Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Post-Trio versteht sich blendend

Handball-Trio Post-Trio versteht sich blendend

Tante Christina und Schwester Franziska stehen an der Bank und beobachten Emma Post im Tor der weiblichen Handball-D-Jugend des TV Jahn Duderstadt. Für die Zwölfjährige ein gewohntes Bild, denn das Duo trainiert die Nachwuchsspielerinnen der Eichsfelderinnen.

Voriger Artikel
Offene Rechnung sportlich begleichen
Nächster Artikel
Nachbarschaftsduell steht ganz oben auf der Interessensliste

Ein eingespieltes Team: Franziska, Christina und Emma Post (v.l.) vom TV Jahn Duderstadt.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Emma stört die verwandtschaftliche Doppelspitze am Rande des Geschehens wenig, viel mehr interessiert sie Ihre eigene Leistung, denn schließlich ist sie als Torfrau besonders gefordert. Zumeist allerdings nur eine Halbzeit, denn in der zweiten Hälfte wechselt sie das Torwarttrikot, versucht sich dann als Rückraumspielerin auf dem Feld.

Kritik nimmt sie sehr ernst und sich natürlich von Tante und Schwester besonders zu Herzen. Innerhalb der Mannschaft herrscht ein sehr harmonisches Klima. „Wir werden gar nicht gebraucht beim Warmmachen“, sagt Christina Post und freut sich gemeinsam mit ihrer Nichte Franziska über die Selbstständigkeit innerhalb der Truppe, die schon eine ganze Weile zusammenspielt.

Zweimal die Woche bittet das engagierte Duo die Mädchen zum Training. „Um dem Ganzen gerecht zu werden, muss man das schon machen“, erklärt Franziska Post, die in Göttingen Deutsch und Sport auf Lehramt studiert. Die 22-Jährige steht bei den Regionsoberliga-Frauen des TV Jahn im Tor. Scheint in der Familie zu liegen, denn der momentan noch „berühmteste“ Keeper aus der Post-Familie ist Vater Martin, der erst kürzlich bei der Verbandsliga-Sieben des Vereins aushalf und eine sensationelle Leistung beim VfB Fallersleben zeigte. „Emma hat seine Beine“, erzählt Franziska ein ganz klein wenig neidisch und lacht dabei.

Nie zwischen den Pfosten hat hingegen die Älteste des Familientrios, Christina Post, gestanden. Die 40-Jährige gehörte lange Jahre zu den Leistungsträgerinnen beim TV Jahn Duderstadt, ehe sie 2012 eine Schulteroperation zu einer Pause zwang. Inzwischen spielt sie wieder, allerdings in Dransfeld, denn dorthin hat sie aus persönlichen Gründen ihren Lebensmittelpunkt verlegt.

„Ich wollte immer mal mit Franzi in einer Mannschaft spielen“, berichtet Christina Post. Der Wunsch ging in Erfüllung. Pech hatten die Post-Mädels allerdings, als sie sich im selben Spiel verletzten. Nicht schön, aber das haben sie inzwischen auch längst wieder vergessen.

Noch ein wenig dauern könnte es allerdings, bis die nächste Generation beginnt, Handball zu spielen, denn Christinas Töchterchen Ziva - der Name kommt aus dem Hebräischen und bedeutet hell leuchtender Stern - ist gerade erst ein Jahr alt, aber schon jetzt bei fast jedem Spiel dabei. Wie auch das Maskottchen der Duderstädter Mädchen, ein riesiger Teddy namens Bruno, der von einer Mutter selbstgenäht wurde.

Großes vor haben die Duderstädterinnen im Sommer. Dann nämlich reisen sie zum Partille-Cup nach Schweden, nehmen dort mit der Mannschaft am größten internationalen Jugend-Turnier teil. Christina Post verbindet den Aufenthalt in Schweden gleich mit einem Urlaub mit der Familie. Familie ist auch ein gutes Stichwort für Franziska und Emma, denn auch ihre Eltern kommen mit.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
10.12.2016 - 13:45 Uhr

Nach seinem Aus bei den Niedersachsen kritisierte Dieter Hecking die Einstellung der Spieler bei seinem Ex-Klub, verteidigte aber Julian Draxler und Manager Klaus Allofs.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt