Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Powerfrau Monique Smalls verzaubert die Fans der BG 74

2. Damenbasketball-Bundesliga Powerfrau Monique Smalls verzaubert die Fans der BG 74

Veilchen-Ladies-Pressesprecher Klaus Plaisir erinnert Monique Smalls wegen ihrer dynamisch-explosiven Spielweise an deren Landsfrau Tasha Philips, die die Damen der BG 74 in der Saison 2010/11 in die 2. Basketball-Bundesliga geführt hat. Dirk Weitemeyer, Ende der 70er-Jahre 13-facher Nationalspieler und Deutscher Meister mit dem ASC 46, schwärmt von der 23-jährigen US-Amerikanerin als „trotz ihres jungen Alters fast kompletter Spielerin“.

Voriger Artikel
Weender gewinnen ihre Partien im Tiebreak
Nächster Artikel
TSV Nesselröden ist Tabellenführer

Mischt die 2. Basketball-Bundesliga auf: BG-Spielmacherin Monique Smalls

Quelle: Vetter

Göttingen. Für die Zuschauer in der FKG-Halle ist die knapp 1,70 Meter große Spielmacherin, die im August direkt vom College nach Göttingen gekommen ist, der Hurricane aus Texas, der in jedem Match fast 40 Minuten lang übers Parkett fegt und die Herzen der Veilchen-Fans im Sturm erobert hat.

Smalls’ Stärken sind nicht nur Schnelligkeit, Explosivität und Durchsetzungsvermögen. Sie ist technisch brillant, dribbel- und wurfstark aus allen Lagen, hat eine exzellente Spielübersicht und das Auge für gut positionierte Mitspielerinnen. Sie zieht aber auch völlig angstfrei gegen zwei, drei wesentlich größere Gegnerinnen zum Korb und verteidigt aggressiv und bärenstark.

Vor allem ihre Defensiv-Qualitäten haben dem in El Paso geborenen und in The Woodlands bei Houston aufgewachsenen Energiebündel in jedem ihrer vier Jahre an der Texas-Tech-University in Lubbock die Berufung ins Texas-All-Defense-Team beschert.

Ich bin nicht perfekt

„Ich kann einige Sachen ganz gut, bin aber bestimmt nicht perfekt“, wehrt Smalls ab. „Ich muss noch viel lernen und arbeite jeden Tag daran, mich zu verbessern – zum Beispiel meinen Sprungwurf und die Teamorganisation.“ Die aktuellen Fähigkeiten der 23-Jährigen reichen indes, um in der 2. Liga Nord die Kategorien Punkte (136 in 7 Spielen; Schnitt 19,4) und Steals (Ballgewinne – 29; 4,1) anzuführen, bei Dreiern Platz sieben und bei Assists Rang neun zu belegen.

Ihren Wechsel nach Göttingen habe sie nicht bereut, versichert Smalls, die aus einer Basketball-Familie stammt („Mein Dad und meine Mom haben beide im College gespielt“) und in der Grundschule angefangen hat zu spielen. „Nach dem College wollte ich unbedingt nach Europa.

Dass ich in Göttingen gelandet bin, hat mein Agent vermittelt“, erzählt sie. Es sei aber das Beste, was ihr beim Einstieg in ihre Profikarriere habe passieren können. „Die Menschen hier sind sehr nett und offen, unser Team ist großartig, und die Fans sind unglaublich begeisterungsfähig“.

Deshalb störe es sie nicht, dass zu den Heimspielen nur knapp 300 Besucher kommen, sagt Smalls, die bei den College-Partien der Red Raiders Ladies regelmäßig vor mehreren 1000 Zuschauern gespielt hat.

Wir denken aber von Spiel zu Spiel

Den Veilchen-Ladies traut sie durchaus die Meisterschaft zu, „weil wir als Team immer mehr zusammenwachsen und immer besser funktionieren. Wir denken aber von Spiel zu Spiel“, betont Smalls. Und das heißt, sich nach der ärgerlichen Niederlage in Opladen auf das Heimspiel gegen Schlusslicht Zehlendorf am kommenden Sonntag (16 Uhr, FKG-Halle) zu konzentrieren.

Ihr Lieblingsplatz in Göttingen sei neben der FKG-Halle die Eiswiese. „Besonders mag ich dort die Sauna. Ich bin nicht der Disko- oder Kneipentyp, gehe aber gerne mit Freunden zu Partys“, verrät Smalls, die sich mit ihrer US-Teamkollegin Nicole Jones ein Appartement teilt. „Wir sind recht unterschiedlich, kommen aber gut miteinander aus.“

Obwohl sie die Texas Tech mit einem Abschluss in Architektur verlassen hat, träumt die 23-Jährige nicht davon, nach ihrer Spielerkarriere einmal Häuser zu entwerfen. „Ich möchte lieber als Coach arbeiten und bis dahin in europäischen Top-Ligen spielen.“

Dass Göttingen und die Bundesliga dafür nicht die erste Adresse sind, ist ihr ebenso bewusst wie den Verantwortlichen und Fans der BG 74. „Es wäre illusorisch zu glauben, wir könnten Monique halten“, sagte einer von ihnen nach dem Sieg gegen TuS Lichterfelde. „Wir genießen es einfach, solange sie hier ist.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
08.12.2016 - 17:13 Uhr

Kurz, nachdem die Kritik von Álvaro Dominguez an Gladbach bekannt wurde, reagierte der Borussia-Manager und zeigte sein Unverständnis.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt