelde: „Die ersten fünf Minuten waren schnell, aber dann ging es gut“, sagt er. In der Abwehr fühlt er sich durchaus wohl, „man hat oft den Ball und von hinten alles im Auge“.

Grimaldi hat augenscheinlich durchaus das Zeug, der jungen 05-Mannschaft zu helfen, das Schlusslicht womöglich vor dem Abstieg zu bewahren. Der 26-Jährige tritt bereits die Freistöße, von denen einer fast zum Ausgleich gegen Vorsfelde geführt hätte. „Wir waren mindestens ebenbürtig“, berichtet Grimaldi vom 0:1 beim Titelkandidaten. „Wie eng es war, hat man auch daran gemerkt, dass die Vorsfelder nach dem Abpfiff lautstark gejubelt haben.“

Hatte Jan Steiger noch Vorsicht walten lassen und davon gesprochen, dass Grimaldi dann zum Einsatz komme, wenn es seine Zeit erlaubt, geht der Fußballer selbst davon aus, sämtliche Rückrundenpartien zu bestreiten - sofern er nominiert wird: „Ich werde immer dabei sein.“ Das Team verfüge über viel Potenzial, so viel, dass es für den Klassenerhalt reichen könnte, findet der Neuzugang: „Ich hatte gegen Vorsfelde das Gefühl, dass die Mannschaft es selbst nicht so glauben konnte, wie gut sie gespielt hat. Die wissen war nicht, was sie können.“

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