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Porträt: Die Göttinger Dressurreiterin Marion Loew

Neuanfang nach 13 Jahren Pause Porträt: Die Göttinger Dressurreiterin Marion Loew

Aus einem Mädchentraum ist Profession geworden. Als Marion Loew im Alter von „fünf, sechs Jahren“ auf dem Hof ihrer Großmutter in Appenrode mit dem Reiten begann, hatte sie nicht unbedingt eine sportliche Karriere im Blick.

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Erfolgreiches Duo im Dressurviereck: „Walk of Fame“ und Marion Loew.

Quelle: EF

Göttingen. Inzwischen ist die Göttingerin, die ihre Pferde auf dem Hess-Hof in Bettenrode stehen hat, eine der erfolgreichsten Dressurreiterinnen der Region. 2012 hat sie es bis auf Rang 30 der nationalen Dressurrangliste geschafft. Ihren Sport muss sie inzwischen mit einem eigenen Reitsport-Fachgeschäft und ihrer Familie unter einen Hut bringen. Nach einer kurzen Babypause ist ihr Turnier-Comeback in Ankum vor einigen Wochen erfolgreich gewesen.

Die Begeisterung fürs Reiten hielt zunächst an bis Loew 17 wurde. „Da hatte ich schon ein besseres Pferd, mit dem ich bis M-Dressur geritten bin.“ Echte Freunde wurden sie und das Tier allerdings nicht. Andere Interessen kamen hinzu und das Reiten geriet in Vergessenheit. Erst mit 30 setzte sich Loew wieder auf ein Pferd: Zunächst als Reitbeteiligung, später kaufte sie mit ihrem Mann Andreas die vierjährige Stute Ally McBeal. Nach dem Wiedereinstieg wurde schnell klar, dass die sportlichen Ambitionen immer noch vorhanden waren. Zwischendrin hatte Marion Loew eine Banklehre gemacht, ihr Betriebswirtschaftsstudium beendet und „viel gekellnert“.

Ally McBeal, die jetzt mit 18 Jahren in Rente geschickt wurde, erwies sich als Glücksgriff. „Keiner konnte ahnen, dass das Pferd so talentiert war“, erzählt das Ehepaar von der Stute. Dann kam – zehnjährig – der gut ausgebildete „Mambo“, der inzwischen sein Rentnerdasein als 23-Jähriger bei einer Familie in Volkerode genießt. „Walk of Fame“, ein weiteres Grand-Prix-Pferd, hat Marion Loew anschließend weitestgehend selbst ausgebildet, ebenso wie den achtjährigen Danccini, der sich zuletzt beim stark besetzten Hallenturnier in Ankum anschickte, in die Fußstapfen der erfolgreichen Loew‘schen Pferde zu treten.

„Und irgendwann müssen die Opis dann ein Pony kaufen“

Das freut die Besitzerin, denn sie ist ehrgeizig: „Es muss alles einen Sinn haben, ich möchte mein Ziel erreichen und Erfolgserlebnisse haben. Schließlich will man bei der Siegerehrung ja mit in der Reihe stehen.“ Ihre Pferde haben auch immer das Klassenziel erreicht, sagt Marion Loew. In jedem Alter hätten sie die entsprechenden Prüfungen erfolgreich bestritten. Dafür arbeitet die 43-Jährige täglich bis zu vier Stunden mit ihnen.

Bestand für die Züchterin, die sich auch im Organisationsteam des Bettenröder Dressurturniers engagiert, das Arbeitspensum lange Zeit „nur“ aus der Arbeit mit den Pferden, so hat sich in den vergangenen Jahren für sie viel verändert. Seit knapp zwei Jahren besitzt sie ein Reitsport-Fachgeschäft in Grone mit Internet-Handel, seit Oktober vergangenen Jahres gehört auch Tochter Emilia zur Familie.

Sie hat ihre Mutter aber nur kurz – etwa drei Monate – davon abgehalten, im Sattel zu sitzen. In den Wintermonaten war das kleine Mädchen noch nicht mit in Bettenrode und bei Turnieren. Das wird sich mit ansteigenden Temperaturen aber ändern. „Und irgendwann müssen die Opis dann ein Pony kaufen“, denkt Marion Loew schon weiter. Oder aber einen Tennisschläger, denn Emilias Opa Ulrich Wiese ist aktiver Tennisspieler und Vorsitzender des Tennis- und Skiclubs in Göttingen.

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